In der Regel werden Legastheniker in Schulen entsprechend berücksichtigt, erhalten eine spezielle Förderung und werden in der Zensurengebung nicht benachteiligt. Dass es jedoch offenbar auch anders vorkommen kann, ist hier in einem Posting von 2008 nachzulesen: http://blog.bildungsserver.de/infoboerse/?p=336
Bedenklich erscheint die Annahme, dass eine Pathologisierung der Legasthenie eine sich selbsterfüllende Prophezeiung mit sich bringen kann: Wird dem Kind mitgeteilt, dass es Legastheniker ist, akzeptiert es ohnmächtig, dass es diesen “Defekt” nicht mehr los wird. Die Folge: Legastheniker nehmen diese “Diagnose” schicksalsergeben hin, das Unheil nimmt seinen Lauf… Einige Forscher sehen gar eine Pathologisierung auf ganzer Linie:
“Übergreifend spricht etwa Bühler-Niederberger (1991) von einer Pathologisierung der Kindheit und Felkendorff (2003) von einer Ausweitung der Behindertenzone. Auf diesem Hintergrund stellen sich folgende F(r)agen: Ist es wünschenswert, dass immer mehr Verhaltensweisen, Zustände, Merkmale, Schwierigkeiten oder soziale Probleme als „Krankheit“ oder ‘Behinderung’ definiert werden?”
Der folgende Link ermöglicht es Ihnen, sich einen kompletten Ratgeber in Buchform (Pdf) kostenlos von Astrid Kopp-Duller “Legasthenie und LRS – Der praktische Ratgeber für Eltern” (Herder Spektrum) herunterzuladen:
Und wer einen umfassenden Überblick über den aktuellen Forschungsstand, weitere, empfehlenswerte Broschüren, Texte, Links, Online Portale zum Thema, Ratgeber oder nützliche Medien und Materialien zur Legastheniepädagogik sucht, wird im Fachportal Pädagogik sicher fündig:
Wunderbare Sachgeschichten gibt es u. a. in der Tv-”Sendung mit der Maus“, und das schon über 40 Jahre lang! Auf der Webseite der berühmten Maus werden viele Sachgeschichten, die die Geheimnisse des Alltags anschaulich und damit kind- und erwachsenengerecht erklären, präsentiert. Auf http://www.wdrmaus.de/sachgeschichten/sachgeschichten können sich junge und ältere Maus-Freundinnen und -Freunde zahlreiche Sachgeschichten-Videos, die alphabetisch sortiert sind, anschauen und unterhaltsam Neues lernen.
Diese Webseite ist jedoch nicht nur für Kinder und Maus-Fans zu empfehlen, sondern für all diejenigen, die den Mut haben, auch scheinbar Banales zu hinterfragen:
Ein sympathischer Blogger und Astronom, Florian Freistetter, beschreibt, wie man im Alltag Wissenschaft(en) entdecken kann. In seinem Blogartikel “Wissenschaft ist überall – auch im Flugzeug!” schreibt er u.a.:
“Wir müssen nur die Augen aufmachen, beobachten und vor allem denken! Die Welt ist voll mit faszinierenden Phänomenen! Auch so etwas simples und unoriginelles wie eine Wolke oder ein Berg kann als Ausgangspunkt für eine gedankliche Reise dienen, die uns schnell dazu bringt, uns über fundamentale Fragen Gedanken zu machen.”
Auch der Artikel über die weißen Blutkörperchen, die er beim Betrachten der Planeten im eigenen Auge wahrgenommen hat, löste bei einigen Leser/-innen lauter “Aha-Effekte” aus.
Wer Termini nachschlagen will, die sich auf den Kinder- und Jugendschutz beziehen, gerade aber kein sozialpädagogisches Nachschlagewerk zur Hand hat, kann einfach im folgenden Online-Handbuch recherchieren:
Möchtest Du wissen, welche Auswirkungen Dein Alkoholkonsum auf Dich hat? So klicke einfach auf den Alkohol-Einheiten-Rechner und gib Dein Getränk und Dein Alter ein:
Einfach kostenlos anmelden, verschiedene Unterrichtsfächer üben und prima dazulernen! Auch für Eltern ein guter Hinweis, die für ihren Nachwuchs eine gute Übungsmöglichkeit suchen.
…fertig ist das Bildungs-Videoportal der Leuphana Universität noch lange nicht. Auf der folgenden Webseite werden wissenschaftlich fundierte Comic-Filme von Berufsanfängern und Studenten für Bildungsinteressierte und Schüler präsentiert, die gesellschaftliche, komplexe Themen, wie z. B. Themen zur Außenpolitik, zu Europathemen, zur Weltwirtschaft etc. auf einfache Weise darstellen:
An dieser Stelle möchte ich auf eine weitere Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verweisen, die an Eltern gerichtet ist, die u. a. ermutigt werden sollen, ihr Kind auf ihre individuelle Weise zu erziehen:
http://www.familienplanung.de/ ist eine Webseite, die sehr umfassend und (erziehungs-) wissenschaftlich über diverse Themen in Bezug auf die Familienplanung publiziert. Hier eine kurze Selbstbeschreibung:
“Familienplanung.de ist ein Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu allen wichtigen Themen der Familienplanung. Das Onlineportal richtet sich an Frauen und Männer in unterschiedlichen Lebenssituationen. Je nach Interesse finden sie ihre Themen in vier verschiedenen Themenkanälen: “Schwangerschaft/ Geburt”, “Kinderwunsch”, “Verhütung” und “Beratung”. Der fünfte Kanal “Schwanger unter 20″ richtet sich speziell an Jugendliche und junge Erwachsene. “
Eine Broschüre klärt kurz und übersichtlich über “ADHS” auf. “ADHS” steht für das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Inzwischen scheinen immer mehr Kinder darunter zu leiden. Um diese Störung besser zu verstehen und Frühzeichen in Gruppen bzw. Schulklassen schneller zu erkennen, hilft es, diese Broschüre zu lesen. Sie können diese kostenlos auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) downloaden (oder bestellen): http://www.bzga.de/infomaterialien/kinder-und-jugendgesundheit/hyperaktivitaetssyndrom-was-bedeutet-das/
Natürlich – darauf wird auch auf der BZgA-Webseite klar hingewiesen – leidet nicht jedes bewegungsfreudige und unaufmerksame Kind an dem ADHS-Syndrom.
Doch so informativ diese Broschüre auch sein mag, verweise ich auch auf auf eine völlig konträre Sichtweise auf diese Problematik. Nicht wenige Fachleute sehen in der ADHS lediglich die wirtschaftlichen Interessen der Pharmaindustrie bedient. Störende Kinder werden demnach mithilfe von Psychopharmaka quasi ruhiggestellt. Wer sich mit ADHS beruflich auseinanderzusetzen hat, sollte auch die Gegenpositionen kennen.
Auf einer ADHS-Kritik-Webseite finden Sie Fachartikel und sonstige Publikationen (unter: http://www.adhs-kritik.de/aufsaetze/Aufsaetze.html) , die aufzeigen, dass viele Experten die Existenz der ADHS bezweifeln:
“ADHS ist eine erfundene Krankheit, deren bloße Existenz in der Wissenschaft umstritten ist. Dennoch werden auf der Grundlage von fragwürdigen Diagnosekriterien psychiatrische Drogen verabreicht, die in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Lebensprobleme von Kindern werden zur psychiatrischen Krankheit umfunktioniert und ermöglichen so Teilen der Pharmaindustrie enorme Gewinne.”
Das Buch “Zeitlose Probleme der Pädagogik – Pädagogik als zeitloses Problem?” von Thomas Mikhail (2011) behandelt grundlegende pädagogische Probleme.
Stichworte sind u. a. das Theorie-Praxis-Problem, der Widerspruch zwischen Freiheit und Determination, die Diskussion zwischen Erziehung und Sozialisation, Bildung als Verteilungsgut und Menschheitspflicht, das Lehrer-Schüler-Verhältnis und weitere Themen.
Das Fachbuch können sich Pädagoginnen und Pädagogen bzw. an pädagogischer Fachliteratur Interessierte hier kostenlos komplett herunterladen:
Manchmal haben bereits Neuntklässler erste Knasterfahrungen hinter sich. Sie prahlen gerne auf dem Schulhof mit ihren Taten und genießen es, unheimlich auf andere zu wirken bzw. über ein spezielles Wissen zu verfügen, das andere aufgrund einer bürgerfreundlicheren Sozialisation nicht haben können. Umso verständlicher ist es , auch ihnen zu vermitteln, welche typischen Abläufe es im Strafprozess gibt. Auf einer Polizei-Webseite http://www.polizei-beratung.de/ werden diese Informationen zum Ablauf des Strafverfahrens gut beschrieben, weswegen hier darauf verweisen möchte:
So erfahren nicht nur die Oper, sondern auch Interessierte, was die Phasen kennzeichnet, die zwischen einer kriminellen Tat bis zum verkündeten Urteil liegen.
Des Weiteren gibt es wertvolle Tipps und Hinweise zu den folgenden Stichworten:
Zudem gibt es hier noch eine spannende Webseite zum Stichwort Polizeipädagogik. Hören Sie sich 7 Beiträge des Prof. Dr. Freerk Huisken an, der “über unerwünschte Wirkungen erwünschter Schul-, Sozial- und Ausländerpolitik in Rütli- und anderen Restschulen” referiert :
Ein weiterer Linktipp zu einem polizeipädagogischen Klassiker aus dem Jahr 1975: -Probleme einer Polizeipädagogik- Zugleich Einführung in die Berufsdidaktik
Welche Bücher sollte man gelesen haben? Welche Bücher sind kulturell so bedeutsam, dass es sich lohnt, in der raren Freizeit sie zu lesen? Müssen es diese Werke sein, die im vorherigen Paedblogeintrag (vgl. http://www.paedblog.de/2011/11/26/klassiker-der-weltliteratur/) zitiert wurden?
Die Meinungen darüber gehen freilich auseinander. Während die einen oft eine Beliebigkeit bei der Auswahl der empfohlenen Titel kritisieren, verweisen die anderen darauf, dass eine solche Auswahl an Werken nicht als absolut gültig zu betrachten sei, dass es hierbei lediglich um eine grobe Orientierungshilfe ginge, Texte (schneller) zu finden, “die die im Laufe der Jahrhunderte eine herausragende literaturhistorische Bedeutung gewonnen haben, sei es, daß sie paradigmatisch für eine bestimmte literarische Epoche stehen, sei es, daß sie ganze literarische Traditionen begründet haben.” (Zitiert aus: http://www.ruhr-uni-bochum.de/komparatistik/studium/paradigmen.html)
Die Zeit listet z. B. 50 Titel auf, die Schüler/-innen gelesen haben sollten. Hier wird aber auch für sie (und andere) vorgelesen, wie z. B. in diesem Zeit-Videobeitrag:
Quelle:http://www.zeit.de/2002/42/200242_sbib_liste_xml
Auf der bereits oben genannten Webseite des Bochumer Lehrstuhls für Komparatistik werden dagegen umfassendere Werke aufgelistet: “Teil I der Auflistung beginnt in der Antike mit der Bibel, mit klassischen Autoren wie Homer und Hesiod und endet an der Schwelle zum 20. Jahrhundert bei Autoren wie Anton Tschechow, Henrik Ibsen und Gerhart Hauptmann.
Der zweite Teil ist eine Leseliste zur Literatur des 20. Jahrhunderts mit ausgewählten Werken von 1902 bis 1991.” Quelle:http://www.ruhr-uni-bochum.de/komparatistik/studium/paradigmen.html
Dieter Wunderlichs Liste ist da eine Alternative: http://www.dieterwunderlich.de/top_100_buchtipps.htm Jedoch zeigt das dortige (zitierte Spiegel-) Zitat eines Marcel Reich-Ranicki, dass selbst die Eingrenzung auf einen Kanon deutscher Literatur offenbar auf großen Widerstand stößt:
“Ein Kanon ist nicht etwa ein Gesetzbuch”, führte Marcel Reich-Ranicki aus, “sondern eine Liste empfehlenswerter, wichtiger, exemplarischer und, wenn es um die Schule geht, für den Unterricht besonders geeigneter Werke. Er löste damit eine heftige Diskussion aus. Das Argument, ein solcher Kanon sei überflüssig, nahm er bereits in dem “Spiegel”-Gespräch vorweg und meinte dazu: “Die Frage, ob wir einen solchen Katalog benötigen, ist mir unverständlich, denn der Verzicht auf einen Kanon würde den Rückfall in die Barbarei bedeuten.” Quelle:http://www.dieterwunderlich.de/Reich_Ranicki_kanon.htm
Manch einer übersieht, dass selbst manche im Kanon der Weltliteratur aufgeführten Bücher selbst ein Ergebnis einer Kanonisierung sind. Die Bibel ist dafür ein gutes Beispiel. Die Deutsche Bibelgesellschaft erläutert in diesem Kontext die Kanonisierung der biblischen Schriften, doch lesen Sie selbst: http://www.die-bibel.de/wissen/entstehung-der-bibel/kanonbildung/
Der Kanon sollte sicherstellen, dass besonders die Texte in Erinnerung gehalten werden, die für die hebräische Kultur förderlich sind. Ein solcher Kanon hatte demnach u. a. die Funktion, die kulturelle Einheit eines Volkes zu erhalten und zu fördern.
All das zeigt u. a., dass eine Kanonbildung nicht nur vom subjektiven Befinden abhängt, sondern auch von geschichtlichen, kulturellen Prozessen. Unter diesen Geschichtspunkten wird klar, dass die ebenfalls stattfindende Debatte um einen Bildungskanon ähnlich umstritten ist.
Dort erhalten z. B. Schülerinnen und Schüler interessante Fakten rund um Europa: http://europa.eu/about-eu/index_de.htm – Informationen, die Schüler gut u. a. für das Referat oder für Hausaufgaben nutzen können.
Cybermobbing ist scheinbar allgegenwärtig. Hörte früher das Mobbing spätestens nach Verlassen des Schulhofes oder zum Feierabend hin auf, erreicht das Mobbing im virtuellen Raum ungeahnte Dimensionen, denn Mobbing-Inhalte verschwinden nicht nach Belieben. Mitunter bleiben üble Nachreden im Netz über Jahre hin für jeden sichtbar. Die Folgen können für den Einzelnen ganz schrecklich sein. Daher ist es heute leider eine pädagogische Notwendigkeit, Kinder und Jugendliche für dieses Thema sensibel zu machen, ebenfalls die Eltern und Erziehungsberechtigten darüber zu informieren.