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Ostdeutsche versus westdeutsche Bildung?

Offenbar unterliegen manche heute der Versuchung, nach über zwei Jahrzehnten der deutschen Wiedervereinigung, der DDR bildungspolitisch nachzutrauern. Dass Phänomen der Ostalgie ist ja nichts Neues, aber laut Bildungsklick sind das die Fakten:

  • Thüringen und Sachsen rangieren in den meisten Leistungsstudien nicht an der Spitze. Andere ostdeutsche Länder, die ja die gleiche DDR-Substanz hatten, nämlich Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, liegen bei allen Leistungsvergleichen im unteren Mittelbereich oder weit hinten am Ende der innerdeutschen Ranglisten.
  • Überhaupt nicht konkurrenzfähig war das DDR-Schulsystem mit den Kenntnissen seiner Schüler in den Fremdsprachen.
  • Sehr einseitig, nämlich ideologisch geprägt, waren die Kenntnisse der DDR-Schüler in Fächern wie Geschichte, Geographie, Wirtschaft, Politik.
  • Die Quote der Schüler, die in der DDR auf direktem Weg das Abitur machen konnten, lag bis weit in die 1980er Jahre hinein bei acht Prozent. Auf diesen Weg zum Abitur durften sich in der Regel ohnehin nur Kinder aus nicht-bürgerlichen oder aus ideologisch zuverlässigen Elternhäusern machen.

Quelle:

http://bildungsklick.de/pm/77015/lehrerverband-warnt-staatsministerin-cornelia-pieper-vor-ddr-nostalgie/

Einen Beitrag zu diesem Thema hatte ich vor über 4 Jahren veröffentlicht:

http://www.paedblog.de/2006/11/08/erziehung-und-bildung-in-der-ddr/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge