Archiv für den Monat: November 2010

Ulrike Hentschel: Ästhetische Bildung

Einen interessanten Beitrag zur ästhetischen Bildung hat Ulrike Hentschel nicht nur 2005 in einem Wörtberbuch der Theaterpädagogik (Koch/Streisand), sondern auch hier veröffentlicht:

http://www.udk-berlin.de/sites/theaterpaedagogik/content/e348/e26341/infoboxContent26349/AesthetischeBildungUlrikeHentschel,2005_ger.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Erziehungstheorie

Dr. G. Litsche verfasste 1978 den Text “Zur Theorie der Erziehung. Grundzüge einer theoretischen Rekonstruktion der pädagogischen Tätigkeit“”. Inzwischen ist diese Untersuchung als 73-seitiges Pdf-Dokument hier veröffentlicht worden:

http://www.subjekte.de/AlteTexte/Erziehungstheorie.pdf

Inhaltlich geht es u.a. um das Verhältnis der Pädagogik zu anderen Forschungsgebieten, um den Begriff der Tätigkeit, um Identität, Bildung, Erziehung, Persönlichkeit, um den pädagogischen Prozess, um Assoziation und Umerziehung.

Weitere Texte, zum Teil noch in der Entstehung, können Sie sich hier downloaden:

http://www.subjekte.de/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Bildungstheorie & Biografieforschung

Die Wikepedia beinhaltet eine Übersicht über die Bildungstheorie: Kurz und knapp beschrieben, macht neugierig auf mehr:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungstheorie

Ansonsten gibt es hier noch eine Zusammenfassung von Ivanka Somborski (Referat/2005) mit dem Titel: ‘Winfried Marotzki: „Bildungstheorie und Allgemeine Biographieforschung’. Dort geht es stichpunktartig um den Zusammenhang zwischen Biografieforschung und Bildungstheorie:

http://www.erzwiss.uni-halle.de/gliederung/paed/allgew/material/ss05/marotzki.doc

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Theorien der Erziehung und Sozialisation: Interaktionismus & Kognitivismus

Prof. Dr. Rudolf Tippelt (Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung / LMU München) hat eine 16-seitige Pdf-Datei veröffentlicht, die einen Überblick über die interaktionistische (Mead) und  kognitivistische (Piaget) Theorie zur Erziehung und Sozialisation gibt:

http://www.paed.uni-muenchen.de/~paed/paed2/lehre/WiSe0607/Tippelt/VL3.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Islam & Schulpädagogik

Das oft sehr angespannte Verhältnis zwischen muslimischen Schülern und zumeist nichtmuslimischen Lehrer/-innen wird in “Islam und Schule”, einer “Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer an Berliner Schulen”, thematisiert. Dabei wird versucht, pragmatische Antworten auf ganz konkrete Fragen zu geben, wie z. B. die Frage, ob man während des Ramadans auf eine Mathematik-Klausur verzichten solle.

Hier der Link zur 26-seitigen Pdf-Datei mit der oben genannten “Handreichung”: http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/politische_bildung/islam_und_schule.pdf?start&ts=1284645378&file=islam_und_schule.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Johann Amos Comenius – Ein bodenständiger Christ und Pädagoge

Comenius verlor früh seine Eltern, Verwandte und später nacheinander seine Ehefrauen und zum Teil auch Kinder. Es war ein Leben voller Umbrüche, Not und Verfolgung in schwierigen Zeiten, die den Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit ausmachten. Ein wichtiger Halt in seinem Leben war der christliche Glaube. Dabei gehört er einer Brüdergemeinde an, die den Laiendienst und nicht etwa das Kirchenamt betonte. Ihm war es wichtig, dass Menschen in Gottes Nähe sind und so innerlich zur Ruhe kommen können. Eine “Einübung ins Christentum” und die Konzeption einer “Natürlichen Pädagogik”standen daher an erster Stelle. Diese Pädagogik sollte anschaulich, beispielhaft und lebendig aufgebaut sein. Über das “natürliche” Verstehen sollte das zwanghafte Belehren gemieden werden.  Schließlich entwickelte Comenius den Gedanken eines ganzheitlichen Wissens (Pansophie) mit dem Ziel, den Menschen allumfassend zu bilden und ihm die Möglichkeit zu geben, sein jenseitiges Leben schon auf Erden gut vorzubereiten. Comenius wollte aus der theoriebelasteten “Tretmühle Schule” einen gewaltfreien, spielerischen, praxisnahen Ort machen, musste aber erkennen, dass dies gesellschaftlich nicht gewollt war. Nach Comenius sollten alle (!) (Menschen) auf umfassende Weise in allen Dingen anschaulich unterrichtet werden. Prinzipiell sei jeder(!) Mensch in der Lage, alles zu verstehen. Der Stoff sei je nach Alter etc. graduell unterschiedlich zu vermitteln, jedoch zähle die eigene Einsicht, nicht die Autorität der Lehrer. Die Schulqualität soll verbessert, die Unterrichtszeit verkürzt werden. Anschaulich und lebensnah soll der Unterricht sein, für die Sinne anregend gestaltet sein. Die Begründung für dieses Verständnis zieht Comenius aus der Bibel, wo der Mensch – Mann und Frau – mit Gottes Ebenbild verglichen wird. Im Auftrag Gottes solle der Mensch versuchen, schöpferische Ordnung ins irdische Chaos herzustellen. Zwar bestimmt der Glaube grundsätzlich die menschliche Handlung, doch gründet diese auf Vernunft. Doch überhöht Comenius die Vernunft keineswegs, indem er sie über alles andere stellt, sondern betont, dass die eigene Wahrnehmung durch die Sinne ebenfalls wesentlich sind. Comenius selbst äußerte sich wie folgt: “Wie geartet die Kinder geboren werden, liegt in keines Hand. Aber dass sie durch richtige Erziehung gute (Menschen) werden, das steht in unserer Macht.” Comenius, ein Mensch, der selbst durch Höhen und Tiefen ging und im Glauben Halt gewann. Er war mehr als nur der erste “Kinderbuchautor.” Wer seine Pädagogik verstehen will, ahnt, wie wertvoll sie noch heute ist.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Benutzte Quelle:

Regina Bojack, Barbara Bojack:

Comenius, ein moderner Pädagoge.

Wismar Discussion Papers / Heft 03/2008 (Kramer Hrsg.)

http://www.wi.hs-wismar.de/~wdp/2008/0803_BojackBojack.pdf

Fußballpädagogen

Interessant, nun gibt es also auch schon Fußball-Pädagogen:

Motivator und Pädagoge 10.11.2010 – MAINZ

Von Dennis RinkFUSSBALL Trainer im Blick der Uni-Reihe „Psychologie:

Hautnah“ / 05-Profi berichtet

Der Artikel der Allgemeinen Zeitung ist hier zu finden:

http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/9616860.htm

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Verschiedene Begriffe für eine Pädagogik, die für Menschen mit Behinderungen da sein will

Die – positiv formuliert – Begriffsvielfalt der Pädagogik, die Menschen mit Behinderungen in besonderer Weise behandelt, ist im folgenden Artikel aus dem Jahr 1996 immer noch recht gut beschrieben:

http://www.uni-koblenz.de/~proedler/was_tun.htm

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Bidok

Wer auf der Suche nach Literatur ist und etwas aus dem Bereich der Behindertenpädagogik sucht, kann in der “bidok” fündig werden. Hierbei handelt es sich um eine virtuelle Bibliothek zur “integrativen Pädagogik” mit kostenlosen, vollständig veröffentlichten Texten.

Auf der bidok-Startwebseite heißt es:

“Sie befinden sich im Herz von bidok, der digitalen Bibliothek zur Integrativen /inklusiven Pädagogik. In unserer Volltextbibliothek finden Sie Texte zu verschiedenen Themenbereichen, aber auch Zeitschriften und Rezensionen.”

Quelle: http://bidok.uibk.ac.at/bibliothek/index.html

Weiter wird erklärt:

“bidokbehinderung inklusion dokumentation – ist ein Internet-Projekt zum Thema der integrativen/ inklusiven Pädagogik und Disability Studies am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck.”

Quelle: http://bidok.uibk.ac.at/ueberuns/index.html

“Theoretische Grundlagen” gibt es z. B. hier: http://xims.uibk.ac.at/gopublic/content/bidok/library?subject=1;subject_id=3

…und verschiedene, weitere Themenbereiche werden dort aufgelistet: http://bidok.uibk.ac.at/library/q?subjects=1

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Der “richtige” Erziehungsstil?

…eine sehr interessante Webseite rund um alternative Erziehung, um kindliche Entwicklungsstufen, Erziehungsstile, Lerntheorien, Medien, Spielzeug etc.

U. a. wird hier die “richtige” Erziehung beschrieben, es handelt sich hierbei um die demokratische Erziehungsform:

http://www.kindererziehung.com/Paedagogik/Erziehungsstile/Richtige-Kindererziehung.php

Silvio Ströver

Bildung für wenige?

Wer ein Ziel hat, gibt sich selbst eine Richtung. Vor einem Jahrzehnt haben sich gleich 164 Länder auf dem sogenannten Weltbildungsforum 2000 mehrere Ziele gesteckt, die sie bis 2015 erreicht haben wollen. Die UNESCO hat dieses Programm “Bildung für alle” (Education for all / EFA) konzipiert, um weltweit etwas für die Bildung von Kindern zu tun. Die sechs wichtigsten Bildungsziele lauten:

“Ziel 1: Die frühkindliche Bildung soll ausgebaut und verbessert werden, insbesondere für benachteiligte Kinder.

Ziel 2: Bis 2015 sollen alle Kinder – insbesondere Mädchen, Kinder in schwierigen Lebensumständen und Kinder, die zu ethnischen Minderheiten gehören – Zugang zu unentgeltlicher, obligatorischer und qualitativ hochwertiger Grundschulbildung erhalten und diese auch abschließen.

Ziel 3: Die Lernbedürfnisse von Jugendlichen und Erwachsenen sollen durch Zugang zu Lernangeboten und Training von Basisqualifikationen (life skills) abgesichert werden.

Ziel 4: Die Alphabetisierungsrate unter Erwachsenen, besonders unter Frauen, soll bis 2015 um 50 Prozent erhöht werden. Der Zugang von Erwachsenen zu Grund- und Weiterbildung soll gesichert werden.

Ziel 5: Bis 2005 soll das Geschlechtergefälle in der Primar- und Sekundarbildung überwunden werden. Bis 2015 soll Gleichberechtigung der Geschlechter im gesamten Bildungsbereich erreicht werden, wobei ein Schwerpunkt auf der Verbesserung der Lernchancen für Mädchen liegen muss.

Ziel 6: Die Qualität von Bildung muss verbessert werden.”

Quelle: http://www.unesco.de/efa.html

Doch leider sind die Ziele offenbar nicht zu erreichen, so jedenfalls steht es im aktuellen Zwischenbericht der UNESCO für 2010: “…Doch insgesamt erfolgen die Fortschritte zu langsam, um das Ziel der Grundschulbildung für alle Kinder bis zum Jahr 2015 erreichen zu können…”

Quelle: http://www.unesco.de/efareport.html

So wird Roland Bernecker auf http://www.kindergarten-heute.de wie folgt zitiert: „Die große Bedeutung der frühkindlichen Bildung wird weltweit nach wie vor unterschätzt. (…) Weltweit nehmen Angebote frühkindlicher Bildung nur langsam zu.”

Quelle: http://www.kindergarten-heute.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten.html

Man darf gespannt sein, ob die Ziele überhaupt erreicht werden.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Konsumware Bildung

Spätestens seit dem berühmt-berüchtigten Buch von Dietrich Schwanitz: „Bildung, alles, was man wissen muss” 1999; gibt es – so mein Eindruck – eine Schwemme von Büchern und CDs mit ziemlich ähnlichen Titeln: z.B. „Allgemeinbildung. Das muss man wissen” von Martin Zimmermann (Erstauflage 2002), “Die andere Bildung. Was man von den Naturwissenschaften wissen sollte.” von Ernst Peter Fischer (2003) und vieles mehr.

Verlockend sind solche “Bildungspakete”, da sie suggerieren, man “müsse” oder “sollte” lediglich ein paar hundert Seiten konsumieren, um gebildet zu sein.  Selbstverständlich schaden solche Bücher nicht, da sie einen guten Einstieg bieten bzw. Appetit auf “mehr” machen können. Gerade für jüngere Leserinnen und Leser sind die zum Teil recht günstigen Schmöker (d. h. unter 10,- €) hilfreich, einen Überblick über wichtige Themen zu gewinnen.

Da reicht die Wikipedia oft nicht, denn selbst breit diskutierte Themen garantieren nicht, dass alle wesentlichen Aspekte eines Gegenstands tatsächlich behandelt werden. Wichtig ist daher, sich nie auf nur eine Quelle zu verlassen. 

Eltern können ihren Kindern bei der geistigen Entwicklung helfen. Viele Jugendliche kennen die Bibliothek nicht von innen, haben ihre Eltern nie lesend erlebt und ahnen nicht, dass Bücher viel aufregender sein können als vielleicht die Schulbücher, die sie nur widerwillig im Unterricht aufschlagen.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Fragen aus der Medienpädagogik

…werden in der folgenden Ausarbeitung von einigen Studentinnen und Studenten versucht, zu beantworten:

http://pead0809.files.wordpress.com/2009/03/paed0809_final.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge