Kategorie-Archiv: Pädagogisches Gedankengut & Zitate

Informelle Umweltbildung

Mehr über die „informelle Umweltbildung“ erfahren Sie hier im Naturpaedblog:

http://www.natur.paedblog.de/2016/01/07/informelle-umweltbildung/

Gruß

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Johann Amos Comenius (1592 – 1670): Der erste neuzeitliche Pädagoge

Johann Amos Comenius (geboren am 28.03.1592 – gestorben am 15.11.1670) kann zurecht als der erste Pädagoge bezeichnet werden, der neuzeitlich dachte und handelte (vgl. KNOOP; SCHWAB:  1999, S. 29).

Er wollte als Christ die Welt durch Erziehung und Bildung in Form von Schulen für „die gesamte Jugend beiderlei Geschlechts ohne jede Ausnahme“ (zitiert nach KNOOP; SCHWAB:  1999, S. 30) verbessern. Denn  durch einen verbesserten Unterricht sollte zugleich die Christenheit besser auf die nahende Wiederkunft des Herrn vorbereitet werden.  Da er als gläubiger Christ annahm, dass sich Gott der Schwächsten bedient, um an ihnen seine Größe und Herrlichkeit zu zeigen, war Comenius wichtig, besonders die Kinder und Jugendlichen der Landbevölkerung zu beschulen. Zudem wollte er Mädchen und auch besonders arme Jugendliche unterrichten.

Comenius wuchs im Mährischen in der Nähe von Prerov (Prerau) auf, wo er verschiedene Kulturen kennenlernte, und zwar die tschechische, die slowakische, polnische, ungarische, deutsche und österreichische Kultur. Er selbst hat tschechische Wurzeln (daher lautet sein nicht latinisierter Name auch Komensky). Der Vater war Müller und erzogen wurde Comenius gemäß einer protestantischen Gemeinschaft, die sich die „Böhmischen Brüder“ nannte.  Sie versuchten, dem Urchristlichen in ihrer Lebensart sehr nahe zu kommen. Früh verstarben Comenius‘ Eltern und zwei Geschwister. Erst mit 16 Jahren wurde trat er in eine Lateinschule in Prerau ein und siedelte später über in den Westen des damaligen Deutschen Reiches (Herborn / Nassau, dann nach Heidelberg).  Comenius machte früh Karriere und leitete bereits mit 22 Jahren die Prerauer Lateinschule. Sein Leben wurde jedoch stark durch den Dreißigjährigen Krieg (1618 – 2648) beeinflusst. Seine Frau und Kinder starben durch Seuchen, seine mühsam aufgebaute Bibliothek wurde stark beschädigt und  1627 wurde er als Protestant als „böhmischer Exulant“ ausgewiesen. In polnischen Exil Leszno (Lissa) stabilisierte sich sein Leben ein wenig, sodass er erneut heiratete und in seiner böhmischen Gemeinschaft eine bedeutende Rolle einnahm. Zudem wurde er dort Lehrer und als respektierter pädagogischer Schriftsteller tätig.  Inzwischen wurde er international beachtet und eingeladen. Am Stockholmer Hof wurde er fest beschäftigt und arbeitete weiter an seinen pädagogischen Schriften. Nachdem 1648 der sogenannte Friede von Münster und Osnabrück geschlossen wurde, wusste Comenius, dass er als evangelischer Christ weiterin im Exil bleiben musste. Daher zog er zurück nach Lissa, wo er Bischof wurde. Doch auch seine zweite Frau verstarb. Als er als Bischof in Ungarn und Siebenbürgen unterwegs war, setzte er als Pädagoge Schulpläne um.  Er heiratete erneut und arbeitete weiter an pädagogischen Reformen. 1656 wurde jedoch Lissa durch den polnisch-schwedischen Krieg stark getroffen, auch seine Bücherei erlitt dabei großen Schaden. So verbrachte er die letzten 14 Jahren in Holland, wo er noch eine didaktische Gesamtausgabe herausgeben konnte (vgl. KNOOP; SCHWAB:  1999, S. 30 – 31).

Interessant ist der Umstand, dass Comenius in einem zerrissenem Europa als Teil einer kleinen christlichen Gemeinschaft stets um Frieden geworben und für eine universaler Schule, Gemeinschaft, Sprache etc. eingetreten ist. Gleichwohl wollte er nicht, wie die Kriege und Schlachten bewiesen, auf Revolution und Gewalt, sondern auf Aufklärung und Erziehung setzen (vgl. KNOOP; SCHWAB:  1999, S. 32).

Comenius‘ didaktische Ziel war es, den Lehrern Arbeit zu ersparen und gleichzeitig die Effektivität von Unterricht zu erhöhen durch einen fortschrittlich gestalteten Unterricht.  Dabei geht Comenius im biblischen Sinne davon aus, dass die jungen Menschen lernfähig und auch lernbedürftig sind.  Er plädiert dafür, Jugendliche nicht durch Prügel und Strafe, sondern durch Vernunft zu erziehen. Denn Menschen seien als Ebenbild Gottes mit Vernunft ausgestattet, daher sei z. B. eine Prügelstrafe gleichzeitig mit einer Kränkung Gottes gleichzuetzen (vgl. KNOOP; SCHWAB:  1999, S. 32 – 33).

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Benutzte Literatur:

KNOOP, Karl; SCHWAB, Martin: Einführung in die Geschichte der Pädagogik. Pädagogen-Porträts aus vier Jahrhunderten. Wiebelsheim: Quelle und Meyer Verlag, 4., durchgesehene und ergänzte Auflage, 1999, S. 29 – 41.

Tipp: Paedblog-Artikel:

Johann Amos Comenius – Ein bodenständiger Christ und Pädagoge: http://www.paedblog.de/2010/11/25/johann-amos-comenius-ein-bodenstandiger-christ-und-padagoge/

Link: Сапрыкина Татьяна Евгеньевна

http://www.kemrsl.ru/predmet/19/2024

Mittelalterliche Bildung

Die mittelalterliche Bildung war im Wesentlichen eine nach Ständen geordnete Angelegenheit. Erziehung und Bildung im Mittelalter war 1000 Jahre lang Einübung in das stets Bekannte. Denn das, was an Wissen vermittelt werden konnte, war immer schon das, was die Alten gelehrt hatten. So lernten junge Menschen im Großen und Ganzen, den Traditionen zu folgen und diese an ihre Nachkommen weiterzugeben. Das mittelalterliche Denken drehte sich im Kreis, was sich u. a. dadurch zeigte, dass manche Lehrbücher hunderte Jahre,  die ars minor des Donatus sogar fast 1000 Jahre lang, unverändert genutzt wurden.

Die schriftliche Form der mittelalterlichen Bildung beruhte (tragischerweise) auf einem Übersetzungsfehler des Ausdrucks septem arte liberales, denn diese Form der Bildung sollte sich eigentlich nach den sieben freien Künsten (sieben freien Disziplinen) richten, und nicht, wie fälschlicherweise übersetzt, sich nach sieben Buchwissenschaften.

Bereits die Griechen hatten zwischen dem 8. und 2. Jahrhundert vor Christus mit ihren vorsokratischen Denkern und Gelehrten, danach mithilfe der Sophisten und anschließend mit Sokrates, Platon und Aristoteles das kulturelle Fundament für Europa gelegt. Die Griechen zeichneten sich im Vergleich zu anderen Völkern durch einen enormen Bildungshunger aus:  Dabei entwickelten sie die Idee, der Mensch müsse zunächst seinen Körper stählen. Des Weiteren betonten sie, dass das Empfinden und das Gemüt verfeinert werden müsse. Sokrates entwickelte diese traditionelle Paideia (= Bildung) weiter, indem er die Schulung des Denkens einforderte. Doch trotz der kulturellen Leistungen der Griechen, die das europäische Denken entscheidend prägten, verlor Griechenland im Laufe seiner Geschichte an politischen Einfluss. Die Griechen lebten nicht in einem gemeinsamen Staat, sondern in einem Staatsverband: Mehrere griechische Stadtstaaten (= Polis) existierten nebeneinander, wobei es mal mehr oder weniger ein Mit- oder Gegeneinander war.

Die griechischen Staaten konnten sich zwar erfolgreich gegen das Perserreich behaupten, jedoch bekämpften sie sich in unterschiedlichen Konstellationen untereinander. Im Kampf gegen das nächste Großreich, und zwar gegen den Makedonenkönig Alexander des Großen (Regierungsantritt: 336 v. Chr.), verloren die griechischen Stadtstaaten erneut an Macht, da Alexander die aufständischen  Polis unterwarf. Doch durch seinen Vorstoß bis nach Indien ermöglichte Alexander es, dass die griechische Kultur bis nach Indien reichte.  Nach dem Tod des Makedonenkönigs bildeten sich hellenistische Großreiche, die nicht viel von den ursprünglichen griechischen Stadtstaaten gemeinsam hatten, denn die unterschiedlichen hellenistischen Großreiche umfassten riesige Gebiete von Unteritalien bis nach Indien und vom Schwarzen Meer bis nach Ägypten, sie umschlossen sogar Teile des heutigen Afghanistans. Die neuen Herrscher waren vorerst die Generäle (= Diadochen) des verstorbenen Makedonenkönigs, die sich das Großreich Alexanders aufgeteilt hatten und nun begannen, sich untereinander zu bekämpfen. Nach insgesamt sechs Diadochenkriegen stabilisierte sich die politische Lage, drei hellenistische Großreiche existierten nebeneinander, bis die Römer nach und nach ab 200 v. Chr. begannen, in die hellenistische Welt einzudringen und militärisch die Oberhand zu gewinnen.

Die griechische Antike endete mit dem Erstarken der hellenistischen Großreiche, wenngleich in der Zeit des Hellenismus der orientalische Kulturkreis viel von den hellenistischen Traditionen übernahm und umgekehrt der Orient einen starken Einfluss auf die hellenistische Kultur hatte.

Insgesamt überstand die hellinistische Kultur den politischen Zusammenbruch der hellenistischen Großreiche, sodass das antike Erbe der Griechen schließlich im Römischen Reich  und später nach der Teilung des Römischen Reichs (395 n. Christus) auch im Byzantinischen Reich (= oströmischer Teil) fortlebte. Teile Griechenlands wurden 146 v. Christus zur römischen Provinz. Erst 1830 wurde Griechenland wieder ein selbständiger Staat.

Ungeachtet dessen lebte die Kultur Griechenlands wie oben bereits erwähnt weiter.  Selbst, als die Araber die oströmischen Provinzen (Byzanz) 636 n. Chr. unterwarfen, übernahmen sie Teile der  hellenistischen Kultur. So gelangten hellenistische Traditionen über Umwege durch die Araber nach Sizilien und dann nach Spanien wieder ins Abendland. Nachdem nun im 5. Jahrhundert n. Chr. Hunnen und Germanen ins Römische Reich einfielen, und weitere Stämme Italien und die Stadt Rom plünderten, kam es allmählich zum Zerfall des römischen Weltreiches, das  380 n. Chr.  unter Konstantinopel das Christentum zur Staatsreligion erklärt hatte.

Das Christentum breitete sich daher in Europa durch Missionierung stark aus, wobei besonders im Byzantinischen Reich  griechische Traditionen wesentlich die nächsten Jahrhunderte prägte.  Das Byzantinische Reich wurde beschrieben als eine Mischung aus römischem Statswesen, aus kulturellen Einflüssen Griechenlands und aus dem Christentum. Die Byzantiner sahen sich selbst als Nachfolger des Römischen Reiches, jedoch war byzantinisches Denken und auch die Sprache griechisch. Nachdem das Byzantinische Reich nach dem Fall Konstantinopels 1453 zusammenbrach, brachten viele Flüchtlinge ihr Wissen und Einflüsse der griechischen Kultur in west- und osteuropäische Städte.

Da sich der christliche Kaiser Nikephoros (= Basileus) aus Byzanz als auch der fränkische König Karl der Große als Nachfolger des römischen Kaisers sahen, gab es zwischen beiden diplomatische Auseinandersetzungen, als Karl der Große sich am 25. 12.800 in Rom zum Kaiser krönen ließ.   Doch nachdem Nikephoros einige Jahre später fiel, kam es dazu, dass der Schwiegersohn den Kaisertitel Karls des Großens anerkannte, da er in ihm einen Verbündeten sah. Karl der Große begann in den nächsten Jahren mit der Neuordnung seines großen Frankenreiches. So wollte er u. a. die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das riesige Gebiet besser verwaltet werden konnte. Daher stand zunächst eine Bildungsreform am Anfang dieser Neugestaltung an.

Äbte und Bischöfe gründeten in seinem Auftrag Schulen und Gelehrte aus ganze Europa wurden am Hofe zusammgengezogen, damit diese mit neuen Positionen ausgestattet wurden.  Karl I. schaffte einen neuen Dienstadel an und übertrug ihnen und den Hofgeistlichen wichtige Verwaltungsaufgaben.  Hieraus zeigt sich, dass schriftliche Bildung nur für Kleriker und Gelehrte vorgesehen war.  Kirchliche Einrichtungen bildeten im Mittelalter die Klöster-, Dom- und Stiftsschulen. Wie eingangs beschrieben, galt es im Mittelalter, sich nach den sieben Buchwissenschaften auszurichten, anstatt sich auf die sieben freien Künste zu beziehen, wie es ursprünglich von den Griechen gedacht war. Denn diese freien Künste sollten sich von den unfreien Künsten abheben, die sich lediglich auf die Sicherung der Existenz bezogen.  In der Antike mussten die Sklaven die Existenz der freien Bürger durch harte, körperliche Arbeit bestreiten. Nur, wer nicht gezwungen war, dem Broterwerb nachzugehen, der war wirklich frei, die sieben (eben freien) Künste auszuüben. Diese bestanden aus den sprachlich und logisch-argumentativ und aus den mathematisch ausgerichteten Fächern.  Im Mittelalter meinte man, aufgrund der falschen Übersetzung in die sieben Buchwissenschaften, dass sich das gesamte Bildungsgeschehen aus der Bibel ableiten ließe, obwohl eigentlich antike bzw. heidnische Ursprünge hinter dieser Art von Bildungskonzept steckten. Zudem kam es auch noch zu einer Verschiebung zugunsten der sprachlichen Fächer. Ca. 80 % des gesamten Bildungsgangs bestand aus der Vermittlung von Grammatik, Rhetorik und Dialektik und 20 % aus den vier mathematischen Disziplinen Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie.  Entscheidend war, dass die Abfolge dieser „Module“ nacheinander zu erlernen war. Das Lernen basierte hier auf einem abgeschlossenem System, das starr und unbeweglich war.  Dabei galt es, als Schüler die lateinische Sprache sehr gut zu erlernen, die keine Fremdsprache, sondern Weltsprache und zudem  fester Bestandteil des religiösen Alltags war. Und da alle weiterführenden Disziplinen nur auf Lateinisch unterrichtet wurden, erklärte sich, dass die lateinische Grammatik erst vollständig abgeschlossen werden musste, bevor das nächste Bildungs“modul“ an die Reihe kommen konnte. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts wurde dieses Bildungskonzept folgerichtig weiter entwickelt: Nachdem die ersten Universitäten gegründet wurden, stand fest, dass die Studierenden zuerst eine Durchgangsfakultät (= Artistenfakultät) durchlaufen mussten, bevor sie danach ein theologisches, juristisches oder medizinisches Studium absolvieren durften.

Für den weltlichen Stand der Ritter, die das Lesen und Schreiben größtenteils nicht wertschätzten, war die Bildung eine nicht-schriftliche Angelegenheit: Im Gegensatz zu den administrativen Aufgaben, die der Klerus zu erfüllen hatte, standen bei den Rittern eher körperliche Ertüchtigungen und die Herausbildung einer musisch-ästhetischen Geschmacksbildung im Vordergrund. Dabei sollten bestimmte, ritterliche Tugenden, religiös umrahmt, eine zentrale Rolle bei der standesgemäßen Bildung spielen. Auch hier galt das Prinzip der sieben Fächer, die das Reiten, Schwimmen, den Pfeilschuss, das Fechten, Jagen, das Schachspiel, die Verskunst und zum Teil noch weitere „Künste“ vorsahen.

Im Handwerk galt ebenfalls die nicht-schriftliche Bildung. Nicht der Konkurrenzkampf untereinander, sondern die Zusammengehörigkeit zur Zunft bestimmte das Verhalten der Handwerker untereinander. Die Vermittlung von technischen Inhalten kann als Nachahmung von bereits bestehenden Techniken beschrieben werden.

Kaufleute nahmen eine im Vergleich zu den Handwerkern etwas abgehobene Stellung ein. Jedoch galt auch hier das Demonstrieren, Vorzeigen, das Vormachen und die übende Nachahmung als wesentliche Methode, um den Nachwuchs auf das kaufmännische Leben vorzubereiten. Jedoch kamen die Kaufleute durch ihre Reisen immer mehr dahin, die Schrift zu erlernen. So entstanden aus den ersten kaufmännischen Schulen, die zunächst noch zugleich kirchliche Schulen in lateinischer Sprache waren, die ersten deutschen und zugleich privaten Schreib-, Lese- und Rechenschulen.

Schließlich blieb für die Mehrheit der Landbevölkerung im Mittelalter nur noch eine Form der Bildung übrig:  Die meisten Kinder wuchsen in den landwirtschaftlichen Kleinbetrieb hinein und nahmen ohne die Möglichkeit zur Reflektion den Platz ein, der seit Geburt für sie feststand.

Silvio Ströver, Dipl.-Päd.

Benutzte Literatur:

Blankertz, Herwig: „Die Geschichte der Pädagogik. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart.“ Wetzlar:  Büchse der Pandora, 1992.

Friedrich März: Personengeschichte der Pädagogik. Bad Heilbrunn / Obb.: Verlag Julius Klinkhardt, 1998.

Theodor Thesing: Leitideen und Konzepte bedeutender Pädagogen. Freiburg im Breisgau: Lambertus Verlag, 1999.

Wikipedia-Artikel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Freie_K%C3%BCnste

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe

https://de.wikipedia.org/wiki/Hellenismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Diadochenkriege

https://de.wikipedia.org/wiki/Antikes_Griechenland

https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliges_R%C3%B6misches_Reich

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsteilung_von_395

https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantinische_Wende

https://de.wikipedia.org/wiki/Adel

Tipp: Weiterer Paedblog-Artikel zum Thema:

Der Minnesang Teil der ritterlichen Erziehung

http://www.paedblog.de/2012/12/04/der-minnesang-teil-der-ritterlichen-erziehung/

Schreberplätze und Schrebergärten

Die pädagogische Idee des Schrebergartens kam nicht vom Arzt Moritz Schreber selbst, der bereits zu seinen Lebzeiten die negativen Folgen der Verstädterung bei Kindern und Familien beobachtete und sich Gedanken machte, wie er Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung fördern konnte. Und zudem entstanden auch nicht zuerst die allseits bekannten Schrebergärten, sondern erst einmal Schreberplätze. Was es damit auf sich hatte, erfahren Sie im Naturpaedblog: http://www.natur.paedblog.de/2014/03/09/schreberplatz-schrebergarten/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Mertens Konzept der Schlüsselkompetenzen

In meinem Berufepaedblog thematisiere ich Mertens Konzept über Schlüsselkompetenzen. Dieser verfasste 1974 einen Artikel und forderte, dass es in einer sich rasch ändernden Gesellschaft absolut entscheidend sei, über diese Kompetenzen zu verfügen, Fähigkeiten, die weder zu konkret noch zu allgemein beschrieben werden dürften: http://berufe.paedblog.de/2014/03/10/dieter-mertens-schluesselqualifikationen-und-bildung-1974/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Kinder- und Jugendhilfe

Eine Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beinhaltet nicht nur das Achte Sozialgesetzbuch, sondern auch eine Einführung in das Aufgabengebiet der Kinder- und Jugendhilfe für Eltern, interessierte Jugendliche und für alle in der Kinder- und Jugendhilfe engagierten Bürgerinnen und Bürger und Fachleute. Hier können Sie sich kostenlose Exemplare per Post bestellen bzw. sich die Broschüre kostenlos als Pdf-Datei downloaden:  http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/publikationen,did=3578.html

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Treffenden Namen für eine Einrichtung finden

Wird z. B. eine (pädagogische) Einrichtung gegründet, ist es wichtig, einen „guten“ Namen zu finden.  Christian Koch, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer der socialnet GmbH und selbständiger Unternehmensberater für Nonprofit-Organisationen (http://www.npoconsult.de/), beschreibt im Socialnet, was man bei der Namensfindung beachten sollte: http://www.socialnet.de/materialien/141.php

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Nachlese zur „Kevin-Studie“

Die berühmt-berüchtigte „Kevin-Studie“ zeigte auf, dass bestimmte Vornamen offenbar bereits ausreichen, um schulischen Misserfolg zu haben (siehe: http://eltern.t-online.de/vornamen-studie-schlechtere-schulnoten-fuer-kevin/id_42639538/index, http://www.sueddeutsche.de/leben/studie-kindernamen-und-vorurteile-schlaue-marie-dummer-kevin-1.40882, http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/ungerechte-grundschullehrer-auch-der-intelligente-kevin-ist-dumm-dran-a-649736.html oder auch: http://www.sueddeutsche.de/leben/studie-kindernamen-und-vorurteile-schlaue-marie-dummer-kevin-1.40882). Auch auf einer soziologischen Webseite werden zu diesem Thema einige Artikel dokumentiert: http://www.soziologie-etc.com/ps/namengebung.html.

Trotz des Umstands, dass der Name „Kevin“ offenbar doch nicht so gravierende Folgen für den schulischen Werdegang haben muss (siehe: http://eltern.t-online.de/vornamen-studie-schlechtere-schulnoten-fuer-kevin/id_42639538/index), wie zunächst angenommen, so ist offenbar erneut zur Kenntnis zu nehmen, dass es höchstens hier objektiven Zensuren gibt: http://www.fachportal-paedagogik.de/fis_bildung/suche/fis_set.html?FId=415023.

Soziologisch interessant ist übrigens auch, dass ostdeutsche Kinder bis zum Ende der DDR eher westliche bzw. amerikanische Namen wie „Mandy“ oder „Robby“ erhielten, während die westdeutschen Eltern skandinavische Namen wie „Jan“ oder „Sören“ für ihren Nachwuchs bevorzugten (siehe: http://www.n-tv.de/wissen/Kevin-ist-nicht-so-schlimm-article7612591.html).

Lesen Sie hier ein aktuelles Interview auf der Webseite der Süddeutschen Zeitung mit einem Lehrer, der berichtet, dass er eigentlich nur subjektiv benoten kann: http://www.sueddeutsche.de/bildung/zensuren-in-schulzeugnissen-noten-sind-ungerecht-und-subjektiv-1.1286734-2.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

 

Bildungsklick.de: Eine Lernmethode, um Gelesenes einzuprägen

Oft müssen Texte gelernt werden, doch nicht immer weiß man, wie man sich das Gelesene gut einprägen kann. Bildungsklick.de stellt daher auf der folgenden Webseite einen besonderen  „Lückenfüller“, eine ausgefallene Lerntechnik, vor: http://bildungsklick.de/a/83976/der-besondere-lerntipp-lueckenfueller/

Silvio Ströver

Dissertation von Matthias Koch: „KINDER UND MODERNES SPIELZEUG. Die Medialisierung kindlicher Erfahrungen.“

Auf die folgende Dissertation möchte ich aufmerksam machen, da sie mit der Medialisierung kindlicher Erfahrung ein interessantes Thema beschreibt. Auch wird hier u. a. der Einfluss des dänischen Spielzeug-Herstellers LEGO  erläutert, der zuletzt von einer türkischen Kulturgemeinde in Österreich heftig kritisiert wurde:

Bergische Universität Wuppertal
Fachbereich Bildungswissenschaften
Promotionskolleg „Kinder und Kindheit im Spannungsfeldgesellschaftlicher Modernisierungen. Normative Muster und
Lebenslagen, sozialpädagogische und sozialpolitische Interventionen“

KINDER UND MODERNES SPIELZEUG
Die Medialisierung kindlicher Erfahrungen
Dissertation
von
MATTHIAS KOCH

Quelle & zugleich Download-Link zur Dissertation (in Form einer Pdf): http://elpub.bib.uni-wuppertal.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1130/dg0801.pdf

Lego = Pädagogischer Sprengstoff für Kinder?

Die türkische Kulturgemeinde in Österreich meint,  in einem Lego-Star-Wars-Bausatz (http://starwars.lego.com/de-de/default.aspx)  eine pädagogische Gefahr zu erkennen:

„Bei genauerer Betrachtung sind das fertig zusammengebaute LEGO-Haus und der dazugehörige Turm tatsächlich aber ein 1:1-Abklatsch der Hagia Sophia in Istanbul oder der Moschee Jami al-Kabir in Beirut und eines Minaretts. Die Figur im Turm (Gamorreanische Wache) wäre dann mit einem Vorbeter zu assoziieren (als Krimineller mit Axt und Sturmgewehr!). Im Turm befinden sich mehrere Sturmgewehre.“

Daher überlegt die Türkische Kulturgemeinde, juristisch dagegen vorzugehen:

„Die Türkische Kulturgemeinde Österreich behält sich juristische Schritte vor und überlegt, in Deutschland nach dStGB § 300 Volksverhetzung, in Österreich nach StGB § 283 Verhetzung und in der Türkei Klage bei der jeweiligen Staatsanwaltschaft in Form einer Sachverhaltsdarstellung gegen LEGO einzureichen.“

Quelle: http://www.turkischegemeinde.at/index.php?id=312

Auch verschiedene Medien berichten darüber:

3 Sat:

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/news/167371/index.html

DerWesten:

http://www.derwesten.de/panorama/tuerken-halten-star-wars-bausatz-von-lego-fuer-volksverhetzend-id7520521.html 

Focus:

http://www.focus.de/panorama/welt/bausatz-jabbas-palace-tuerkische-gemeinde-wirft-lego-volksverhetzung-vor_aid_904009.html

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Aufgabe der Jugendsozialarbeit: Jugendlichen zur selbsterschaffenen Identität verhelfen

Schon der Psychoanalytiker Erik Homburger Erikson hat in den 1940ern die Jugendphase als spannungsgeladenes Feld gesehen, das die Bildung einer festen Identität zum Ziel hat. Im Ergebnis wird ein Jugendlicher kriminell oder passt sich gesellschaftlich an.  Ziel war in diesem Modell also stets die Bildung einer festen Identität.

Doch inzwischen gilt dieses Ziel aufgrund gesellschaftlicher Umbrüche (z. B. häufigere Arbeitslosigkeit, allgemeiner Zerfall einst gesellschaftlich bindender Normen und Werte, damit zusammenhängend:  Zwang zur Wahl in den unterschiedlichsten Bereichen, z. B. Berufswahl etc.) als veraltet. Daher ist eine „flexible“ Persönlichkeitsentwicklung gefragt. Ziel der Jugendsozialarbeit muss es also sein, Jugendlichen zu helfen, eine Persönlichkeit entwickeln zu können, die flexibel genug ist, sich an gesellschaftliche Änderungen anpassen zu können.

Lesen Sie hier nach, was Anton Schlittmaier vor ca. einem Jahr auf  der Webseite Sozialnet veröffentlicht hat: http://www.socialnet.de/materialien/134.php

Quelle:

Anton Schlittmaier: Jugend im Wandel der Zeiten – alte und neue Probleme der Identität. Veröffentlicht am 30.01.2012 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/134.php, Datum des Zugriffs 12.01.2013.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

LibreOffice – Die demokratisch entwickelte Bürosoftware für jede(n)

Im Gegensatz zu den üblichen Textprogrammen wie z. B. Word gibt es mit LibreOffice eine quasi demokratisch entwickelte, frei erhältliche Software, die weder das Nutzer-verhalten ausspioniert noch auf Gewinn aus ist. LibreOffice gehört zu den Internet-Projekten, die von vielen, unterschiedlichen Menschen ehrenamtlich entwickelt wurde und wird, weswegen ich hier gerne auf die Webseite verweise: http://de.libreoffice.org/home/

LibreOffice beschreibt sich selbst wie folgt:

„LibreOffice ist Freie Open Source Software. Sie ist daher frei zum Herunterladen, frei im Gebrauch und frei in der Verbreitung. Frei meinen wir hier im Sinne von Freiheit.“

Der Vorteil: Es handelt sich hier um eine gute Sache, die zunächst einmal kostenlos ist. Zudem können Sie mit dieser Software alle gängigen Textdokumente bearbeiten und problemlos Dateien ins Pdf-Format abspeichern. Sollten Sie nicht über LibreOffice verfügen, können Sie es sich hier downloaden und installieren: http://de.libreoffice.org/download/installation/

Warum diese Software gerade für den Einsatz an Schulen sehr gut geeignet ist, und weshalb man nicht länger mehr auf das bisherige OpfenOffice setzen sollte, erfahren Sie hier: http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/text/open_libre/

LibreOffice bietet den Schulen Arbeitsblätter und Unterrrichtsmaterialien an: http://de.libreoffice.org/anwender/bildung/schulmaterial/

Auch der Einsatz von LibreOffice an den Volkshochschulen wird hier beschrieben: http://de.libreoffice.org/anwender/bildung/schulmaterial-2/

Dass man auf Grundlage von LibreOffice auch noch den Europäischen Computerführerschein ECDL erwerben kann und LibreOffice und Bildung generell gut zusammenpassen, können Sie u. a. hier nachlesen: http://de.libreoffice.org/anwender/bildung/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Peter Menck: „Was ist Erziehung?“

Damals noch gekauft, ist das Buch von Peter Menck heute als Pdf-Datei frei verfügbar:

Peter Menck
Was ist Erziehung?
Eine Einführung in die Erziehungswissenschaft.
Neubearbeitung
Siegen 2012

http://dokumentix.ub.uni-siegen.de/opus/volltexte/2012/637/pdf/Menck_Was_ist_Erziehung.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Pädagogisches Portal

Ein pädagogisches Portal http://www.paedagogik-klick.de bietet für Studierende, für PädagogInnen etc. die Möglichkeit, sich online auszutauschen. Dieses Onlinepräsenz versteht sich als Fachportal:

„Paedagogik-Klick ist ein Fachportal für ErzieherInnen, KinderpflegerInnen, Pädagogen/-innen, LehrerInnen, Studierende (Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Pädagogik, ..), Tagespflegepersonen, Eltern und alle pädagogisch Interessierte.“

Quelle: http://www.paedagogik-klick.de/forum/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Hilfe gegen sexualisierte Gewalt

„Wenn jemand Dich auf eine Weise berührt oder anspricht, die Dir unangenehm ist, Dich dazu bringt, bei sexuellen Handlungen zuzusehen oder mitzumachen, dann nennt man das sexuelle Gewalt …“ 

Quelle: http://www.zornrot.de/index.php?option=com_content&task=view&id=15&Itemid=32

Diese Definition von sexualisierter Gewalt finden Sie auf der Webseite von Zornrot: http://www.zornrot.de.

Opfer sexualisierter Gewalt erhalten nach telefonischer Anmeldung kostenlose Beratung: http://www.zornrot.de/index.php?option=com_content&task=view&id=17&Itemid=36

Seit 1988 hilft der eingetragene Verein Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die indirekt oder direkt durch sexualisierte Gewalt betroffen sind, mithilfe eines Teams aus Sozialpädagoginnen/-en, Pädagogen/-innen, Therapeuten/-innen und Jugendpsychotherapeuten /-innen.

Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer und viele andere finden in der Rubrik: „Infomaterial und Broschüren“ lesenswerte Flyer, aber auch ganze Fachartikel, wie z. B. die 41-seitige Pdf-Datei mit dem Titel: „Pädosexualität. Arbeitsgrundlage für den Umgang mit dem gesellschaftlichen Phänomen. Möglichkeiten der Prävention.“ – Erstellt im Juni 1998 von Zornrot e.V. – Beratungsstelle bei sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen, Vierlandenstraße 38, 21029 Hamburg Bergedorf: http://www.zornrot.de/images/stories/Broschuere_Paedosexualitaet.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Für jedes Kind einen Laptop

„One laptop per child“ (http://one.laptop.org/) will  Kinder in allen Ländern mit Laptops  ausrüsten, hier wird beschrieben, warum:

„When every child has a connected laptop, they have in their hands the key to full development and participation.“

Quelle:

http://one.laptop.org/about/education

Silvio Ströver, Dipl.-Päd.

52-seitige Pdf-Datei zum Download: Juleica-Baustein Rechtsextremismus. Für Demokratie, Vielfalt und Zivilcourage

Der Hessische Jugendring ist Herausgeber einer Arbeitshilfe mit dem folgenden Titel: Juleica-Baustein Rechtsextremismus. Für Demokratie, Vielfalt und Zivilcourage.

Diese demokratiepädagogische Schrift können Sie sich hier kostenlos downloaden:

http://www.hessischer-jugendring.de/fileadmin/user_upload/pdf/Arbeitshilfen/arbeitshilfe_juleica_Rechtsextremismus_09.pdf

Zusätzlicher Linktipp: http://www.juleica.de/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge