Archiv für den Monat: April 2011

Gedanken zur Pädagogik von Johann Friedrich Herbart (1776 – 1841)

Hat die Wissenschaft ihre Bedeutung in der generellen Vorbereitung auf die Praxis?  Oft werfen die Praktiker den Theoretikern vor, nichts von der Wirklichkeit zu verstehen. Umgekehrt gehen viele Theoretiker davon aus, dass Praktiker sich nur auf ihre subjektiven Eindrücke und individuellen Erfahrungen verlassen wollen und glauben, damit ihre (wenigen) Erfahrungen pauschal als allgemeingültig betrachten zu können. Oft ist es auch so, dass es innerhalb einer Disziplin wie der Pädagogik mal eine Tendenz gibt, den Schwerpunkt auf Theoriebildung zu legen, um danach Platz für einen stärkeren Praxisbezug zu machen. Seit den 1970ern gibt es einen stärkeren Bezug zur Lebenswirklichkeit („Alltagswende“ / „realistische Wende“). Doch schließen sich Theorie und Praxis eigentlich nicht aus, sondern können sich gegenseitig ergänzen. Schließlich versteht sich die Theorie nicht als Abbild der Realität, sondern eher als Konstrukt (vgl. GUDJONS, 1997, S. 50). Die Theorie ist auch kein Rezeptbuch für Praktiker. Das heißt jedoch nicht, dass in der Praxis Tätige auf jede Form von Theorie verzichten könnten. Herbarts Konzeption eines stufenartigen Unterrichts ist ein Paradebeispiel dafür, wie aus an sich klugen pädagogischen Ideen ein starres Schulsystem wurde.  Eifrig wurde das Stufenmodell gänzlich auf die Gestaltung des Schulunterrichts rigoros angewandt. Schüler der entstehenden bürgerlichen Gesellschaft erfuhren bis ins 20. Jahrhundert hinein Schule als langweilig und spießig. Formalisierter, stets gleich ablaufender Unterricht wurde häufig als inhaltsleer und sinnlos empfunden. Man lernte auswendig, gehorchte und hielt aus. Doch an sich sah Herbarts Modell im Wesentlichen vor, dass Schüler über die Wissensaufnahme sittlich(er) werden. Denn eine andere Möglichkeit der schulischen Erziehung sah Herbart nicht,  Schule könne lediglich über den eher – man könnte auch sagen:- kognitiven Weg erzieherisch auf Kinder einwirken. Daher entwarf er die Stufen der Klarheit (Wissensinhalte verstehbar vermitteln), der Assoziation (die einzelnen neu erlernten Inhalte werden im Zusammenhang begriffen), des Systems (das neu erworbene Wissen wird in bekannte Denkstrukturen eingefügt) und schließlich die Stufe der Methode (Erlerntes wird angewendet, Transfer auf andere Bereiche ist möglich) (vgl. GUDJONS, 1997, S. 100-101).

Gerade seit PISA reisst die Kritik nicht ab, die deutsche Bildungslandschaft neuzugestalten. Neue Ideen sind gefragt, Neues soll erprobt und getestet werden. Doch sicher muss bei aller berechtigten Kritik nicht alles über Bord geworfen werden. Hier stimme ich KNOOP und SCHWAB zu, die in ihrer Einführung (KNOOP; SCHWAB: 1999, S. 126) in die Geschichte der Pädagogik darauf verweisen, dass manche Fehler vermieden werden können, wenn man dazu einen Blick in die Historie wirft. Gerade der Kampf der Reformbewegung gegen die „Alte Schule“, gegen die Schule als eine Einrichtung, in der „Wissensmast“ betrieben wird, macht schön deutlich, dass Herbart schon zu Lebzeiten oft falsch verstanden wurde, zumal Seiler, Asmus, Nohl, Caselmann in Aufsätzen, Reden und Büchern belegen konnten, dass Herbart einige Ziele der Reformbewegung vorweggenommen hatte und an (päd.) Aktualität nichts verloren hat (KNOOP; SCHWAB: 1999, S. 127-129) . Wer sich weiter über Johann Friedrich Herbart informieren möchte, kann dies auf der Seite der Arbeitsstelle der Internationalen Herbartianismusforschung tun: http://www.uni-due.de/herbartianismus-forschungsstelle/Start.shtml

Alternativ gibt es natürlich auch einen kurzen Überblick über den Pädagogen auf der Wikipedia-Seite:

http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_Herbart

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Benutzte Literatur:

GUDJONS, Herbert: Pädagogisches Grundwissen. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 5., durchgesehene und ergänzte Auflage.

KNOOP, Karl; SCHWAB, Martin: Einführung in die Geschichte der Pädagogik: Pädagogen-Porträts aus vier Jahrhunderten. Wiebelsheim: Quelle und Meyer, 4., durchgesehene und ergänzte Auflage, 1999 (UTB für Wissenschaft: Uni-Taschenbücher; 1100: Pädagogik)

Links zum Thema „sexuelle Gewalt“

Auch, wenn manche Links nicht mehr ganz aktuell sind, gibt es zu diesem Thema immer noch viele funktionierende Links, die helfen, sich mit diesem brisanten Thema auseinanderzusetzen:

http://www.sexuelle-gewalt.de/links.html

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Wann einschulen?

Eltern können sich anhand der folgenden Pdf-Datei einen guten Überblick verschaffen darüber, ob ihr Kind fit für die Einschulung ist: http://www.schulpsychologie.de/ww3ee/bin/445514-445770-1-einschulung_1.pdf Wichtig ist es, sowohl die körperliche als auch geistige Entwicklung gut abschätzen zu können. Zudem wird betont, dass es nicht darum geht, dass das Kind beispielsweise wie dressiert sinnlose Zahlenreihen bis 20 aufsagen kann, sondern auch begreift, was es damit auf sich hat.

Hier die wichtigsten Tipps kurz und knapp im Überblick:
Ihr Kind sollte in der Lage sein, in vollständigen Sätzen und folgerichtig zu erzählen und zu
beschreiben. Dazu genügt, wenn es Ihnen einen üblichen Vorgang aus dem Kindergarten (zum
Beispiel einen Streit um ein Spielzeug) so erzählen kann, dass Sie verstehen, was los gewesen ist.
«Vollständiger Satz» heißt nicht perfekte Grammatik, aber es sollte auch keine «Kindersprache»
mehr sein.

Wenn Sie Ihrem Kind eine altersgemäße Alltagsgeschichte erzählen (―Ich kam gerade bei Ikea auf
den Parkplatz, da passte jemand nicht auf und fuhr dem Vordermann hinten drauf…‖), sollte es
sie verstehen, eventuell nachfragen und auch ungefähr wiedergeben können.

Auf Fragen von Ihnen zu konkreten Dingen sollte Ihr Kind so antworten können, dass sich die
Antwort auch wirklich auf die Frage bezieht. Wenn Sie nach den Beteiligten einer Streiterei im
Kindergarten fragen, sollte es die Kinder benennen können und nicht nur erzählen, dass die
Erzieherin geschimpft hat.

 

 

 

Ihr Kind sollte in der Lage sein, Symbole zu unterscheiden, zu vergleichen und in unterschied-
lichen Zusammenhängen wiederzuerkennen, denn das ist eine Voraussetzung zum Erlernen des
Lesens. Was sind Symbole? Die rote und die grüne Figur auf der Fußgängerampel, aber auch ein
Stoppschild, ein gängiges Markenzeichen oder Ähnliches. Versuchen Sie es mal an einem ganz
konkreten Beispiel: Zeigen Sie Ihrem Kind anhand geparkter Autos einen «Mercedes-Stern» und
ein «Volkswagen-Logo», beide rund, aber deutlich unterscheidbar  –  und dann lassen Sie Ihr Kind
auf dem Spaziergang die nächsten zehn Volkswagen und Mercedes-Benz finden.

Quelle:

http://www.schulpsychologie.de/ww3ee/bin/445514-445770-1-einschulung_1.pdf

Weitere Links zum Thema auf den Seiten von http://www.test.de:

Special Einschulung

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

TV-Tipps für Eltern

Gibt es u. a. hier:

http://schau-hin.info/medienerziehung/tv-kino/aktuelle-tv-tipps.html

Weitere wertvolle Tipps rund um Fragen der Erziehung gibt es u. a. direkt auf der Webseite:

http://schau-hin.info

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Martin Luther und die Pädagogik – Versuch einer Re-konstruktion (Henning Schluß)

Ich acht auch, das unter den eusserlichen sunden die wellt fur Gott von keyner so hoch beschweret ist und so grewliche strafe verdienet, alls eben von diser, die wyr an den kindern thun, das wyr sie nicht zihen.

Martin Luther, An die Ratherren aller Städte deutsches Lands, daß sie christliche Schulen aufrichten und erhalten sollen. (1524), S.33

Zitiert aus: http://homepage.univie.ac.at/henning.schluss/Publikationen/wissart/004lutherpa.htm

Einen interessanten Text über die Frage, ob Martin Luther als Mensch eher mittelalterlich gedacht und gehandelt hat oder bereits schon neuzeitlich, hat Henning Schluß aus pädagogischer Sicht hier veröffentlicht:

http://homepage.univie.ac.at/henning.schluss/Publikationen/wissart/004lutherpa.htm

bzw. in Form einer Pdf-Datei auch hier:

http://homepage.univie.ac.at/henning.schluss/Publikationen/wissart/004lutherpa.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Checkliste für den Umgang mit Facebook

Auch für Eltern sind diese Informationen, angegeben auf einer weiteren Webseite des Hessischen Rundfunks, sicher wichtig, um mit aufzupassen, dass der Nachwuchs nicht allzu sorglos mit persönlichen Daten im Internet umgeht. Was Facebook-Fans in Sachen Datenschutz und Wahrung der Privatsphäre beachten sollten, ist hier in einer nützlichen Checkliste widergegeben:

Schuldenfrei bleiben

Auf der folgenden Webseite des Hessischen Rundfunks sind anhand kleiner Videos und Texte 7 goldene Regeln beschrieben, die vor dem finanziellen Ruin bewahren sollen:

Bundesrepublik.org – Zahlreiche, nützliche Tipps rund um Deutschland von Bürgern für Bürger

Bürger sammeln Links und Informationen rund um die Bundesrepublik für Bürger, so heißt es jedenfalls:

http://www.bundesrepublik.org

Egal, ob Sie etwas über Deutsche Geschichte oder über unsere deutsche Parteienlandschaft wissen wollen, auf dieser Webseite werden Sie sicher fündig!

Hier eine kleine Auswahl:

Bundespräsident

Bundesrat

Bundesregierung

Bundesländer

Landkarten

Deutschlandfahne (Nationalflagge)

Deutschlandlied (Nationalhymne)

Deutsche Literatur

Hauptstädte in Deutschland

Deutsche Geschichte

Quelle: Siehe oben: http://www.bundesrepublik.org/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Allgemeinbildung: Deutsche Nationalhymne kennen

Nicht jeder Deutsche, nicht jede Deutsche kennt sie, die Deutsche Nationalhymne:

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!

Danach lasst uns alle streben,

brüderlich mit Herz und Hand!

Einigkeit und Recht und Freiheit

sind des Glückes Unterpfand:

Blüh im Glanze dieses Glückes,

blühe, deutsches Vaterland!

Komponist: Joseph Haydn (1732-1809)
Textdichter:
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Quelle:

http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/Nationalhymne/nationalhymne.html

Wer sie einmal online hören will, kann dies tun, einfach auf den oben angegebenen Link klicken!

Mehr Informationen und geschichtliche Hintergründe gibt es hier: http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/Nationalhymne/GeschichteundEntstehung/geschichte-und-entstehung.html oder auch z. B. auf Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalhymne

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Zeit Online: Wissen

Zeit Online hat eine gute Wissens-Rubrik:

http://www.zeit.de/wissen/zeit-wissen/index

Zudem können Sie in einem Suchfenster alle Online-Beiträge zum Stichwort „Pädagogik“ nachlesen:

http://www.zeit.de/suche/index?q=P%C3%A4dagogik&from=&to=

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Krisenintervention aus psychotherapeutischer Sicht

Die Webseite von Dr. Pil. Dorrmann http://www.krisen-intervention.de ist zwar augenscheinlich seit 2004 nicht mehr aktualisiert worden, dennoch finden Sie dort viel Wissenswertes zur Krisenintervention.

Er hat aus psychotherapeutischer Sicht einige Links zur Thematik des Suizids zusammengetragen:

http://www.krisen-intervention.de/suiz-lnk.html

Zudem Bücher und sonstige Informationen zur Präventionsarbeit:

http://www.krisen-intervention.de/Suizidprophylaxe.html

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Ähnliche Beiträge zur Krisenpädagogik im Naturpaedblog:

http://natur.paedblog.de/category/krisenpaedagogik