Kategorie-Archiv: Religionspädagogik

SWR-Kindernetz

Das „Kindernetz“ des Südwestrundfunks ist ein Portal, das die einzelnen TV-Sendungen des SWRs zusammenfasst und Kindern (und Eltern, PädagogInnen etc.) ermöglicht, sich gezielt mit einzelnen Ausstrahlungen auseinanderzusetzen. Im „Infonetz“ – siehe http://www.kindernetz.de/infonetz/ – können sie sich Beiträge online ansehen und die dazugehörigen Texte durchlesen.

Aufbereitete Themenbereiche beschäftigen sich aktuell mit der Ernährung (http://www.kindernetz.de/infonetz/ernaehrung/), mit Film, Kunst und Musik (http://www.kindernetz.de/infonetz/filmkunstundmusik/), mit Länder und Kulturen (http://www.kindernetz.de/infonetz/laenderundkulturen/), Medien (http://www.kindernetz.de/infonetz/medien/), Politik (http://www.kindernetz.de/infonetz/politik/), Sport (http://www.kindernetz.de/infonetz/sport/), Technik und Umwelt (http://www.kindernetz.de/infonetz/technikundumwelt/) und Tiere und Umwelt (http://www.kindernetz.de/infonetz/tiereundnatur/).

Viele Grüße,

Silvio Ströver, Dipl.-Päd.

Johann Amos Comenius (1592 – 1670): Der erste neuzeitliche Pädagoge

Johann Amos Comenius (geboren am 28.03.1592 – gestorben am 15.11.1670) kann zurecht als der erste Pädagoge bezeichnet werden, der neuzeitlich dachte und handelte (vgl. KNOOP; SCHWAB:  1999, S. 29).

Er wollte als Christ die Welt durch Erziehung und Bildung in Form von Schulen für „die gesamte Jugend beiderlei Geschlechts ohne jede Ausnahme“ (zitiert nach KNOOP; SCHWAB:  1999, S. 30) verbessern. Denn  durch einen verbesserten Unterricht sollte zugleich die Christenheit besser auf die nahende Wiederkunft des Herrn vorbereitet werden.  Da er als gläubiger Christ annahm, dass sich Gott der Schwächsten bedient, um an ihnen seine Größe und Herrlichkeit zu zeigen, war Comenius wichtig, besonders die Kinder und Jugendlichen der Landbevölkerung zu beschulen. Zudem wollte er Mädchen und auch besonders arme Jugendliche unterrichten.

Comenius wuchs im Mährischen in der Nähe von Prerov (Prerau) auf, wo er verschiedene Kulturen kennenlernte, und zwar die tschechische, die slowakische, polnische, ungarische, deutsche und österreichische Kultur. Er selbst hat tschechische Wurzeln (daher lautet sein nicht latinisierter Name auch Komensky). Der Vater war Müller und erzogen wurde Comenius gemäß einer protestantischen Gemeinschaft, die sich die „Böhmischen Brüder“ nannte.  Sie versuchten, dem Urchristlichen in ihrer Lebensart sehr nahe zu kommen. Früh verstarben Comenius‘ Eltern und zwei Geschwister. Erst mit 16 Jahren wurde trat er in eine Lateinschule in Prerau ein und siedelte später über in den Westen des damaligen Deutschen Reiches (Herborn / Nassau, dann nach Heidelberg).  Comenius machte früh Karriere und leitete bereits mit 22 Jahren die Prerauer Lateinschule. Sein Leben wurde jedoch stark durch den Dreißigjährigen Krieg (1618 – 2648) beeinflusst. Seine Frau und Kinder starben durch Seuchen, seine mühsam aufgebaute Bibliothek wurde stark beschädigt und  1627 wurde er als Protestant als „böhmischer Exulant“ ausgewiesen. In polnischen Exil Leszno (Lissa) stabilisierte sich sein Leben ein wenig, sodass er erneut heiratete und in seiner böhmischen Gemeinschaft eine bedeutende Rolle einnahm. Zudem wurde er dort Lehrer und als respektierter pädagogischer Schriftsteller tätig.  Inzwischen wurde er international beachtet und eingeladen. Am Stockholmer Hof wurde er fest beschäftigt und arbeitete weiter an seinen pädagogischen Schriften. Nachdem 1648 der sogenannte Friede von Münster und Osnabrück geschlossen wurde, wusste Comenius, dass er als evangelischer Christ weiterin im Exil bleiben musste. Daher zog er zurück nach Lissa, wo er Bischof wurde. Doch auch seine zweite Frau verstarb. Als er als Bischof in Ungarn und Siebenbürgen unterwegs war, setzte er als Pädagoge Schulpläne um.  Er heiratete erneut und arbeitete weiter an pädagogischen Reformen. 1656 wurde jedoch Lissa durch den polnisch-schwedischen Krieg stark getroffen, auch seine Bücherei erlitt dabei großen Schaden. So verbrachte er die letzten 14 Jahren in Holland, wo er noch eine didaktische Gesamtausgabe herausgeben konnte (vgl. KNOOP; SCHWAB:  1999, S. 30 – 31).

Interessant ist der Umstand, dass Comenius in einem zerrissenem Europa als Teil einer kleinen christlichen Gemeinschaft stets um Frieden geworben und für eine universaler Schule, Gemeinschaft, Sprache etc. eingetreten ist. Gleichwohl wollte er nicht, wie die Kriege und Schlachten bewiesen, auf Revolution und Gewalt, sondern auf Aufklärung und Erziehung setzen (vgl. KNOOP; SCHWAB:  1999, S. 32).

Comenius‘ didaktische Ziel war es, den Lehrern Arbeit zu ersparen und gleichzeitig die Effektivität von Unterricht zu erhöhen durch einen fortschrittlich gestalteten Unterricht.  Dabei geht Comenius im biblischen Sinne davon aus, dass die jungen Menschen lernfähig und auch lernbedürftig sind.  Er plädiert dafür, Jugendliche nicht durch Prügel und Strafe, sondern durch Vernunft zu erziehen. Denn Menschen seien als Ebenbild Gottes mit Vernunft ausgestattet, daher sei z. B. eine Prügelstrafe gleichzeitig mit einer Kränkung Gottes gleichzuetzen (vgl. KNOOP; SCHWAB:  1999, S. 32 – 33).

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Benutzte Literatur:

KNOOP, Karl; SCHWAB, Martin: Einführung in die Geschichte der Pädagogik. Pädagogen-Porträts aus vier Jahrhunderten. Wiebelsheim: Quelle und Meyer Verlag, 4., durchgesehene und ergänzte Auflage, 1999, S. 29 – 41.

Tipp: Paedblog-Artikel:

Johann Amos Comenius – Ein bodenständiger Christ und Pädagoge: http://www.paedblog.de/2010/11/25/johann-amos-comenius-ein-bodenstandiger-christ-und-padagoge/

Aufgabe der Jugendsozialarbeit: Jugendlichen zur selbsterschaffenen Identität verhelfen

Schon der Psychoanalytiker Erik Homburger Erikson hat in den 1940ern die Jugendphase als spannungsgeladenes Feld gesehen, das die Bildung einer festen Identität zum Ziel hat. Im Ergebnis wird ein Jugendlicher kriminell oder passt sich gesellschaftlich an.  Ziel war in diesem Modell also stets die Bildung einer festen Identität.

Doch inzwischen gilt dieses Ziel aufgrund gesellschaftlicher Umbrüche (z. B. häufigere Arbeitslosigkeit, allgemeiner Zerfall einst gesellschaftlich bindender Normen und Werte, damit zusammenhängend:  Zwang zur Wahl in den unterschiedlichsten Bereichen, z. B. Berufswahl etc.) als veraltet. Daher ist eine „flexible“ Persönlichkeitsentwicklung gefragt. Ziel der Jugendsozialarbeit muss es also sein, Jugendlichen zu helfen, eine Persönlichkeit entwickeln zu können, die flexibel genug ist, sich an gesellschaftliche Änderungen anpassen zu können.

Lesen Sie hier nach, was Anton Schlittmaier vor ca. einem Jahr auf  der Webseite Sozialnet veröffentlicht hat: http://www.socialnet.de/materialien/134.php

Quelle:

Anton Schlittmaier: Jugend im Wandel der Zeiten – alte und neue Probleme der Identität. Veröffentlicht am 30.01.2012 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/134.php, Datum des Zugriffs 12.01.2013.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

LibreOffice – Die demokratisch entwickelte Bürosoftware für jede(n)

Im Gegensatz zu den üblichen Textprogrammen wie z. B. Word gibt es mit LibreOffice eine quasi demokratisch entwickelte, frei erhältliche Software, die weder das Nutzer-verhalten ausspioniert noch auf Gewinn aus ist. LibreOffice gehört zu den Internet-Projekten, die von vielen, unterschiedlichen Menschen ehrenamtlich entwickelt wurde und wird, weswegen ich hier gerne auf die Webseite verweise: http://de.libreoffice.org/home/

LibreOffice beschreibt sich selbst wie folgt:

„LibreOffice ist Freie Open Source Software. Sie ist daher frei zum Herunterladen, frei im Gebrauch und frei in der Verbreitung. Frei meinen wir hier im Sinne von Freiheit.“

Der Vorteil: Es handelt sich hier um eine gute Sache, die zunächst einmal kostenlos ist. Zudem können Sie mit dieser Software alle gängigen Textdokumente bearbeiten und problemlos Dateien ins Pdf-Format abspeichern. Sollten Sie nicht über LibreOffice verfügen, können Sie es sich hier downloaden und installieren: http://de.libreoffice.org/download/installation/

Warum diese Software gerade für den Einsatz an Schulen sehr gut geeignet ist, und weshalb man nicht länger mehr auf das bisherige OpfenOffice setzen sollte, erfahren Sie hier: http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/text/open_libre/

LibreOffice bietet den Schulen Arbeitsblätter und Unterrrichtsmaterialien an: http://de.libreoffice.org/anwender/bildung/schulmaterial/

Auch der Einsatz von LibreOffice an den Volkshochschulen wird hier beschrieben: http://de.libreoffice.org/anwender/bildung/schulmaterial-2/

Dass man auf Grundlage von LibreOffice auch noch den Europäischen Computerführerschein ECDL erwerben kann und LibreOffice und Bildung generell gut zusammenpassen, können Sie u. a. hier nachlesen: http://de.libreoffice.org/anwender/bildung/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Link-Tipps im Naturpaedblog zur Friedenspädagogik & Planet Wissen: Wissenswertes über Weihnachten

Eine umfangreiche Link-Liste zur Friedenspädagogik, Gewaltprävention und zum Begriff der Partizipation finden Sie in meinem Artikel im Naturpaedblog: http://www.natur.paedblog.de/2012/12/28/links-zur-friedenspaedagogik-gewaltpraevention-zum-begriff-der-partizipation/

Ansonsten gibt es hier noch einen Wissens-Link für diejenigen, die sich für die geschichtlichen Hintergründe der weihnachtlichen Feiertage und Bräuche  interessieren.  Kurz und anschaulich beschrieben auf der Webseite Planet Wissen: http://www.planet-wissen.de/kultur_medien/brauchtum/weihnachtsbraeuche/index.jsp

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Livenet.ch – Bibelstudium

Die Schweizer Webseite Livenet.ch bietet u. a. eine Rubrik „Bibelstudium“ an:

http://www.livenet.ch/information/bibel/bibelstudium/

Nicht nur etwas für Schweizer Christinnen und Christen interessant.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Der Minnesang Teil der ritterlichen Erziehung

Einen interessanten Überblick über die historische Entwicklung des Minnesangs erhalten Sie auf einer Webseite für Freundinnen und Freunde des Mittelalters:

http://www.mittelaltermusik.de/minnesang.html

Dort erfahren Sie u. a., dass in der Frühphase (1150 – 1170 n. Chr.) des Minnesangs Themen wie „Werbung, Sehnsucht, Scheiden, Fremdsein und Verzicht“ eine zentrale Rolle spielten. Mit der Zeit veränderte sich jedoch der Begriff der Minne, bis er schließlich durch den Liebesbegriff abgelöst wurde.

Aber, um beim Minne-Terminus zu bleiben, hierbei wurden drei Ebenen unterschieden: Zum einen gab es die sogenannte hohe Minne, die – sehr umstritten – ebene Minne und schließlich die niedere Minne.

Mit der hohen Minne wird im Gesang der Umstand beschrieben, dass der männliche Werbenden um eine adlige, unnahbare Frau wirbt, die ihn jedoch ignoriert. Jedoch steht sie hier für das Tugendhafte und Vernünftige.  Daher wirbt dieser Mann, der gesellschaftlich unter der Frau steht, immer wieder um diese tugendhafte und doch für ihn unerreichbare Frau und wird dadurch in seiner gesellschaftlichen Position im Kontext der feudalen Gesellschaft nur bestärkt. Der Mann darf sich sicher sein, allein, dass er sie besingen, ehren und ihr huldvoll dienen darf, auf besondere Weise geehrt und moralisch vervollkommnet zu werden.

Die niedere Minne bezeichnet hier jedoch eher Gegenteiliges. So wird hier der Umstand beschrieben, dass ein Mann – z. B. ein Ritter –  eine im gesellschaftlichen Stand niedriger stehende Frau, beispielsweise eine Magd, begehrt und eine sexuelle Beziehung zu ihr hat. Hier ist nichts mehr von einem Streben nach einer tugendhaften und unnahbaren Frau, die möglicherweise der Adelsschicht gehört, zu spüren. Ganz im Gegenteil, scheint hier der Mann ein einfaches Spiel zu haben, da er die Frau quasi wie Wild „erbeuten“ kann. Hier ist nichts Edles, nichts Vernünftiges, sondern nur noch Banales zu sehen.

In der ebenen Minne besingt der Minnesänger eine Situation, in der die nicht-höfische Frau höfische Eigenschaften aufweist und sich tugendhaft verhält, indem sie „treu“, „beständig“ und eine „innere Güte“ besitzt. Beide sind auch hinsichtlich einer sexuellen Beziehung zueinander gleichberechtigt. Daher wird dieser Begriff der ebenen Minne zum Teil abgelehnt, da dies nicht der mittelalterlichen Lebenswirklichkeit entsprach. Denn die Gesellschaft des Mittelalters war durch und durch hierarchisch strukturiert. Daher konnte es kein gleichberechtiges Neben- oder Miteinander geben.

Jedoch besteht Zweifel, ob auch die hohe Minne eine Beschreibung der mittelalterlichen Lebenswelt entspricht, da auch hier davon auszugehen ist, dass es sich hierbei um eine literarische Spielerei handelte.

Zur Vertiefung des Minnebegriffs können Sie auch gerne in der Wikipedia nachschauen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Minne

http://de.wikipedia.org/wiki/Hohe_Minne

http://de.wikipedia.org/wiki/Niedere_Minne#Wortgeschichte

http://de.wikipedia.org/wiki/Ebene_Minne

Die erzieherische Bedeutung des Minnesangs im Mittelalter beschreibt die Webseite http://www.pohlw.de/literatur/epochen/ma.htm#Minnesang wie folgt ganz treffend damit, dass die Minnedichtung und der Minnedienst Teil des ritterlichen Tugend- und Erziehungssystems darstellte.

Ein zentrales Element des Ritterideals bestand im Verzicht bzw. in der Selbstüberwindung. Eine Kriegerkaste sollte sich enthalten, um für einen Kampf gewappnet zu sein.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Blick in die Gesangspädagogik. In einem informativen Wikipedia-Artikel finden Sie eine kurze Einführung in die Gesangspädagogik und mit dieser knappen Darstellung können Sie die historische Entwicklung des Minnesangs insgesamt besser nachvollziehen: http://de.wikipedia.org/wiki/Gesangsp%C3%A4dagogik.

Wenn Sie sozialpädagogische Gruppenarbeit oder Geschichtsunterricht zum  Minnesang durchführen, können Sie zudem auf der nächstgenannten Webseite Unterrichtsmaterialien und Arbeitsbögen downloaden: http://www.4teachers.de/?action=show&id=5959

Zudem erhalten Sie hier eine gute Zusammenfassung, die die Erziehung und  Unterricht im ausgehenden Mittelalters kurz beschreibt: www.unet.univie.ac.at/~a0501290/Erziehung_und_Unterricht_am_Ausgang_des_Mittelalters.doc

Finden Sie zudem im Fachportal Pädagogik FIS (= Fachinformationssystem Bildung)  pädagogische Literatur zum Stichwort „Minnesang“: http://www.fachportal-paedagogik.de/fis_bildung/fis_list.html?feldname1=Schlagw%F6rter&feldinhalt1=Minnesang&ckd=yes&mtz=200

Der Minnesang war also ein wesentlicher Bestandteil der ritterlichen Erziehung. Noch vor dieser Phase der ritterlichen Erziehung gab es die klerikale, geistliche Erziehung im Frühmittelalter. Nach der ritterlichen Erziehung im Hochmittelalter folgte die bürgerlich-geprägte Erziehung im Spätmittelalter, woraufhin schließlich der Humanismus, die Renaissance bzw. das Zeitalter der Reformation anknüpfte und damit den Weg der Aufklärung bereitete.

Bevor man das sehr spezielle Thema des Minnesangs in der Schule oder im Geschichtskurs vermitteln will, sollte man also stets den Gesamtzusammenhang verdeutlichen, indem man z. B. in groben Zügen die einzelnen Phasen des Mittelalters skizziert und darüber hinaus auch die Zeiträume in etwa angibt. Denn viele Schüler wissen nicht, dass das gesamte Mittelalter ca. 1000 Jahre währte und von 500 n. Chr. bis ca. 1500 n. Chr. andauerte.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

EKD: Wissenswertes über den Advent

1. Advent

1. Advent

Die Evangelische Kirche in Deutschland beschreibt auf ihrer Webseite einige Fakten rund um den Advent. Oder wussten Sie, dass der erste Adventskranz mehr als 20 Kerzen hatte (vgl. http://www.ekd.de/aktuell/85545.html)?

Lernen Sie hier den Advent neu kennen:

http://www.ekd.de/advent_dezember/brauchbar/advent.html

bzw.

http://www.ekd.de/advent_dezember/startseite.html

Weiterer Link-Tipp zum Advent:

Hintergründe zum beliebten Lied „Macht hoch die Tür…“

http://www.ekd.de/advent_dezember/musik/macht_hoch_die_tuer.html

Weitere Informationen über Lieder zum Advent können Sie hier nachlesen: http://www.ekd.de/advent_dezember/lieder.html

Ihnen eine besinnliche Adventszeit!

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Kulturelle Bildung: Jugend benötigt Mobilitätshilfen

Eine Meinerzhagener Fachtagung  „Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen“ zeigte auf, dass ländliche Regionen verstärkt unter dem demographischen Wandel leiden. Während die einheimische Bevölkerung älter wird, immer weniger Nachwuchs da ist, zieht es die Jugend in die Großstädte. Um dem Trend entgegenzutreten, gibt es jedoch auch gute Handlungsmöglichkeiten. Wichtig ist es, Grundschüler bereits mit dem regionalen Kulturangebot vertraut zu machen. Kulturelle Einrichtungen sollten daher den Weg in die (Grund-) Schule beschreiten. Später wird es dann darauf ankommen, den Jugendlichen „Mobilitätshilfen“ zur Verfügung zu stellen, um diese unkompliziert vom Zuhause abzuholen und zur Kulturveranstaltung zu bringen bzw. wieder nach Hause zu fahren.  Denkbar wäre beispielsweise eine Art „Shuttle-Service“.

Zusammenfassend kann festgehalten werden:

1. Ziel sollte sein, bereits Kinder mit dem regionalen Kulturangebot vertraut zu machen. Somit wird eine kulturelle Identität geschaffen, Kinder fühlen sich „kulturell zuhause“.

2. Da Jugendliche noch nicht über einen Auto-Führerschein verfügen und auf dem Land der öffentliche Nahverkehr häufig nur sehr wenige Möglichkeiten bietet, von A nach B zu kommen, sollten die kulturellen Einrichtungen selbst dafür sorgen, dass die jugendlichen Besucherinnen und Besucher problemlos zu kulturellen Veranstaltungen kommen und wieder nach Hause gebracht werden können.

Quelle:

http://www.come-on.de/nachrichten/maerkischer-kreis/meinerzhagen/kinder-kultur-geht-das-2312601.html

Diese Erkennntis kann auch in anderen Regionen helfen, dass Jugendliche vor Ort an kultureller Bildung partizipieren können.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Antworten zu Erziehungsfragen

…finden Sie im bekannten Familienhandbuch, das das Staatsinstitut für Frühpädagogik in der entsprechenden Rubrik https://www.familienhandbuch.de/category/erziehungsfragen veröffentlicht. Weitere Themen rund um Familie, Bildung, Erziehung und Pädagogik werden ebenfalls dort behandelt: https://www.familienhandbuch.de

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Pädagogisches Portal

Ein pädagogisches Portal http://www.paedagogik-klick.de bietet für Studierende, für PädagogInnen etc. die Möglichkeit, sich online auszutauschen. Dieses Onlinepräsenz versteht sich als Fachportal:

„Paedagogik-Klick ist ein Fachportal für ErzieherInnen, KinderpflegerInnen, Pädagogen/-innen, LehrerInnen, Studierende (Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Pädagogik, ..), Tagespflegepersonen, Eltern und alle pädagogisch Interessierte.“

Quelle: http://www.paedagogik-klick.de/forum/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Mauswiesel empfiehlt Kindern und Jugendlichen ausgesuchte Bildungswebseiten

Hessen bietet mit einer Bildungs-Webseite ausgesuchte Links an, die auf Webseiten führen, die die Themen „Wissen“, „Mathematik“, „Deutsch“, „Englisch“, „Kunst / Musik“, „Logik / Spiele“  abdecken:

http://mauswiesel.bildung.hessen.de/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

52-seitige Pdf-Datei zum Download: Juleica-Baustein Rechtsextremismus. Für Demokratie, Vielfalt und Zivilcourage

Der Hessische Jugendring ist Herausgeber einer Arbeitshilfe mit dem folgenden Titel: Juleica-Baustein Rechtsextremismus. Für Demokratie, Vielfalt und Zivilcourage.

Diese demokratiepädagogische Schrift können Sie sich hier kostenlos downloaden:

http://www.hessischer-jugendring.de/fileadmin/user_upload/pdf/Arbeitshilfen/arbeitshilfe_juleica_Rechtsextremismus_09.pdf

Zusätzlicher Linktipp: http://www.juleica.de/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Der konstruktive Umgang mit Kritik und mit Konflikten und gewaltfreie, wertschätzende Kommunikation

Eckhard Syltemeier hat eine hilfreiche Pdf-Datei veröffentlicht, die in Form einer Checkliste zusammenfasst, wie eine gewaltfreie und konstruktive Kommunikation klappen kann. Ideal für Pädagogen und Lehrer für die Gruppenarbeit oder für den Unterricht zum kostenlosen Download:

http://www.eckhard-sueltemeyer.de/downloads/konfliktmanagement.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Bloggende Lehrerinnen und Lehrer

…gibt es offenbar mehr, als gedacht: http://www.weiterbildungsblog.de/2012/01/27/bloggende-lehrer-im-netz-der-padagogen/

Aber nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch andere Berufsgruppen und Gruppierungen bloggen inzwischen und verraten zum Teil ziemlich viel aus ihrem (Berufs-) Alltag!

Hier eine kleine Liste von verschiedenen Bloggerinnen und Bloggern. Scheinbar gibt es inzwischen eine stetig größer werdende Blogosphäre:

-bloggende Apotheker/-innen: http://de.paperblog.com/bloggende-apotheker-180495/

-bloggende (Finanz-) Berater/-innen: http://www.dasinvestment.com/berater/news/datum////bloggende-berater-finanzvertriebe-im-tagebuchfieber/?tx_comments_pi1[page]=2&cHash=6254431c31

-bloggende Clowns: http://clownbooks.blogspot.de/

-bloggende Dichter: http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1112337/

-bloggende Eltern: http://www.mama-arbeitet.de/bloggen/bloggende-eltern-auf-facebook-neue-gruppe

-bloggende Friseure / Friseurinnen: http://populaer.blogspot.de/2010/02/blockhutten-und-bloggende-friseure.html

-bloggende Gebäudereiniger: http://www.gebaeudereinigung24.com/

– bloggende „Hunde“ (-halter/-innen): http://de.over-blog.com/com-1137510842/65-Bloggende_Hunde.html

-bloggende Immobilienmakler: http://www.immobilienportale.com/

-bloggende Journalisten: http://www.usedomspotter.de/allgemein/wenn-bloggende-journalisten-auf-usedom-urlaub-machen/

-bloggende Kachelofenbauer/-bauerin: http://blog.kaminofen-partner.de/

-bloggende Landwirtinnen und -wirte: http://www.landwirt.com/Steigern-Sie-Ihre-Bekanntheit-mit-einem-Blog-auf-landwirtcom,,4277,,Bericht.html

-bloggende Maler und Lackierer: http://www.malerbetriebblog.de/

-bloggende Näherin: http://happyneedle.de/

-bloggende Offiziere: http://www.juergenhardt.de/presse/detailansicht/browse/3/article/ehemaliger-praktikant-startet-sicherheitspolitischen-blog/?tx_ttnews[backPid]=213&cHash=1b123ea453

– bloggende Polizistinnen /-en: http://wissen.dradio.de/literatur-bloggende-polizisten.85.de.html?dram:article_id=15056 und http://www.polizei-poeten.de/

Quartettblogger: http://quartettblog.wordpress.com/

-bloggende Religionswissenschaftler: http://www.tuxbrink.de/om-sein/2008/04/26/bloggende-religionswissenschaftler-eine-noch-seltene-spezies/

-bloggende Stars: http://www.rp-online.de/digitales/internet/stars-geben-persoenliche-einblicke-1.2185932

-bloggende Tankwarte: http://www.tankwartblog.de/

-bloggende Uhrenmacher: http://www.uhren-park.de/blog/

-bloggende Verkäuferin: http://verkaeuferblog.de/

-bloggende Wissenschaftler/-innen: http://www.wissenschafts-cafe.net/

-bloggende Xylophon-Liebhaberin: http://xylophon.info/

-bloggende Yogalehrer: http://yoga.blog-service.de/

-bloggende Zeitungszusteller /-innen: http://zeitungszusteller.blogspot.de/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Internationale Wochen gegen Rassismus

Auf der Webseite http://www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de können sich Eltern, Jugendliche, Lehrer, Sozialarbeiter und Interessierte über die verschiedenen Projekte und Aktionen gegen Rassismus informieren: http://www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de/veranstaltungen/ .

Die letzten Wochen gegen Rassismus endeten am bereits 25.03., doch es werden stetig neue Spender/-innen gesucht, damit das Ganze im nächsten Jahr weiterlaufen kann. Zahlreiche Sponsoren unterstützen diese internationale Wochen: http://www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de/unterstuetzung/unterstuetzer/

Für die sozialpädagogische Gruppenarbeit oder für den Unterricht können Sie sich Materialien downloaden oder auch bestellen: http://www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de/materialien/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

5 Thesen zum Jugendschutz

5 lesenswerte Thesen zum Jugendschutz, der häufig sehr emotional diskutiert wird, wurden im folgenden Weblog veröffentlicht:

http://freiheitsworte.de/2011/02/15/5-thesen-zum-jugendschutz-im-netz

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Education Resources Information Center (ERIC)

Erziehungswissenschaftler und Pädagogen können mithilfe dieser amerikanischen Datenbank Education Resources Information Center (ERIC) pädagogisch relevante Artikel und Werke recherchieren.  Die  Webseite der Freien Universität Berlin beschreibt diese Datenbank unter  http://web.fu-berlin.de/ewifis/datenbanken.htm wie folgt:

Die Datenbank ist die Grundlage für die gedruckten Dienste CIJE und RIE Fachbibliographien. Sie enthält Literaturhinweise aus mehr als 700 vorwiegend amerikanischen pädagogischen Fachzeitschriften und Nachweise von Forschungsreports ab 1966 bis heute.

Hier geht es zur ERIC-Datenbank: http://www.eric.ed.gov

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Der mündige Organ- und Gewebespender

…sollte genau wissen, worauf er oder sie sich einlässt. Neben den Organen kann man auch sein Körpergewebe wie Herzklappen, Augenhornhaut, Knochen, Sehnen etc. spenden. Als Spender möchte man auf diese Weise nach dem eigenen Ableben anderen Patienten gerne etwas Gutes tun und nicht den Profit von Firmen vergrößern.

Doch wie auch der Stern feststellt, stimmen viele willige Spender der Gewebeentnahme zu, ohne die Folgen zu erahnen:

„Von der Organspende hat jeder schon gehört. Von der Gewebespende nicht. Falls Sie allerdings die vorgedruckte Standardeinwilligung (…) angekreuzt haben, stimmen Sie ihr dennoch zu. Und damit der kleinteiligen Zerlegung Ihres Körpers, über die nicht gern gesprochen wird.“

Quelle: http://www.stern.de/gesundheit/gewebespende-lukrativer-leichenhandel-642530.html

Dass gar weltweit der Handel mit Körpergewebe offenbar floriert, und man durch eine Gewebespende den Gewinn mancher (auch deutscher) Firmen maximiert, ist einem nicht immer bewusst. So profitiert anscheinend u. a. eine deutsche Firma von der Aufarbeitung von Leichenteilen: http://www.zeit.de/2007/08/Leichenteile

…oder auch: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayern-firma-aus-bayern:-ekel-geschaefte-mit-leichenteilen.3120aa64-d2d9-4b56-8d99-90ff5bd43eb1.html

bzw. http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/illegaler-handel-mit-leichenteilen/761704.html.

Auch als Patient  möchte man schließlich wissen, ob man z. B. bei einer Operation irgendwelche Leichenteile eingepflanzt bekommt: http://www.zeit.de/kultur/film/2011-12/film-koerpergewebe-handel

Es fehlt offenkundig an Transparenz, wie man hier in einem Fall  nachlesen kann: http://www.abendblatt.de/hamburg/article1437952/Buergerschaft-fordert-Transparenz-bei-Gewebehandel.html

Jedenfalls scheint sich – so auch der Westdeutsche Rundfunk – der Markt an osteuropäischen Leichen zu bedienen, damit in Deutschland verdient werden kann: http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2011/1205/ausgeschlachtet.jsp

Da hat man als aufgeklärter Bürger Zweifel, ob wirklich alles mit rechten Dingen zugeht, wie hier für potenzielle Spender beschrieben wird: http://www.organspende-info.de/information/spende-und-transplantation/gewebespende/

Zudem sollte sich ein Spender mit dem problematischen Begriff  des Hirntodes auseinandergesetzt haben. Denn hirntot bedeutet keinesfalls, dass  der Mensch an sich tot ist. In mindestens 10 Fällen haben „tote Frauen“ Kinder geboren, so führt Sabine Müller  in einem TAZ-Artikel u. a. aus, um zu belegen, wie lebendig die scheinbar Toten noch sind: http://www.taz.de/!60829/.

Ein aufklärendes Video veranschaulicht, wie aktiv Hirntote noch sein können, wie sie sich bewegen und reagieren: http://www.untot.info/210-0-WIE-TOT-IST-HIRNTOT.html

Ein starker Kritiker ist auch der Stuttgarter Kardiologe Paolo Bavastro, der u. a. vorwirft:

„Ich kann aber nicht einen sterbenden Menschen für tot erklären, und ihn noch dazu im Unklaren lassen, in welcher Situation er sich vielleicht dann befinden könnte, nur, um zu mehr Organen zu kommen. Das ist eine zynische Argumentationskette. Die ist ethisch unhaltbar!“

Quelle: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1504110/

So fragt auch die Süddeutsche Zeitung in einem kürzlich (03.03.2012) erschienenen Artikel: „Wie tot sind Hirntote?“ (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/todeszeitpunkt-und-organspende-wie-tot-sind-hirntote-1.1299076)

Wer eine Übersicht haben will, woran man mit Gewissheit den Tod an Menschen feststellt, kann sich diesen zu Lehrzwecken verfasste Pdf-Datei (mit zahlreichen Erklärungen und Abbildungen versehen) anschauen und downloaden: http://gletschertraum.de/Lehrmaterialien/13_Todesermittlungen.pdf

Um sich kritisch über den Hirntod-Konzept zu informieren, empfiehlt es sich auch, die folgende Webseite zu kennen: http://www.initiative-kao.de/kao-themen-hirntod-fakten.html

Weitere Texte, die sich thematisch um Organspende, Hirntod, aber auch um weitere Themen (Stammzellentherapien, Reproduktionsmedizin etc.) bewegen, können im Forum-Grenzfragen (Bioethik) nachgelesen werden: http://www.forum-grenzfragen.de/aktuelles/presse/bioethik.php

Schulmaterialien und kritische Info-Materialien zu dieser Thematik bietet u. a. der Augsburger Verein „Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.“ an: http://www.alfa-ev.de/fileadmin/user_upload/material/materialliste_18.pdf  …oder auch der Bremer Verein „Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e.V. “ : http://www.initiative-kao.de/kao-materialien.html an.

Schließlich empfehle ich u. a. die Webseite http://www.transplantation-information.de/ zu studieren, auf der sich – passend zur Thematik – Positionen von Befürwortern als auch die Standpunkte ihrer Gegner wiederfinden (u. a. Videos, zahlreiche Materialien, Links  etc.).

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Vom Kanon der Weltliteratur zum Bildungskanon

Welche Bücher sollte man gelesen haben? Welche Bücher sind kulturell so bedeutsam, dass es sich lohnt, in der raren Freizeit sie zu lesen? Müssen es diese Werke sein, die im vorherigen Paedblogeintrag (vgl. http://www.paedblog.de/2011/11/26/klassiker-der-weltliteratur/) zitiert wurden?

Die Meinungen darüber gehen freilich auseinander. Während die einen oft eine Beliebigkeit bei der Auswahl der empfohlenen Titel kritisieren, verweisen die anderen darauf, dass eine solche Auswahl an Werken nicht als absolut gültig zu betrachten sei, dass es hierbei lediglich um eine grobe Orientierungshilfe ginge, Texte (schneller) zu finden, „die die im Laufe der Jahrhunderte eine herausragende literaturhistorische Bedeutung gewonnen haben, sei es, daß sie paradigmatisch für eine bestimmte literarische Epoche stehen, sei es, daß sie ganze literarische Traditionen begründet haben.“ (Zitiert aus: http://www.ruhr-uni-bochum.de/komparatistik/studium/paradigmen.html)
Die Zeit listet z. B. 50 Titel auf, die Schüler/-innen gelesen haben sollten (Siehe:  http://www.zeit.de/2002/42/200242_sbib_liste_xml). Auf einer weiteren ZEIT-Seite werden Ihnen (per Video) Werke vorgelesen, hören Sie mal rein: http://www.zeit.de/video/index.

Auf der bereits oben genannten Webseite des Bochumer Lehrstuhls für Komparatistik werden dagegen umfassendere Werke aufgelistet:
„Teil I der Auflistung beginnt in der Antike mit der Bibel, mit klassischen Autoren wie Homer und Hesiod und endet an der Schwelle zum 20. Jahrhundert bei Autoren wie Anton Tschechow, Henrik Ibsen und Gerhart Hauptmann.
Der zweite Teil ist eine Leseliste zur Literatur des 20. Jahrhunderts mit ausgewählten Werken von 1902 bis 1991.“

Quelle: http://www.ruhr-uni-bochum.de/komparatistik/studium/paradigmen.html

In dem folgenden Weblog wird eine ZDF-Umfrage genutzt, um sich durch den Bücherdschungel zu kämpfen: http://buchjunkie.wordpress.com/2010/07/29/100-bucher-die-man-angeblich-gelesen-haben-sollte/
Auch hier zeigen die Kommentare, dass die Ansichten darüber sehr konträr sind.

Dieter Wunderlichs Liste ist da eine Alternative: http://www.dieterwunderlich.de/top_100_buchtipps.htm Jedoch zeigt das dortige (zitierte Spiegel-) Zitat eines Marcel Reich-Ranicki, dass selbst die Eingrenzung auf einen Kanon deutscher Literatur offenbar auf großen Widerstand stößt:

„Ein Kanon ist nicht etwa ein Gesetzbuch“, führte Marcel Reich-Ranicki aus, „sondern eine Liste empfehlenswerter, wichtiger, exemplarischer und, wenn es um die Schule geht, für den Unterricht besonders geeigneter Werke. Er löste damit eine heftige Diskussion aus. Das Argument, ein solcher Kanon sei überflüssig, nahm er bereits in dem „Spiegel“-Gespräch vorweg und meinte dazu: „Die Frage, ob wir einen solchen Katalog benötigen, ist mir unverständlich, denn der Verzicht auf einen Kanon würde den Rückfall in die Barbarei bedeuten.“
Quelle: http://www.dieterwunderlich.de/Reich_Ranicki_kanon.htm

Manch einer übersieht, dass selbst manche im Kanon der Weltliteratur aufgeführten Bücher selbst ein Ergebnis einer Kanonisierung sind. Die Bibel ist dafür ein gutes Beispiel. Die Deutsche Bibelgesellschaft erläutert in diesem Kontext die Kanonisierung der biblischen Schriften, doch lesen Sie selbst: http://www.die-bibel.de/wissen/entstehung-der-bibel/kanonbildung/

Der Begriff „Kanon“ stammt selbst aus dem Hebräischen und bedeutet soviel wie „Waagebalken“ oder auch „Maaßstaab“, so http://www.bildungsxperten.net/wissen/was-ist-der-bildungskanon/

Der Kanon sollte sicherstellen, dass besonders die Texte in Erinnerung gehalten werden, die für die hebräische Kultur förderlich sind.  Ein solcher Kanon hatte demnach u. a. die Funktion, die kulturelle Einheit eines Volkes zu erhalten und zu fördern.

Laut Wikipedia gab es bereits 1670 den ersten modernen Kanon der Weltliteratur“: http://de.wikipedia.org/wiki/Kanon_der_Literatur

All das  zeigt u. a., dass eine Kanonbildung nicht nur vom subjektiven Befinden abhängt, sondern auch von geschichtlichen, kulturellen Prozessen. Unter diesen Geschichtspunkten wird klar, dass die ebenfalls stattfindende Debatte um einen Bildungskanon ähnlich umstritten ist.

Lesen Sie hier einführend einen Wikipedia-Eintrag zum Bildungskanon: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungskanon

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge