Kategorie-Archiv: Hochschulen

Einführung in die Berufspädagogik

Im Berufepaedblog wird ein Leitfaden zur Berufspädagogik (Andreas Schelten, Pdf-Datei, 77 Seiten, TU München) benannt. Erfahren Sie hier mehr:

http://berufe.paedblog.de/2016/01/06/leitfaden-zur-vorlesung-einfuehrung-in-die-berufspaedagogik/

Gruß,

Silvio Ströver, Diplom-Pädagogik

Naturpädagogik: Umgang mit Wasser

In meinem Naturpaedblog finden Sie Links rund um das „Wasser-ABC“

http://www.natur.paedblog.de/2016/01/05/kopiervorlagen-zum-wasser-abc-fuer-grundschulkinder/

…nicht nur für Kinder, sondern gerade für Erwachsene:

http://www.natur.paedblog.de/2016/01/04/internetportal-fuer-wasser-und-abwasser/

Viele Grüße

Silvio Ströver, Dipl.-Päd.

Mediathek der Technischen Universität Dortmund

Auf der Seite der Technischen Universität Dortmund https://www.nrwision.de/programm/sendungen/themen/wissen.html können  Sie in der Mediathek des TV-Lernsenders für NRW verschiedene Beiträge der Wissens-Rubrik sehen.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche, interessante, weitere Beiträge (Lokales, Reiseberichte, „Städte von A-Z“, Talk, Interviews, Sport, Video-Charts…) im Programm:

https://www.nrwision.de/programm/sendungen.html

Gruß

Silvio Ströver, Dipl.-Päd.

LehrerInnengesundheit schützen

Auf der folgenden schweizer Webseite der Pädagogischen Hochschule  Luzern (Zentrum Gesundheitsförderung) erhalten Sie kostenlose Präsentationen und Anregungen, die sich um die Gesundheit(sförderung) von LehrerInnen drehen:

http://www.schulklima-instrumente.com/5-vernetzung-unterlagen/

Und hier finden Sie auf derselben Webseite weitere Erklärungen und Konzeptionen zur Gesundheitsförderung: http://www.schulklima-instrumente.com/praxishandbuch-gesunde-schule/

SchulsozialarbeiterInnen und (Dipl.) PädagogInnen sollten sich ebenfalls um diese Thematik bemühen, sofern sie z. B. in der Schulsozialarbeit eingesetzt sind und mit LehrerInnen zusammenarbeiten. Denn erfahrungsgemäß kommen sie in einem großen Lehrerkollegium immer wieder mit einzelnen LehrerInnen in Kontakt, die selbst mit psychischen Problemen zu kämpfen haben und einen Ansprechpartner suchen.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Mittelalterliche Bildung

Die mittelalterliche Bildung war im Wesentlichen eine nach Ständen geordnete Angelegenheit. Erziehung und Bildung im Mittelalter war 1000 Jahre lang Einübung in das stets Bekannte. Denn das, was an Wissen vermittelt werden konnte, war immer schon das, was die Alten gelehrt hatten. So lernten junge Menschen im Großen und Ganzen, den Traditionen zu folgen und diese an ihre Nachkommen weiterzugeben. Das mittelalterliche Denken drehte sich im Kreis, was sich u. a. dadurch zeigte, dass manche Lehrbücher hunderte Jahre,  die ars minor des Donatus sogar fast 1000 Jahre lang, unverändert genutzt wurden.

Die schriftliche Form der mittelalterlichen Bildung beruhte (tragischerweise) auf einem Übersetzungsfehler des Ausdrucks septem arte liberales, denn diese Form der Bildung sollte sich eigentlich nach den sieben freien Künsten (sieben freien Disziplinen) richten, und nicht, wie fälschlicherweise übersetzt, sich nach sieben Buchwissenschaften.

Bereits die Griechen hatten zwischen dem 8. und 2. Jahrhundert vor Christus mit ihren vorsokratischen Denkern und Gelehrten, danach mithilfe der Sophisten und anschließend mit Sokrates, Platon und Aristoteles das kulturelle Fundament für Europa gelegt. Die Griechen zeichneten sich im Vergleich zu anderen Völkern durch einen enormen Bildungshunger aus:  Dabei entwickelten sie die Idee, der Mensch müsse zunächst seinen Körper stählen. Des Weiteren betonten sie, dass das Empfinden und das Gemüt verfeinert werden müsse. Sokrates entwickelte diese traditionelle Paideia (= Bildung) weiter, indem er die Schulung des Denkens einforderte. Doch trotz der kulturellen Leistungen der Griechen, die das europäische Denken entscheidend prägten, verlor Griechenland im Laufe seiner Geschichte an politischen Einfluss. Die Griechen lebten nicht in einem gemeinsamen Staat, sondern in einem Staatsverband: Mehrere griechische Stadtstaaten (= Polis) existierten nebeneinander, wobei es mal mehr oder weniger ein Mit- oder Gegeneinander war.

Die griechischen Staaten konnten sich zwar erfolgreich gegen das Perserreich behaupten, jedoch bekämpften sie sich in unterschiedlichen Konstellationen untereinander. Im Kampf gegen das nächste Großreich, und zwar gegen den Makedonenkönig Alexander des Großen (Regierungsantritt: 336 v. Chr.), verloren die griechischen Stadtstaaten erneut an Macht, da Alexander die aufständischen  Polis unterwarf. Doch durch seinen Vorstoß bis nach Indien ermöglichte Alexander es, dass die griechische Kultur bis nach Indien reichte.  Nach dem Tod des Makedonenkönigs bildeten sich hellenistische Großreiche, die nicht viel von den ursprünglichen griechischen Stadtstaaten gemeinsam hatten, denn die unterschiedlichen hellenistischen Großreiche umfassten riesige Gebiete von Unteritalien bis nach Indien und vom Schwarzen Meer bis nach Ägypten, sie umschlossen sogar Teile des heutigen Afghanistans. Die neuen Herrscher waren vorerst die Generäle (= Diadochen) des verstorbenen Makedonenkönigs, die sich das Großreich Alexanders aufgeteilt hatten und nun begannen, sich untereinander zu bekämpfen. Nach insgesamt sechs Diadochenkriegen stabilisierte sich die politische Lage, drei hellenistische Großreiche existierten nebeneinander, bis die Römer nach und nach ab 200 v. Chr. begannen, in die hellenistische Welt einzudringen und militärisch die Oberhand zu gewinnen.

Die griechische Antike endete mit dem Erstarken der hellenistischen Großreiche, wenngleich in der Zeit des Hellenismus der orientalische Kulturkreis viel von den hellenistischen Traditionen übernahm und umgekehrt der Orient einen starken Einfluss auf die hellenistische Kultur hatte.

Insgesamt überstand die hellinistische Kultur den politischen Zusammenbruch der hellenistischen Großreiche, sodass das antike Erbe der Griechen schließlich im Römischen Reich  und später nach der Teilung des Römischen Reichs (395 n. Christus) auch im Byzantinischen Reich (= oströmischer Teil) fortlebte. Teile Griechenlands wurden 146 v. Christus zur römischen Provinz. Erst 1830 wurde Griechenland wieder ein selbständiger Staat.

Ungeachtet dessen lebte die Kultur Griechenlands wie oben bereits erwähnt weiter.  Selbst, als die Araber die oströmischen Provinzen (Byzanz) 636 n. Chr. unterwarfen, übernahmen sie Teile der  hellenistischen Kultur. So gelangten hellenistische Traditionen über Umwege durch die Araber nach Sizilien und dann nach Spanien wieder ins Abendland. Nachdem nun im 5. Jahrhundert n. Chr. Hunnen und Germanen ins Römische Reich einfielen, und weitere Stämme Italien und die Stadt Rom plünderten, kam es allmählich zum Zerfall des römischen Weltreiches, das  380 n. Chr.  unter Konstantinopel das Christentum zur Staatsreligion erklärt hatte.

Das Christentum breitete sich daher in Europa durch Missionierung stark aus, wobei besonders im Byzantinischen Reich  griechische Traditionen wesentlich die nächsten Jahrhunderte prägte.  Das Byzantinische Reich wurde beschrieben als eine Mischung aus römischem Statswesen, aus kulturellen Einflüssen Griechenlands und aus dem Christentum. Die Byzantiner sahen sich selbst als Nachfolger des Römischen Reiches, jedoch war byzantinisches Denken und auch die Sprache griechisch. Nachdem das Byzantinische Reich nach dem Fall Konstantinopels 1453 zusammenbrach, brachten viele Flüchtlinge ihr Wissen und Einflüsse der griechischen Kultur in west- und osteuropäische Städte.

Da sich der christliche Kaiser Nikephoros (= Basileus) aus Byzanz als auch der fränkische König Karl der Große als Nachfolger des römischen Kaisers sahen, gab es zwischen beiden diplomatische Auseinandersetzungen, als Karl der Große sich am 25. 12.800 in Rom zum Kaiser krönen ließ.   Doch nachdem Nikephoros einige Jahre später fiel, kam es dazu, dass der Schwiegersohn den Kaisertitel Karls des Großens anerkannte, da er in ihm einen Verbündeten sah. Karl der Große begann in den nächsten Jahren mit der Neuordnung seines großen Frankenreiches. So wollte er u. a. die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das riesige Gebiet besser verwaltet werden konnte. Daher stand zunächst eine Bildungsreform am Anfang dieser Neugestaltung an.

Äbte und Bischöfe gründeten in seinem Auftrag Schulen und Gelehrte aus ganze Europa wurden am Hofe zusammgengezogen, damit diese mit neuen Positionen ausgestattet wurden.  Karl I. schaffte einen neuen Dienstadel an und übertrug ihnen und den Hofgeistlichen wichtige Verwaltungsaufgaben.  Hieraus zeigt sich, dass schriftliche Bildung nur für Kleriker und Gelehrte vorgesehen war.  Kirchliche Einrichtungen bildeten im Mittelalter die Klöster-, Dom- und Stiftsschulen. Wie eingangs beschrieben, galt es im Mittelalter, sich nach den sieben Buchwissenschaften auszurichten, anstatt sich auf die sieben freien Künste zu beziehen, wie es ursprünglich von den Griechen gedacht war. Denn diese freien Künste sollten sich von den unfreien Künsten abheben, die sich lediglich auf die Sicherung der Existenz bezogen.  In der Antike mussten die Sklaven die Existenz der freien Bürger durch harte, körperliche Arbeit bestreiten. Nur, wer nicht gezwungen war, dem Broterwerb nachzugehen, der war wirklich frei, die sieben (eben freien) Künste auszuüben. Diese bestanden aus den sprachlich und logisch-argumentativ und aus den mathematisch ausgerichteten Fächern.  Im Mittelalter meinte man, aufgrund der falschen Übersetzung in die sieben Buchwissenschaften, dass sich das gesamte Bildungsgeschehen aus der Bibel ableiten ließe, obwohl eigentlich antike bzw. heidnische Ursprünge hinter dieser Art von Bildungskonzept steckten. Zudem kam es auch noch zu einer Verschiebung zugunsten der sprachlichen Fächer. Ca. 80 % des gesamten Bildungsgangs bestand aus der Vermittlung von Grammatik, Rhetorik und Dialektik und 20 % aus den vier mathematischen Disziplinen Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie.  Entscheidend war, dass die Abfolge dieser „Module“ nacheinander zu erlernen war. Das Lernen basierte hier auf einem abgeschlossenem System, das starr und unbeweglich war.  Dabei galt es, als Schüler die lateinische Sprache sehr gut zu erlernen, die keine Fremdsprache, sondern Weltsprache und zudem  fester Bestandteil des religiösen Alltags war. Und da alle weiterführenden Disziplinen nur auf Lateinisch unterrichtet wurden, erklärte sich, dass die lateinische Grammatik erst vollständig abgeschlossen werden musste, bevor das nächste Bildungs“modul“ an die Reihe kommen konnte. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts wurde dieses Bildungskonzept folgerichtig weiter entwickelt: Nachdem die ersten Universitäten gegründet wurden, stand fest, dass die Studierenden zuerst eine Durchgangsfakultät (= Artistenfakultät) durchlaufen mussten, bevor sie danach ein theologisches, juristisches oder medizinisches Studium absolvieren durften.

Für den weltlichen Stand der Ritter, die das Lesen und Schreiben größtenteils nicht wertschätzten, war die Bildung eine nicht-schriftliche Angelegenheit: Im Gegensatz zu den administrativen Aufgaben, die der Klerus zu erfüllen hatte, standen bei den Rittern eher körperliche Ertüchtigungen und die Herausbildung einer musisch-ästhetischen Geschmacksbildung im Vordergrund. Dabei sollten bestimmte, ritterliche Tugenden, religiös umrahmt, eine zentrale Rolle bei der standesgemäßen Bildung spielen. Auch hier galt das Prinzip der sieben Fächer, die das Reiten, Schwimmen, den Pfeilschuss, das Fechten, Jagen, das Schachspiel, die Verskunst und zum Teil noch weitere „Künste“ vorsahen.

Im Handwerk galt ebenfalls die nicht-schriftliche Bildung. Nicht der Konkurrenzkampf untereinander, sondern die Zusammengehörigkeit zur Zunft bestimmte das Verhalten der Handwerker untereinander. Die Vermittlung von technischen Inhalten kann als Nachahmung von bereits bestehenden Techniken beschrieben werden.

Kaufleute nahmen eine im Vergleich zu den Handwerkern etwas abgehobene Stellung ein. Jedoch galt auch hier das Demonstrieren, Vorzeigen, das Vormachen und die übende Nachahmung als wesentliche Methode, um den Nachwuchs auf das kaufmännische Leben vorzubereiten. Jedoch kamen die Kaufleute durch ihre Reisen immer mehr dahin, die Schrift zu erlernen. So entstanden aus den ersten kaufmännischen Schulen, die zunächst noch zugleich kirchliche Schulen in lateinischer Sprache waren, die ersten deutschen und zugleich privaten Schreib-, Lese- und Rechenschulen.

Schließlich blieb für die Mehrheit der Landbevölkerung im Mittelalter nur noch eine Form der Bildung übrig:  Die meisten Kinder wuchsen in den landwirtschaftlichen Kleinbetrieb hinein und nahmen ohne die Möglichkeit zur Reflektion den Platz ein, der seit Geburt für sie feststand.

Silvio Ströver, Dipl.-Päd.

Benutzte Literatur:

Blankertz, Herwig: „Die Geschichte der Pädagogik. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart.“ Wetzlar:  Büchse der Pandora, 1992.

Friedrich März: Personengeschichte der Pädagogik. Bad Heilbrunn / Obb.: Verlag Julius Klinkhardt, 1998.

Theodor Thesing: Leitideen und Konzepte bedeutender Pädagogen. Freiburg im Breisgau: Lambertus Verlag, 1999.

Wikipedia-Artikel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Freie_K%C3%BCnste

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe

https://de.wikipedia.org/wiki/Hellenismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Diadochenkriege

https://de.wikipedia.org/wiki/Antikes_Griechenland

https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliges_R%C3%B6misches_Reich

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsteilung_von_395

https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantinische_Wende

https://de.wikipedia.org/wiki/Adel

Tipp: Weiterer Paedblog-Artikel zum Thema:

Der Minnesang Teil der ritterlichen Erziehung

http://www.paedblog.de/2012/12/04/der-minnesang-teil-der-ritterlichen-erziehung/

Mertens Konzept der Schlüsselkompetenzen

In meinem Berufepaedblog thematisiere ich Mertens Konzept über Schlüsselkompetenzen. Dieser verfasste 1974 einen Artikel und forderte, dass es in einer sich rasch ändernden Gesellschaft absolut entscheidend sei, über diese Kompetenzen zu verfügen, Fähigkeiten, die weder zu konkret noch zu allgemein beschrieben werden dürften: http://berufe.paedblog.de/2014/03/10/dieter-mertens-schluesselqualifikationen-und-bildung-1974/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Nachlese zur „Kevin-Studie“

Die berühmt-berüchtigte „Kevin-Studie“ zeigte auf, dass bestimmte Vornamen offenbar bereits ausreichen, um schulischen Misserfolg zu haben (siehe: http://eltern.t-online.de/vornamen-studie-schlechtere-schulnoten-fuer-kevin/id_42639538/index, http://www.sueddeutsche.de/leben/studie-kindernamen-und-vorurteile-schlaue-marie-dummer-kevin-1.40882, http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/ungerechte-grundschullehrer-auch-der-intelligente-kevin-ist-dumm-dran-a-649736.html oder auch: http://www.sueddeutsche.de/leben/studie-kindernamen-und-vorurteile-schlaue-marie-dummer-kevin-1.40882). Auch auf einer soziologischen Webseite werden zu diesem Thema einige Artikel dokumentiert: http://www.soziologie-etc.com/ps/namengebung.html.

Trotz des Umstands, dass der Name „Kevin“ offenbar doch nicht so gravierende Folgen für den schulischen Werdegang haben muss (siehe: http://eltern.t-online.de/vornamen-studie-schlechtere-schulnoten-fuer-kevin/id_42639538/index), wie zunächst angenommen, so ist offenbar erneut zur Kenntnis zu nehmen, dass es höchstens hier objektiven Zensuren gibt: http://www.fachportal-paedagogik.de/fis_bildung/suche/fis_set.html?FId=415023.

Soziologisch interessant ist übrigens auch, dass ostdeutsche Kinder bis zum Ende der DDR eher westliche bzw. amerikanische Namen wie „Mandy“ oder „Robby“ erhielten, während die westdeutschen Eltern skandinavische Namen wie „Jan“ oder „Sören“ für ihren Nachwuchs bevorzugten (siehe: http://www.n-tv.de/wissen/Kevin-ist-nicht-so-schlimm-article7612591.html).

Lesen Sie hier ein aktuelles Interview auf der Webseite der Süddeutschen Zeitung mit einem Lehrer, der berichtet, dass er eigentlich nur subjektiv benoten kann: http://www.sueddeutsche.de/bildung/zensuren-in-schulzeugnissen-noten-sind-ungerecht-und-subjektiv-1.1286734-2.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

 

Dissertation von Matthias Koch: „KINDER UND MODERNES SPIELZEUG. Die Medialisierung kindlicher Erfahrungen.“

Auf die folgende Dissertation möchte ich aufmerksam machen, da sie mit der Medialisierung kindlicher Erfahrung ein interessantes Thema beschreibt. Auch wird hier u. a. der Einfluss des dänischen Spielzeug-Herstellers LEGO  erläutert, der zuletzt von einer türkischen Kulturgemeinde in Österreich heftig kritisiert wurde:

Bergische Universität Wuppertal
Fachbereich Bildungswissenschaften
Promotionskolleg „Kinder und Kindheit im Spannungsfeldgesellschaftlicher Modernisierungen. Normative Muster und
Lebenslagen, sozialpädagogische und sozialpolitische Interventionen“

KINDER UND MODERNES SPIELZEUG
Die Medialisierung kindlicher Erfahrungen
Dissertation
von
MATTHIAS KOCH

Quelle & zugleich Download-Link zur Dissertation (in Form einer Pdf): http://elpub.bib.uni-wuppertal.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1130/dg0801.pdf

PI: Pädagogisch gute Gründe für Lernsoftware und Lernplattformen

Eltern und erziehendes Personal sollten auch medienpädagogische Kompetenzen der Kinder stärken. Das Münchener Pädagogische Institut hat eine Schrift (Stand Oktober 2011) mit dem folgenden Inhalt veröffentlicht:

„6. Lernsoftware und Lernplattformen
6.1 Medien bieten viel für Lernen und Spielen
6.2 Lern- und Spielprogramme mit pädagogischen Mehrwert
6.3 Der Bezug von Spiel- und Lernprogrammen
6.4 Spiel- und Lernangebote im Internet“

Quelle und Download-Link der Pdf-Datei: http://www.muc.kobis.de/fileadmin/muc_kobis_images/01medienpaedagogik/medienkompetenz_kitas/6_Lernsoftware.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

ZEIT: Texte, Videos und Links für den Unterricht

Die ZEIT bietet in ihrem Weblog nicht nur Karriere-Tipps, sondern auch reichlich Unterrichtsmaterialien für Schulen an: http://blog.zeit.de/schueler/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Aufgabe der Jugendsozialarbeit: Jugendlichen zur selbsterschaffenen Identität verhelfen

Schon der Psychoanalytiker Erik Homburger Erikson hat in den 1940ern die Jugendphase als spannungsgeladenes Feld gesehen, das die Bildung einer festen Identität zum Ziel hat. Im Ergebnis wird ein Jugendlicher kriminell oder passt sich gesellschaftlich an.  Ziel war in diesem Modell also stets die Bildung einer festen Identität.

Doch inzwischen gilt dieses Ziel aufgrund gesellschaftlicher Umbrüche (z. B. häufigere Arbeitslosigkeit, allgemeiner Zerfall einst gesellschaftlich bindender Normen und Werte, damit zusammenhängend:  Zwang zur Wahl in den unterschiedlichsten Bereichen, z. B. Berufswahl etc.) als veraltet. Daher ist eine „flexible“ Persönlichkeitsentwicklung gefragt. Ziel der Jugendsozialarbeit muss es also sein, Jugendlichen zu helfen, eine Persönlichkeit entwickeln zu können, die flexibel genug ist, sich an gesellschaftliche Änderungen anpassen zu können.

Lesen Sie hier nach, was Anton Schlittmaier vor ca. einem Jahr auf  der Webseite Sozialnet veröffentlicht hat: http://www.socialnet.de/materialien/134.php

Quelle:

Anton Schlittmaier: Jugend im Wandel der Zeiten – alte und neue Probleme der Identität. Veröffentlicht am 30.01.2012 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/134.php, Datum des Zugriffs 12.01.2013.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Wissenschaftsblogs

Forscher, Wissenschaftler und Studierende bloggen gerne und oft. Nutzen Sie die Möglichkeit,  interessante wissenschaftliche Weblogs kennenzulernen, die im Wissenschafts-Cafè („Die Wissenschaft der Blogosphäre“) beschrieben werden: http://www.wissenschafts-cafe.net/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

LibreOffice – Die demokratisch entwickelte Bürosoftware für jede(n)

Im Gegensatz zu den üblichen Textprogrammen wie z. B. Word gibt es mit LibreOffice eine quasi demokratisch entwickelte, frei erhältliche Software, die weder das Nutzer-verhalten ausspioniert noch auf Gewinn aus ist. LibreOffice gehört zu den Internet-Projekten, die von vielen, unterschiedlichen Menschen ehrenamtlich entwickelt wurde und wird, weswegen ich hier gerne auf die Webseite verweise: http://de.libreoffice.org/home/

LibreOffice beschreibt sich selbst wie folgt:

„LibreOffice ist Freie Open Source Software. Sie ist daher frei zum Herunterladen, frei im Gebrauch und frei in der Verbreitung. Frei meinen wir hier im Sinne von Freiheit.“

Der Vorteil: Es handelt sich hier um eine gute Sache, die zunächst einmal kostenlos ist. Zudem können Sie mit dieser Software alle gängigen Textdokumente bearbeiten und problemlos Dateien ins Pdf-Format abspeichern. Sollten Sie nicht über LibreOffice verfügen, können Sie es sich hier downloaden und installieren: http://de.libreoffice.org/download/installation/

Warum diese Software gerade für den Einsatz an Schulen sehr gut geeignet ist, und weshalb man nicht länger mehr auf das bisherige OpfenOffice setzen sollte, erfahren Sie hier: http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/text/open_libre/

LibreOffice bietet den Schulen Arbeitsblätter und Unterrrichtsmaterialien an: http://de.libreoffice.org/anwender/bildung/schulmaterial/

Auch der Einsatz von LibreOffice an den Volkshochschulen wird hier beschrieben: http://de.libreoffice.org/anwender/bildung/schulmaterial-2/

Dass man auf Grundlage von LibreOffice auch noch den Europäischen Computerführerschein ECDL erwerben kann und LibreOffice und Bildung generell gut zusammenpassen, können Sie u. a. hier nachlesen: http://de.libreoffice.org/anwender/bildung/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Deutsch für Migranten in der Niebüller Volkshochschule

„Deutsch für Ausländer, Grundlagen“ – So heißt der neue Kurs für Niebüller Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund, die Lust haben, die deutsche Sprache besser kennenzulernen.

ausreichend freie Plätze Deutsch für Ausländer, Grundlagen
Kursnummer: H4670
Kursleitung: Silvio Ströver*
Kursort: RgS E 1.01
Volkshochschule Niebüll

Quelle:

http://www.vhs-sh.net/online/index.php?page=programm&vhs=niebuell&kurs=AL%204.04.H4670

(*Die zweite Kursleitung, die noch auf der VHS-Webseite genannt wird, entfällt.)

Melden Sie sich bitte hier an:

http://www.vhs-sh.net/online/index.php?page=programm&vhs=niebuell&kurs=AL%204.04.H4670&action=anmelden

Der nächste Termin:

Donnerstag, 20.12.2012 um 17:30 Uhr im Niebüller Schulzentrum in der Uhlebüller Straße 15 in 25899 Niebüll / Seiteneingang /  RgS E 1.01

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite der Niebüller Volkshochschule:

http://www.vhs-niebuell.de/

Ich freue mich über Ihr Erscheinen,

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge (Kursleiter)

Soziale Bewegungen wissenschaftlich erforschen

Soziale Bewegungen (wie z. B. Arbeiterbewegungen) bzw. moderne  Sozialgeschichte sind hochspannende Themenfelder, werden doch scheinbar eher zufällig erforscht. Auf der folgenden Webseite des „Arbeitskreises soziale Bewegungen“ werden vereinzelte Forschungsergebnisse zusammengetragen und der Austausch von Fachleuten (Sozialwissenschaftler/-innen, Soziologinnen und Soziologen, Politikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler etc.)  ermöglicht:

http://sozialebewegungen.wordpress.com/

Auch das „Institut für soziale Bewegungen (ISB)“  im „Haus der Geschichte des Ruhrgebiets“ der Ruhr-Universität Bochum fasst wichtige vergleichende Forschungsergebnisse über soziale Bewegungen zusammen und führt Veranstaltungen zum Thema durch, wobei hier die Sozialgeschichte und Gegenwart des Ruhrgebiets besonders berücksichtigt wird:

www.isb.rub.de/isb/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Hamburgisches WeltWirtschaftsinstitut (HWWI): Leitlinien guter wissenschaftlicher Praxis

Studierende, Doktoranden, Forschende und sonstige Fachleute sollten in etwa wissen, wie wichtig es ist, wissenschaftlich „sauber“ zu arbeiten. Spätestens seitdem Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg wegen  Plagiatsvorwürfen (siehe: http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki) seine politische Karriere zumindest in Deutschland vorerst begraben konnte (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Plagiatsaff%C3%A4re_Guttenberg) und zugleich immer mehr Personen und Persönlichkeiten mit neuen Plagiatsvorwürfen konfrontiert werden (u. a. http://sciencev1.orf.at/science/news/11804, http://www.welt.de/politik/deutschland/article13471324/Politiker-und-ihre-Probleme-mit-dem-Doktortitel.html oder auch: http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Forum:Liste_der_Plagiatoren_und_Plagiats-Verd%C3%A4chtigen), ist klar, dass es sich bei geistigem Diebstahl in einer heutigen Informations- und   auch Wissensgesellschaft um keine Kleinigkeit handelt. Wer einmal beim „Abschreiben“ erwischt wird, kann beruflich häufig mit sehr ernsten Konsequenzen rechnen.

Das Hamburgische WeltWirtschaftsinstitut (HWWI) versichert in einer Erklärung, dass alles dafür getan wird, dass die eigenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die nun folgenden “ Leitlinien guter wissenschaftlicher Praxis“ beachten. Wer Interesse an diesem Dokument hat, kann sich diese Leitlinien in Form einer Pdf-Datei (bislang kostenlos) hier herunterladen:

http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Grundsaetze/Grundsaetze-Wissenschaft.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Lärm in Bildungseinrichtungen

Schönwälder, Berndt, Ströver und Tiesler weisen in einer Studie nach, dass Lärm in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen die Bildungsarbeit erheblich erschwert. In einer Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erschien die Studie  „Lärm in Bildungsstätten – Ursachen und Minderung“ (Dortmund, Berlin und Dresden) bereits 2004. Vermutlich hat sich seitdem die Lärmbelästigung in Bildungseinrichtungen nicht gravierend reduziert, weswegen ich hier gerne auf einen Link der interessanten Studie verweise:

http://www.baua.de/SharedDocs/Downloads/de/Publikationen/Forschungsberichte/2004/Fb1030.pdf?__blob=publicationFile

Neben Schulen werden auch Einrichtungen der Erwachsenenbildung und Einrichtungen der Berufsausbildung angesprochen.  Das Hauptproblem liegt darin, dass durch eine schlechte Raumakustik und durch einen erhöhten Lärmpegel die Erklärungen und Veranschaulichungen der lehrenden Personen schlecht oder erst gar nicht wahrgenommen werden. Andererseits wird oft versucht, gegen den Lärm „anzureden“, weswegen auch Lehrerinnen und Lehrer häufig eher erschöpft sind, ebenso die Schülerinnen und Schüler, die Mühe haben, sich ständig zu konzentrieren. Unter Vorbehalt kann vermutet werden, dass es auch hinsichtlich der Lärmreduzierung Sinn macht, das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler  zu trainieren. Manche Schulen mit einem niedrigeren Geräuschpegel hatte das Training des Sozialverhaltens fest im Schulprogramm verankert. Lautere Schulen hatten sich offenbar generell weniger bemüht, das Sozialverhalten der Schulklassen in irgendeiner Weise zu thematisieren und zu steuern. Doch zusätzlich gab es natürlich auch Unterschiede in der baulichen Raumgestaltung.  Eine bauliche Sanierung hatte in der Regel zur Folge, dass sich schlagartig die Sprachverständlichkeit besserte und somit das gesamte Lernumfeld. Doch selbst bei einer ungünstigen Raumakustik gelang es einer Grundschule mit einem regelmäßigen Training zur Verbesserung des Sozialverhaltens, dass der gemessene Geräuschpegel absank.

Somit ist es prinzipiell möglich, allein aus pädagogischen Maßnahmen heraus, ein ruhiges und lernfreundliches Arbeitsklima zu schaffen. So wurde z. B. das Thema „Ohr und Hören“ in den Schulklassen behandelt und gleichzeitig mit einer Ampel gearbeitet, die die Raumakustik in den bekannten Farben grün, gelb und rot anzeigte. Zusätzlich wurde das leise Mitarbeiten der Schülerinnen und Schüler positiv in Form bestimmter Belohnungen verstärkt. Über solch eine „Lärm-Ampel“ berichtete ich bereits in diesem Paedblog am 20.09.2011:  http://www.paedblog.de/2011/09/20/laermampel-regelt-den-geraeuschpegel-in-grundschulen/

Trotz des Erfolgs durch pädagogisch basierte Maßnahmen ist es natürlich unzumutbar, dass hier auf Kosten von Schülern und Lehrern das Geld für Sanierungen nicht bereit gestellt wird. Hier ist es wichtig, sich als Eltern und Schule insgesamt bildungspolitisch immer wieder Gehör zu verschaffen.

Weiterer Link-Tipp:

„Akustische Ergonomie in Bildungsstätten – eine nutzerorientierte Einführung in die Raumakustik“

Rainer Machner, Diplom Ing., Konzeptentwickler für Bildungs- und Erziehungsstätten, Saint-Gobain Ecophon GmbH, Lübeck:

http://www.saarland.de/dokumente/thema_immissionsschutz/Beitrag_Machner.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Jugendforschung.de

Ein wichtiges Portal für Erziehungswissenschaftler, Jugendsozialarbeiter und Pädagogen stellt die Webseite http://www.jugendforschung.de dar. Hier können Sie erfahren, zu welchen Ergebnissen die erziehungswissenschaftliche, psychologische und soziologische Jugendforschung kommt.

Hier werden u. a. interessante Jugend-Studien in der Rubrik „Studie der Woche“ vorgestellt: http://www.jugendforschung.de/index.php?option=com_content&view=section&layout=blog&id=9&Itemid=32

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Online-Lehrangebot der Universität-Tübingen

Hier können sich angehende Pädagogen bzw. Pädagoginnen kostenlose Online-Vorlesungen – z. B. Einführungen in die Erziehungswissenschaft – anschauen:

http://timms.uni-tuebingen.de/List/List01.aspx?rpattern=UT_200[34]_____00[12]_erziehwiss_000_

Weitere  sozialwissenschaftliche Seminare finden Sie auch hier:

http://timms.uni-tuebingen.de/Themen/Themen.aspx#Sozialwissenschaften

Selbstverständlich können sich auch Studierende der folgenden Disziplinen Vorlesungen herunterladen bzw. anschauen:

Jura

Biologie

Chemie

Geowissenschaften

Informatik

Mathematik

Pharmazie und Biochemie

Physik

Medizin

Asien-Orient-Wissenschaften

Geschichtswissenschaften

Neuphilologie

Wirtschaftswissenschaft

Kultur

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Informelle und nonformale Bildung

Vor der Schule und außerhalb der Schule lernen Kinder und Jugendliche in ihren Familien, in Freundeskreisen und auch alleine. In einem Bildungsbericht aus dem Jahr 2004 wird beschrieben, wie „Bildung in der Kinder- und Jugendhilfe, in Familie und mit Peers, durch Medien und in der Nutzung kommerzieller Angebote“ geschieht und gestaltet wird:

Bildungsreform Band 6
Konzeptionelle Grundlagen für einen Nationalen Bildungsbericht –
Non-formale und informelle Bildung im Kindes- und Jugendalter:

http://www.bmbf.de/pub/nonformale_und_informelle_bildung_kindes_u_jugendalter.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge