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Die Qualität der pädagogischen Beratung misst sich daran, ob die Beraterin bzw. der Berater selbst pädagogisch qualifiziert ist und wie beraten wird. Pädagogische Beratung muss inhaltlich unbedingt pädagogisch gefüllt sein. So gilt es zu beachten, dass medizinische oder psychologische Themen nicht entsprechend versucht werden, medizinisch oder psychologisch zu beantworten. Die pädagogische Beratung sollte die jeweiligen Problemlagen stets unter der Prämisse sehen, dem Ratsuchenden bzw. der Ratsuchenden bei einem Lernprozess behilflich zu sein (vgl. http://www.kontradiktische-beratung.de/paedagogik-in-der-beratung.html). Prof. Dr. Stephan Ellinger formuliert somit das Ziel jeder pädagogischen Beratung wie folgt:
“Ziel jeder pädagogischen Beratung muss sein, für den Ratsuchenden grundsätzlich mehr Mündigkeit und Handlungsfähigkeit zu erreichen und Probleme als Orte des Lernens und der Bildung optimal zu nutzen.”
Die pädagogische Beratung kann anthropologisch, teleologisch oder methodologisch ausgerichtet sein. Die erste Beratungsform meint, von den menschlichen Stärken und Fähigkeiten her ausgehend nach Lösungen zu suchen. Die teleologische Ausrichtung beinhaltet eine konkrete Zielsetzung, den Ratsuchenden ins Gesellschaftliche integrieren zu wollen (z. B. als “arbeitsfähigen” oder “vollwertigen” Bürger etc.). Schließlich meint die teleologische Beratungsform, die Frage zu beantworten, wie denn am besten geholfen werden soll (vgl. http://www.kontradiktische-beratung.de/paedagogik-in-der-beratung/prinzipien-der-erziehung.html).
dass der Berater eine Autorität im positiven Sinne gegenüber dem Ratsuchenden innehaben soll,
dass dieser den ratsuchenden Menschen zur Selbständigkeit ermuntert,
dass Probleme als Chancen wahrgenommen werden, sich neu zu entwickeln, zu wachsen,
dass die oder der Ratsuchende schließlich erlebt, der Situation gewachsen zu sein, genug Potenziale zu haben, gestärkt aus einer Krise hervorzugehen, was hier mit der Bestärkung der Situationsüberlegenheit gemeint ist.
Neue Weiterbildungskonzepte werden mithilfe eines Arbeitskreises (zusammengesetzt aus dem Fachbereich Geografie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Fachbereich Kunst der Universität Paderborn & der Deutschen UNESCO-Kommission) im Rahmen der Welterbepädagogik entwickelt.
Ziel ist es u. a., dass die vielen verschiedenen Weltkulturstätten, egal ob es sich um russische Sakralbauten, digitale Spiele oder um die Kunst rund um die Nordsee geht, miteinander virtuell (besser) vernetzt werden und längerfristig eine stärkere Rolle in der Wertevermittlung und in der Kulturbildung spielen sollen (vgl. http://www.unesco.de/uho_0611_welterbebildung.html).
Erste interessante Publikationen (“World Heritage and Arts Education” -Internetzeitschrift) können Sie sich hier bereits herunterladen:
Einfach ein Stichwort, z. B. “Pädagogik” eingeben und eine Auswahl treffen und die gewünschten Bücher entweder online lesen oder z. B. im Pdf-Format kostenlos downloaden:
Auf der sehr empfehlenswerten Webseite der Bertelsmann-Stiftunghttp://www.keck-atlas.de/kompik/ können sich Kindergärten, Schulen, Heime und ähnliche Einrichtungen einen Beobachtungsbogen herunterladen, der helfen soll, Kinder nach wissenschatlich abgesicherten Methoden unter Berücksichtigung wesentlicher Kriterien einzuschätzen.
Hierbei werden die Bereiche Motorik, Sprache, Emotionen, Selbstbehauptung, Kooperation, Sozialkompetenz, Empathiefähigkeit, Motivationale Kompetenz, die mathematische, naturwissenschaftliche, künstlerische und musikalische Kompetenz und die auf Gesundheit und Körperhygiene bezogene Kompetenzen berücksichtigt.
In der professionellen Arbeit mit Kindern ist es wichtig, Beobachtungen nach erziehungswissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen und regelmäßig (anlassbezogen und z. B. einmal jährlich) durchzuführen, zu dokumentieren und natürlich entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.
Die Neuropädagogik versucht u. a., pädagogische Mythen anhand empirischer Forschung zu widerlegen. Ob die Neuropädagogik die einzig wahre Grundlagenwissenschaft sein kann, beurteilen Sie am besten selbst:
Immer wieder gibt es Kontroversen, wie Kinder zu erziehen seien. Ab und zu erscheinen Bestseller, die als Ratgeber in Sachen Erziehung oder Schulpädagogik vorgeben, die “wahre” Erziehungsmethode gefunden zu haben. Hier und da tauchen manche “Reformer” auf, die glauben, die “neue” Erziehung beschreiben zu können. Immer wieder gibt es jemanden, der plötzlich Rousseau bejubelt oder die Theorien von Ellen Key, Ludwig Gurlitts oder Alexander Sutherland Neills (vgl. MÄRZ: 1998, S. 17). Dabei wird oft das “pädagogische Rad” quasi neu erfunden. Häufig fehlt das geschichtliche Bewusstsein, was dazu führt, dass manche Utopien und Ideale aus alter Zeit wieder neu ausgedacht und als neu “verkauft” werden. Und somit wiederholen sich manche Fehler der Vergangenheit: “derjenige, der die Geschichte grundsätzlich ignoriert, (…), ist dazu verdammt, sie wiederholen zu müssen (zitiert von MÄRZ: 1998, S. 17). Interessanterweise gibt es offenbar auch in der Pädagogik eine Tendenz, sich von der Tradition und von geschichtlichen Fakten zu entfernen. Es ist scheinbar nicht vorstellbar, dass auch zu früheren Zeiten Menschen kritisch gedacht, gehandelt und aus Fehlern gelernt haben. Die Gefahr liegt auf der Hand: In der Ignoranz des bereits Geschehenen wird oft das scheinbar neu ausgedachte Gute nicht als das erkannt, was bereits in der Vergangenheit sich als fehlerhaft und illusionär herausgestellt hat. Eine irrige Annahme lautet oft, man lebe im Zeitalter des Fortschritts, jedoch ist lediglich ein technischer Fortschritt erkennbar (mit allen Risikofaktoren, wie z. B. dem sogenannten Restrisiko bei der angeblich sauberen und sicheren “Kernenergie“), nicht jedoch ein Fortschritt im Bereich der Humanität etwa oder im Bereich des menschlichen Nachdenkens. So gibt es auch in der Pädagogik keinen geradlinigen Weg von unten nach oben, sondern lediglich einige Zickzack-Kurven in beide Richtungen. Spannend ist zu beoachten, dass gerade die scheinbar aufgeklärten Pädagogen (und Theologen und Philosophen) marktschreierisch ihre gegenwartsbezogene Pädagogik anpriesen und pädagogische Geschichte links liegen ließen. Manch ein pädagogisch formulierter Gedanke war sehr rückständig, überhaupt nicht modern und wird auch heute noch als aktuelle Wunderwaffe gegen zappelige Schüler oder unerzogene Kinder etc. wie neu gefeiert (vgl. MÄRZ: 1998, S. 7-22). Daneben gab und gibt es immer wieder Leute, die sich ernsthaft um historisches Faktenwissen bemüht haben, um wirklich neuartige pädagogische Ansätze und Ideen zu formulieren. Es ist sicher folglich nicht verkehrt, die pädagogischen Wurzeln zu kennen und darauf aufzubauen.
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Quelle:
Fritz März: Personengeschichte der Pädagogik. Ideen – Initiativen – Illusionen. Bad Heilbrunn / Obb.: Verlag Julius Klinkhardt, 1998, S. 7-22.
Inhalt ist die Pädagogik der frühen Aufklärung, die Mädchenerziehung im 17. Jahrhundert, die Pädagogik Campes (Robinson, der Jüngere), die Schnepfenthaler Erziehung (Andre, Salzmann), erläutert werden die Aussagen von Johann Gottfried Herder zur Begründung einer wissenschaftlichen Pädagogik, erwähnt wird die Pädagogik mithilfe von Realien (Bertuchs Bilderbuch), widergegeben werden Friedrich Schillers Gedanken “Über Erziehung”, berichtet wird von der Phase der romantischen Pädagogik (Hülsen, Fröbel), von den Anfängen der Sozialpädagogik (Falk), beschrieben wird die Volksbildung und Volkserziehung im 19. Jahrhundert, erwähnt werden die Bildungsreisen nach Italien (Goethe, Hohnbaum, Barth), Goethes Faust wird als Möglichkeit einer Formulierung des pädagogischen Leitgedankens des 19. Jahrhunderts genannt, die Universitätsbildung (Fries) wird erläutert und schließlich werden – bezogen auf Schopenhauer und Nietzsche – die damaligen Bildungsanstalten thematisiert.
Eine neue Webpräsenz informiert Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Interessierte über die Bereiche Gesundheit und kindliche Entwicklung in Kindertagesstätten auf: http://www.kita-gesundheit.de
Dort erhalten Sie nützliche Tipps (z. B. Rechtliches, Wissenswertes etc.), beispielsweise eine tabellarische Zusammenfassung der gesamten, kindlichen Entwicklung:
Die Webseite von Dr. Pil. Dorrmann http://www.krisen-intervention.de ist zwar augenscheinlich seit 2004 nicht mehr aktualisiert worden, dennoch finden Sie dort viel Wissenswertes zur Krisenintervention.
Er hat aus psychotherapeutischer Sicht einige Links zur Thematik des Suizids zusammengetragen:
Falls Sie für Ihr Kind Aufklärungsmaterial suchen, können Sie sich kostenlos z. B. das Heft “Gesund und munter – Heft 5 – Dem Leben auf der Spur” bestellen.” (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) Klicken Sie dazu auf den folgenden Link:
Ansonsten gibt es hier noch einen Link-Tipp, der auf die Webseite der Gesellschaft für Sexualpädagogik führt, dort erhalten Sie einen Überblick über wissenschaftliche Publikationen zu diesem Thema:
Das Dortmunder Institur für Sexualpädagogik (iSp) bietet ebenfalls eine Liste mit wissenschaftlicher Literatur und weitere Informationen und Veranstaltungstipps zur Sexualpädagogik an:
Schließlich ein Lese-Link-Tipp: Orchideenfach Sexualpädagogik. Kann man Sex studieren? – Ein Spiegel-Online-Artikel von Marion Schmidt (vom 24.04.2002):
Junge und auch ältere Eltern können sich auf der Seite des Westdeutschen Rundfunks (WDR) http://www.wdr.de/wissen/wdr_wissen/eltern_wissen/index.php5?layout=wdr_wissen Tipps und Hinweise anschauen oder herunterladen, die sich allesamt um Fragen rund um die Erziehung und Bildung des Nachwuchses bewegen. Beispielsweise erfahren Sie, wie sich Kinder insgesamt entwickeln, welche Pflichten Eltern haben, aber auch interessante Fakten wie z. B. die Antwort auf die Frage, weshalb schlafende Kinder scheinbar schwerer sind als wache.
Eine prima Gelegenheit, sich auch im Fernsehen und Radio über WDR-Themen rund ums Kind oder um das Elterndasein zu informieren, bietet der WDR-Programmkalender:
Eine ganze Reihe lehrreicher Folien zu den pädagogischen Grundbegriffen habe ich auf einer Webseite der Humboldt-Universität zu Berlin entdeckt:
Dort beschreibt Prof. Tenorth seine Vorlesung wie folgt:
“In der Vorlesung werden grundlegende Fragestellungen der Erziehungswissenschaft behandelt, v. a. solche, die es erlauben, Erziehung und Bildung als öffentliche Aufgabe zu analysieren. Im Mittelpunkt stehen deshalb die folgenden Themen: Bildung als Funktion von Gesellschaft, Schule als Form institutionalisierten Lernens, Vielfalt und Differenz pädagogisch gestalteter Lernwelten, pädagogische Interaktion als Medium professionellen Handelns, Normierung und Standardisierung als Referenzen der Leistungserbringung im Bildungssystem Varianz und Alternativen öffentlich-staatlicher Bildungsangebote.”
Kapitel 13: IV. Möglichkeiten und Grenzen der Erziehung.
Pädagogisierung oder die Risiken des Professionalismus.
Utopien und das Gegebene: Zeit der Erziehung – Zeit der Gesellschaft:
Offenbar sind die zunehmende Anzahl pädagogischer Weblogs ein Ausdruck dafür, dass besonders jüngere Pädagogen beginnen, eine neue Dimension der Netzwerkarbeit zu entwickeln:
“Unsere These: Das Internet verändert die Vernetzungsarbeit von pädagogischen Professionals fundamental.”
Einen Vortrag (gehalten 2006 auf einer Fachtagung “Das Leben entfalten”: Biografisch lernen – biografisch lehren / Universität Flensburg) über die biographisch-narrative Gesprächsführung im pädagogischen Alltag hat Reinhard Völzke auf der folgenden Webseite veröffentlicht:
Der Begriff der Sozialisation konkurriert zum herkömmlichen Erziehungsbegriff. Ob zukünftig wahrscheinlich von Sozialisationswissenschaft anstatt von Erziehungswissenschaft gesprochen wird, erfährt man evtl. hier:
Grundfragen von Erziehung, Bildung und Schule
Entwicklungen im Bildungssystem
Achim Leschinsky
Sabine Gruehn
Thomas Koinzer
Wer gewinnbringend die Sinne vor der Vernunft und die Wahrnehmung vor dem Denken ansprechen will, sollte an den “dritten Pädagogen“, den Raum denken. Die Frage stellt sich, wie man es schafft, aus linearen, kargen, öden Räumen lebendige, anregende und spannende Orte des Lernens und Entdeckens zu gestalten.
Hierzu einige einleitende Sätze zum “dritten Pädagogen“:
“Der Raum ist der dritte Pädagoge«, sagte der 1994
verstorbene Begründer der Reggiopädagogik,
Loris Malaguzzi. In den kommunalen Vorschulen der
norditalienischen Reggio Emilia Romagna begann
man schon in den 80er Jahren, Kinder als Forscher
und Dichter anzusehen. Respekt und Neugier
wurden als kognitive und moralische Tugenden
entdeckt.”
Es empfiehlt sich, den oben zitierten Text auf der folgenden Webseite weiter zu lesen:
Einen interessanten Beitrag zur ästhetischen Bildung hat Ulrike Hentschel nicht nur 2005 in einem Wörtberbuch der Theaterpädagogik (Koch/Streisand), sondern auch hier veröffentlicht: