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Antworten zu Erziehungsfragen

…finden Sie im bekannten Familienhandbuch, das das Staatsinstitut für Frühpädagogik in der entsprechenden Rubrik https://www.familienhandbuch.de/category/erziehungsfragen veröffentlicht. Weitere Themen rund um Familie, Bildung, Erziehung und Pädagogik werden ebenfalls dort behandelt: https://www.familienhandbuch.de

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Bildungsvideos auf Bildungsklick.de

Zahlreiche Videos zur Erziehungswissenschaft, Pädagogik, Schule, Kindergarten etc. gibt es auf Bildungsklick.de:


Viele, weitere Bildungsvideos sehen Sie hier:
http://bildungsklick.de/topic/videos
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Wikipedia-Portal zur Pädagogik

Ein Wikipedia-Portal zur Pädagogik vereinigt anschaulich die wichtigsten Pädagogik-Artikel:

http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:P%C3%A4dagogik

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Beobachtungsbogen für Erzieherinnen und Erzieher empfohlen

Auf der sehr empfehlenswerten Webseite der Bertelsmann-Stiftung http://www.keck-atlas.de/kompik/ können sich Kindergärten, Schulen, Heime und ähnliche Einrichtungen einen Beobachtungsbogen herunterladen, der helfen soll, Kinder nach wissenschatlich abgesicherten Methoden unter Berücksichtigung wesentlicher Kriterien einzuschätzen.

Hierbei werden die Bereiche Motorik, Sprache, Emotionen, Selbstbehauptung, Kooperation, Sozialkompetenz, Empathiefähigkeit, Motivationale Kompetenz, die mathematische, naturwissenschaftliche, künstlerische und musikalische Kompetenz und die auf Gesundheit und Körperhygiene bezogene Kompetenzen berücksichtigt.

In der professionellen Arbeit mit Kindern ist es wichtig, Beobachtungen nach erziehungswissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen und regelmäßig (anlassbezogen und z. B. einmal jährlich) durchzuführen, zu dokumentieren und  natürlich entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Link-Tipp:

Bibernetz.de: Individuelle Förderung: Neues Beoachtungsinstrument für KITAS: http://www.bibernetz.de/wws/fragebogen-entwicklung.php

Pädagogische Geschichte gegen das pädagogische Vergessen

Immer wieder gibt es Kontroversen, wie Kinder zu erziehen seien. Ab und zu erscheinen Bestseller, die als Ratgeber in Sachen Erziehung oder Schulpädagogik vorgeben, die „wahre“ Erziehungsmethode gefunden zu haben. Hier und da tauchen manche „Reformer“ auf, die glauben, die „neue“ Erziehung beschreiben zu können. Immer wieder gibt es jemanden, der plötzlich Rousseau bejubelt oder die Theorien von Ellen Key, Ludwig Gurlitts oder Alexander Sutherland Neills (vgl. MÄRZ: 1998, S. 17). Dabei wird oft das „pädagogische Rad“ quasi neu erfunden. Häufig fehlt das geschichtliche Bewusstsein, was dazu führt, dass manche Utopien und Ideale aus alter Zeit wieder neu ausgedacht und als neu „verkauft“ werden. Und somit wiederholen sich manche Fehler der Vergangenheit: „derjenige, der die Geschichte grundsätzlich ignoriert, (…), ist dazu verdammt, sie wiederholen zu müssen (zitiert von MÄRZ: 1998, S. 17). Interessanterweise gibt es offenbar auch in der Pädagogik eine Tendenz, sich von der Tradition und von geschichtlichen Fakten zu entfernen. Es ist scheinbar nicht vorstellbar, dass auch zu früheren Zeiten Menschen kritisch gedacht, gehandelt und aus Fehlern gelernt haben. Die Gefahr liegt auf der Hand: In der Ignoranz des bereits Geschehenen wird oft das scheinbar neu ausgedachte Gute nicht als das erkannt, was bereits in der Vergangenheit sich als fehlerhaft und illusionär herausgestellt hat. Eine irrige Annahme lautet oft, man lebe im Zeitalter des Fortschritts, jedoch ist lediglich ein technischer Fortschritt erkennbar (mit allen Risikofaktoren, wie z. B. dem sogenannten Restrisiko bei der angeblich sauberen und sicheren „Kernenergie„), nicht jedoch ein Fortschritt im Bereich der Humanität etwa oder im Bereich des menschlichen Nachdenkens. So gibt es auch in der Pädagogik keinen geradlinigen Weg von unten nach oben, sondern lediglich einige Zickzack-Kurven in beide Richtungen. Spannend ist zu beoachten, dass gerade die scheinbar aufgeklärten Pädagogen (und Theologen und Philosophen) marktschreierisch ihre gegenwartsbezogene Pädagogik anpriesen und pädagogische Geschichte links liegen ließen. Manch ein pädagogisch formulierter Gedanke war sehr rückständig, überhaupt nicht modern und wird auch heute noch als aktuelle Wunderwaffe gegen zappelige Schüler oder unerzogene Kinder etc. wie neu gefeiert (vgl. MÄRZ: 1998, S. 7-22). Daneben gab und gibt es immer wieder Leute,  die sich ernsthaft um historisches Faktenwissen bemüht haben, um wirklich neuartige pädagogische Ansätze und Ideen zu formulieren. Es ist sicher folglich nicht verkehrt, die pädagogischen Wurzeln zu kennen und darauf aufzubauen.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Quelle:

Fritz März: Personengeschichte der Pädagogik. Ideen – Initiativen – Illusionen. Bad Heilbrunn / Obb.: Verlag Julius Klinkhardt, 1998, S. 7-22.

Definition der Frühen Hilfen

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe “Begriffsbestimmung Frühe Hilfen“ im Wissenschaftlichen Beirat des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen definieren den Terminus „Frühe Hilfen“ u. a. wie folgt:

Frühe Hilfen bilden (…) Unterstützungssysteme mit (…) Hilfsangeboten für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren mit einem Schwerpunkt auf der Altersgruppe der 0- bis 3-Jährigen (vgl. http://www.fruehehilfen.de/index.php?id=4010). “

Ziel ist es, nicht nur die Entwicklung der Kinder, sondern auch die Erziehungskompetenzen der Eltern zu verbessern. Dabei ist das Angebot der Frühen Hilfen sehr breit gefächert: Diese Hilfe hat präventiven und ergänzenden Charakter. Bereits werdende Eltern können vorsorglich Frühe Hilfen in Anspruch nehmen, erst recht Familien mit ihren jeweiligen, konkreten Problemen. Letzten Endes dienen diese Maßnahmen dem Kindeswohl.  Frühe Hilfen werden praktisch durch verschiedene Experten, aber auch durch verantwortliche Bürger ermöglicht. Es gilt, soziale Netzwerke zu stärken, die sich für Kinder und Familien einsetzen. Konkret ist eine „enge Vernetzung und Kooperation von Institutionen und Angeboten aus den Bereichen der Schwangerschaftsberatung, des Gesundheitswesens, der interdisziplinären Frühförderung, der Kinder- und Jugendhilfe und weiterer sozialer Dienste“ (vgl. http://www.fruehehilfen.de/index.php?id=4010) nötig.

Neben der quantitativen Ausweitung der Frühen Hilfen wird auch an deren qualitativen Verbesserung gearbeitet.

Weitere Informationen auch auf der Hauptseite: http://www.fruehehilfen.de

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge