Schlagwort-Archiv: Förderschule

SchülerInnen richtig motivieren

Nach einer Vodafone-Studie zu urteilen, bedarf es drei Dinge (aus der „Trickkiste“ der Verhaltensforschung),  um SchülerInnen zum Lernen zu motivieren:

Man sollte das Selbstbild der SchülerInnen dahingehend thematisieren, dass sie begreifen, dass es nicht starr, sondern veränderbar und trainierbar ist.

Zudem sei es wichtig, die innere Einstellung immer wieder zu reflektieren, um Vorurteile und eingefahrene Denkschienen zu erkennen und zugunsten neuer Denkweisen zu verändern.

Als Drittes spielt das Umfeld eine entscheidende Rolle. Selbst die Gestaltung des Schulgebäudes und des Schulhofes kann dazu beitragen, dass sich SchülerInnen wohler fühlen und effektiver lernen.

Eine Zusammenfassung mit praktischen Tipps für Pädagogen und Schulleitern und Lehrern gibt es hier:

http://cms.partner-fuer-schule.nrw.de/stiftung/news-und-termine/news/nachrichtendetails/schueler-richtig-motivieren.html

….oder hier in Form einer Pdf-Datei:

www.lehrerdialog.net/meta_downloads/63811/studie_schueler_richtig_motivieren.pdf

Zum Weiterlesen:

Lexikoneintrag zur Verhaltensforschung: http://lexikon.stangl.eu/5719/ethologie-verhaltensforschung/

Recherche-Tipp zur Verhaltensforschung / Ethologie:  Ergebnisse der Stichwortsuche im Fachportal Pädagogik: „Verhaltensforschung“

http://www.fachportal-paedagogik.de/fis_bildung/fis_list.html?feldname1=Schlagw%F6rter&feldinhalt1=Verhaltensforschung&ckd=yes&mtz=200

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Verschiedene Lösungsansätze und Förderempfehlungen für Legastheniker/-innen

Viele Schülerinnen und Schüler leiden unter der Legasthenie. Sie meinen nach einigen Jahren der Frustration nicht selten, dass es daher keinen Zweck habe, ihre schriftsprachlichen Fähigkeiten zu trainieren. Oft haben solche Schüler bereits resigniert.

Über die Ursachen der Zunahme von Legasthenikerinnen und Legasthenikern ist die Fachwelt noch uneins. So heißt es hier z. B. in einem Artikel:

„Neben genetischer Disposition werden psychologische und vor allem soziale Faktoren genannt: «erhöhter Fernsehkonsum und Sprachverarmung in den Familien».“

Quelle:  http://www.erziehungstrends.de/Legasthenie

Eine Möglichkeit, solche Schüler ggf. dafür zu gewinnen, doch ihre Rechtschreibung oder ihre Lesefähigkeit zu verbessern, besteht darin, ihnen das anzubieten, was sie zuhause auch gerne in Anspruch nehmen. Hier gibt es die Chance, den Schülerinnen und Schülern entsprechende Games bzw. Lernsoftware anzubieten, die ihnen spielerisch helfen, ihre schriftsprachlichen Fähigkeiten zu verbessern: http://www.legasthenie-software.de/game/game.htm.

Freilich wird auch dieser Ansatz, Legasthenikerinnen und Legastheniker mit Lernsoftware und weiteren Pc-Trainings zu fördern, kritisiert. Alternativ wird eine andere Strategie vorgeschlagen, dass Kinder und Jugendliche den Fernsehkonsum und die Arbeit am Monitor reduzieren bzw. vermeiden, dafür vermehrt primäre Erfahrungen in ihrem Umfeld (Freispiele , Spiele in  der Natur, auf der Straße, in körperlicher Aktivität etc.) sammeln, da die Legasthenie womöglich auch damit zusammenhängt, dass ein Mangel an (räumlicher) Orientierung und ein Defizit an der eigenen, körperlichen Wahrnehmung vorherrscht.

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. schlägt nach mehrjähriger Erfahrung eine andere Förderung vor:

„Legastheniker müssen lernen, konsequent ihr Defizit aufzuarbeiten, die Lesekompetenz zu stärken und die Rechtschreibung Schritt um Schritt logisch aufzubauen.“

Quelle: http://bvl-legasthenie.de/foerderung/legasthenie

Daher hat der Bundesverband hier eine informative Broschüre im Pdf-Format zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt, die diese logisch aufgebaute Förderung beschreibt:  Die Auswahl geeigneter Therapieansätze und Förderprogramme in der Behandlung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten: http://bvl-legasthenie.de/sites/default/files/Förderung__auf_was_sollte_man_achten.pdf

Pädagogisch-psychologische Fachinstitute stellen einen eigenen Ratgeber ins Netz und verweisen hier auf ihre Erfahrung, Kinder nicht länger als 15 – 20 Minuten mehrmals wöchentlich üben zu lassen: http://www.legasthenie-therapie.de/download/Ratgeber-LRS.pdf.

Die Thematik macht deutlich, dass es hierzu viele ungeklärte Fragen und daher unterschiedliche Antworten bzw. Förderempfehlungen auf die Legasthenie gibt. Legasthenikerinnen und Legastheniker sollten dennoch nicht resignieren, sondern weiterhin versuchen, mithilfe der vielen, zum Teil unterschiedlichen Empfehlungen eine individuelle Möglichkeit zu finden, die ihnen angemessen hilft, in der Rechtschreibung, in der Syntaxbildung, Interpunktion und Lesekompetenz stetig sicherer und damit besser zu werden.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Aufgabe der Jugendsozialarbeit: Jugendlichen zur selbsterschaffenen Identität verhelfen

Schon der Psychoanalytiker Erik Homburger Erikson hat in den 1940ern die Jugendphase als spannungsgeladenes Feld gesehen, das die Bildung einer festen Identität zum Ziel hat. Im Ergebnis wird ein Jugendlicher kriminell oder passt sich gesellschaftlich an.  Ziel war in diesem Modell also stets die Bildung einer festen Identität.

Doch inzwischen gilt dieses Ziel aufgrund gesellschaftlicher Umbrüche (z. B. häufigere Arbeitslosigkeit, allgemeiner Zerfall einst gesellschaftlich bindender Normen und Werte, damit zusammenhängend:  Zwang zur Wahl in den unterschiedlichsten Bereichen, z. B. Berufswahl etc.) als veraltet. Daher ist eine „flexible“ Persönlichkeitsentwicklung gefragt. Ziel der Jugendsozialarbeit muss es also sein, Jugendlichen zu helfen, eine Persönlichkeit entwickeln zu können, die flexibel genug ist, sich an gesellschaftliche Änderungen anpassen zu können.

Lesen Sie hier nach, was Anton Schlittmaier vor ca. einem Jahr auf  der Webseite Sozialnet veröffentlicht hat: http://www.socialnet.de/materialien/134.php

Quelle:

Anton Schlittmaier: Jugend im Wandel der Zeiten – alte und neue Probleme der Identität. Veröffentlicht am 30.01.2012 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/134.php, Datum des Zugriffs 12.01.2013.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Wikipedia: International Standard Classification of Education

Ein von der UNSECO entwickelter Standard „International Standard Classification of Education“ (ISCED) wurde zur Klassifizierung und Charakterisierung von Schultypen und Schulsystemen entwickelt (vgl: http://de.wikipedia.org/wiki/ISCED).

So versteht man, weshalb in manchen Schul- und Bildungsphasen vom Primar-, Sekundar– oder vom Tertiärbereich gesprochen wird:

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/ISCED

Hier können Sie sich eine Bilddatei kostenlos aus der Wikipedia herunterladen, die das deutsche Bildungssystem im Überblick darstellt:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Deutsches_Bildungssystem-quer.

svg&filetimestamp=20100717114028

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Materialien für die Wissensvermittlung

Lehrer (und andere in der Wissensvermittlung Tätige) stellen sich gegenseitig ihre Materialien (bislang) kostenlos auf einer österreichischen Plattform zum Download zur Verfügung:

http://vs-material.wegerer.at

Ein reichhaltiges Angebot, z. B. auch zur Sachkunde:

http://vs-material.wegerer.at/sachkunde/su.htm

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Von der Extinktion zur Inklusion

Hier habe ich einige pädagogisch relevante Links recherchiert, die auf Webseiten und Weblogs verweisen, die sich thematisch um die folgenden Begriffe drehen:

Extinktion (Recht auf Leben wird verwehrt, Tötung von Behinderten und „Andersartigen“, Euthanasie),

Exklusion (Recht auf Leben wird gewährt, jedoch die gesellschaftliche Teilhabe ausgeschlossen, kein Recht auf Bildung, Verstecken von Behinderten),

Sepparation & Segregation (behinderte Menschen werden beschult, jedoch in eigenen Schulen, getrennt von nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen),

Integration (Behinderte werden aus den Sonder- und Förderschulen herausgenommen und als „nicht normale“ Schüler/-innen passiv in die „normale“ Schule aufgenommen, die sich (scheinbar) aktiv und einseitig um die optimale Förderung der Behinderten bemüht) bis hin zur

Inklusion (Grundgedanke: Vielfalt ist normal, alle Menschen werden gemeinsam beschult, je nach Begabung und Fähigkeiten, unabhängig vom Behindertenstatus):

Link-Sammlung zur Inklusionspädagogik:

AKTION-MENSCH.DE: Ein großer Schritt nach vorn. http://www.aktion-mensch.de/media/UN-Konvention.pdf bzw. Inklusion. http://www.aktion-mensch.de/aktion/inklusion/un-konvention.php

BEAUFTRAGTER DER BUNDESREGIERUNG FÜR BELANGE BEHINDERTER MENSCHEN: Suchergebnisse für „Inklusion“: http://www.behindertenbeauftragter.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Servicesuche_Formular.html

BILDUNGSKLICK.DE: Inklusion. Eine Verpflichtung zum Systemwechsel. http://bildungsklick.de/a/67548/inklusion-eine-verpflichtung-zum-systemwechsel

BILDUNGSSERVER: Braucht Deutschland eine Pädagogik der Inklusion? http://www.bildungsserver.de/innovationsportal/bildungplus.html?artid=458

BILDUNGSSERVER: Suchergebnisse für „Inklusion“ (Weitere wissenschaftliche Texte zur Inklusionspädagogik bei Eingabe des Begriffs „Inklusion“): http://www.bildungsserver.de/innovationsportal/metasuche/qsuche.html

BUNDESMINISTERIUM FÜR ARBEIT UND SOZIALES: Suchergebnisse für „Inklusion“: http://www.bmas.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Expertensuche_Formular.html?resourceId=5266&input_=5244&pageLocale=de&csrftoken=EDF06ECA9EA628E7D1E8DCD88E6DA540&templateQueryString=Inklusion&themen=Teilhabe-behinderter-Menschen&themen.GROUP=1&docType=Basepage&docType=Law&docType=PBBook&docType=Publication%2CPBHandout&docType=Video&docType.GROUP=1&dateafter=tt.mm.jjjj&datebefore=tt.mm.jjjj&sortString=-score_&sortString.GROUP=1&searchArchive=0&searchArchive.HASH=9ed12692a6140ae8d6e4&searchIssued=0&searchIssued.HASH=80da22c7a6140ebdd0e4&submit=Senden#suchanker

LANDSCHAFTSVERBAND WESTFALEN-LIPPE (LWL): UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen – Inklusive Schule – http://www.lwl.org/LWL/Jugend/Schulen/UN_Konvention_fuer_die_Rechte_von_Menschen_mit_Behinderungen_Inklusion

STUGA: StugA – Inklusive Pädagogik (Universität Bremen): Was bedeutet eigentlich Inklusion? …und wie unterscheidet sie sich von der Integration? (02.12.2009) http://inklusive-paedagogik.blogspot.com/2009/12/was-bedeutet-eigentlich-inklusion.html bzw. http://inklusive-paedagogik.blogspot.com/

UNITED NATIONS ENABLE:  http://www.un.org/disabilities

WERNSTEDT, Rolf; JOHN-OHNESORG, Marei (Hrsg.): Inklusive Bildung. Die UN-Konvention und ihre Folgen. Schriftenreihe des Netzwerk Bildung. Friedrich Ebert Stiftung, Berlin, 2010: http://library.fes.de/pdf-files/studienfoerderung/07621.pdf

WIKIPEDIA: Inklusion (Soziologie). http://de.wikipedia.org/wiki/Inklusion_%28Soziologie%29

WIKIPEDIA: Sonderpädagogik http://de.wikipedia.org/wiki/Sonderp%C3%A4dagogik

WIKIPEDIA: Stufen schulischer Integration: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Stufen_Schulischer_Integration.svg&filetimestamp=20110604122759

WOCKEN, Hans: Vortrag zur Entwicklung der Qualitätsstufen der Behindertenpolitik und- pädagogik von Prof. Dr. Hans Wocken (Universität Hamburg):http://www.ev-akademie-boll.de/fileadmin/res/otg/501909-Wocken.pdf

ZEITSCHRIFT FÜR INKLUSION: http://www.inklusion-online.net/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Nachtrag:

Weitere Links zur Inklusion:

GEMEINSAM LEBEN – gemeinsam lernen Olpe plus e.V.: Für Inklusion in der Region. http://www.inklusion-olpe.de bzw. http://www.inklusion-olpe.de/inklusion.php

MONTAG-Stiftung: Kommunaler Index für Inklusion – Vielfalt erkennen, wertschätzen und nutzen. http://www.montag-stiftungen.de/jugend-und-gesellschaft/jugend-gesellschaft-projekte/kommunaler-index-fuer-inklusion/kommunenundinklusion-konzept.html

DEFINITIVINKLUSIV: http://www.definitiv-inklusiv.org/

UNSESCO:Inklusive Bildung. http://www.unesco.de/inklusive_bildung.html bzw. MItglieder des Expertenkreises http://www.unesco.de/4842.html

KonzCoach – Schüler coachen sich gegenseitig

Eine interessante körpertherapeutische Methode scheint pädagogischen Erfolg im „Umgang mit schwierigen Kindern“ zu versprechen. Lesen Sie hier einen Beitrag der Pädagogin Frauke Teschler, die die Sonderpädagogin Christine Weber zu ihrer neuen Methode befragte: Schüler als Konzentrationsexperte in jeder Klasse.: http://www.magazin-auswege.de/data/2011/02/Teschler_Weber_Umgang_mit_schwierigen_Kindern_V_KonzCoach.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge