Schlagwort-Archiv: Sozialisation

Aufgabe der Jugendsozialarbeit: Jugendlichen zur selbsterschaffenen Identität verhelfen

Schon der Psychoanalytiker Erik Homburger Erikson hat in den 1940ern die Jugendphase als spannungsgeladenes Feld gesehen, das die Bildung einer festen Identität zum Ziel hat. Im Ergebnis wird ein Jugendlicher kriminell oder passt sich gesellschaftlich an.  Ziel war in diesem Modell also stets die Bildung einer festen Identität.

Doch inzwischen gilt dieses Ziel aufgrund gesellschaftlicher Umbrüche (z. B. häufigere Arbeitslosigkeit, allgemeiner Zerfall einst gesellschaftlich bindender Normen und Werte, damit zusammenhängend:  Zwang zur Wahl in den unterschiedlichsten Bereichen, z. B. Berufswahl etc.) als veraltet. Daher ist eine „flexible“ Persönlichkeitsentwicklung gefragt. Ziel der Jugendsozialarbeit muss es also sein, Jugendlichen zu helfen, eine Persönlichkeit entwickeln zu können, die flexibel genug ist, sich an gesellschaftliche Änderungen anpassen zu können.

Lesen Sie hier nach, was Anton Schlittmaier vor ca. einem Jahr auf  der Webseite Sozialnet veröffentlicht hat: http://www.socialnet.de/materialien/134.php

Quelle:

Anton Schlittmaier: Jugend im Wandel der Zeiten – alte und neue Probleme der Identität. Veröffentlicht am 30.01.2012 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/134.php, Datum des Zugriffs 12.01.2013.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Kinder- und Jugendhilfe – 80 Folien zur Übersicht downloaden

Eine gute Übersicht über die Kinder- und Jugendhilfe erhalten Sie auf einer Webseite mit den Ergebnissen der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.  (IJAB) , die 80 Präsentations-Folien zum kostenlosen Download anbietet.

Diese Informationen sind nicht nur für Studierende, für Erzieherinnen und Erzieher, für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Lehrerinnen und Lehrer etc., sondern auch für Eltern und natürlich Jugendliche interessant:

http://www.kinder-jugendhilfe.info

Weiterer Link-Tipp:

Die eigentliche Webseite der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.  (IJAB)

http://www.ijab.de

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Gesundheitliche Chancengleichheit

Chancengleichheit ist ein zentrales pädagogisches Ziel. In der Regel denkt man hier an schulische Bildung, die zum Teil erheblich dazu beiträgt, dass bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten sich auch im Bildungsgeschehen in Form entsprechender Schulabschlüsse abbilden. Größtenteils sind sozial benachteiligte Bürgerinnen und Bürger auch gesundheitlich oft schlechter dran als sozial Bessergestellte: „Insbesondere sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche haben im Hinblick auf die soziale Lage ihrer Familien deutlich geringere Gesundheitschancen…“ – zitiert aus: http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/gesundheitsfoerderung-bei-kindern-und-jugendlichen/hintergruende-daten-materialien/

Daher verweise ich hier gerne auf diese Webpräsenz, die „auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet“ wurde und damit versucht, für gesundheitliche Chancengleichheit einzutreten.

Erfahren Sie hier mehr über dieses Projekt: http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Informelle und nonformale Bildung

Vor der Schule und außerhalb der Schule lernen Kinder und Jugendliche in ihren Familien, in Freundeskreisen und auch alleine. In einem Bildungsbericht aus dem Jahr 2004 wird beschrieben, wie „Bildung in der Kinder- und Jugendhilfe, in Familie und mit Peers, durch Medien und in der Nutzung kommerzieller Angebote“ geschieht und gestaltet wird:

Bildungsreform Band 6
Konzeptionelle Grundlagen für einen Nationalen Bildungsbericht –
Non-formale und informelle Bildung im Kindes- und Jugendalter:

http://www.bmbf.de/pub/nonformale_und_informelle_bildung_kindes_u_jugendalter.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Schulz von Thun: Kommunikationsmodelle

Schulz von Thun hat u. a. die in der Pädagogik bekannten Bücher „Miteinander reden“ veröffentlicht. Auf der Webseite des Instituts für Kommunikation stellt er verschiedene Kommunikationsmodelle dar, so wird das „Kommunikations-Quadrat“, das „Innere Team“, das Modell von Riemann und Thomann, das „Entwicklungsquadrat“, das „Teufelskreis-Modell“ und schließlich das „Situationsmodell“ beschrieben:

http://www.schulz-von-thun.de/index.php?article_id=4

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Socioweb.org

Das Portal Socioweb http://www.socioweb.org  ist nicht nur für Soziologen und Wirtschaftspsychologen, sondern auch für Pädagogen und Erziehungswissenschaftler interessant. Dieses Selbstlernmedium ist ein Projekt der früheren Fachhochschule Nordostniedersachsen (vgl. http://www.socioweb.org), die 2005 mit der Universität Lüneburg zur  Leuphana Universität Lüneburg fusionierte (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Fachhochschule_Nordostniedersachsen und http://de.wikipedia.org/wiki/Leuphana_Universit%C3%A4t_L%C3%BCneburg).

Dort finden Studentinnen, Studenten und Interessierte ein sozialwissenschaftliches Lexikon (siehe linke Spalte der Webseite), eine Liste von soziologischen und in der Sozialphilosophie relevanten „Vordenkern“:

  • Adorno
  • Aristoteles
  • Atteslander
  • Bloch
  • Comte
  • Dahrendorf
  • Durkheim
  • Hegel
  • Horkheimer
  • Kant
  • Luhmann
  • Marx
  • Merton
  • Rousseau
  • Schulz von Thun
  • Simmel
  • Sombart
  • Spencer
  • Tönnies
  • von Stein
  • Watzlawick
  • Weber
  • …und Texte zu sozialwissenschaftlichen Inhalten und Themen vor: http://www.socioweb.org/texte/index.htm

    Schließlich können Sie Ihr Wissen über sozialwissenschaftliche Theorien online testen:

    http://www.socioweb.org/training/index.htm

    …und sich im Archiv nützliche Übersichten und Materialien (von Studentinnen und Studenten) zur Sozialwissenschaft anschauen bzw. downloaden: http://www.socioweb.org/archiv/index.htm#

    Schließlich verweise ich gerne auf die umfangreiche Link-Sammlung in den verschiedenen Rubriken:

    Allgemein
    Personen
    Psychologie
    Sammlungen
    Sozialwesen
    Soziologie
    Virt. Lernen
    Nachschlagen

    Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

    Zeitlose Pädagogik?

    Das Buch „Zeitlose Probleme der Pädagogik – Pädagogik als zeitloses Problem?“ von Thomas Mikhail (2011) behandelt grundlegende pädagogische Probleme.

    Stichworte sind u. a. das Theorie-Praxis-Problem, der Widerspruch zwischen Freiheit und Determination, die Diskussion zwischen Erziehung und Sozialisation, Bildung als Verteilungsgut und Menschheitspflicht, das Lehrer-Schüler-Verhältnis und weitere Themen.

    Das Fachbuch können sich Pädagoginnen und Pädagogen bzw. an pädagogischer Fachliteratur Interessierte hier kostenlos komplett herunterladen:

    http://uvka.ubka.uni-karlsruhe.de/shop/download/1000024489

    Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

    Der pädagogische Fortschritt – eine Illusion

    „So gibt es auch in der Pädagogik keinen geradlinigen Weg von unten nach oben, sondern lediglich einige Zickzack-Kurven in beide Richtungen.“ Insofern gibt es demzufolge keinen pädagogischen Fortschritt, was Takara Dobashi 2006 in einem lesenwerten Beitrag gut ausgeführt und beschrieben hat:

    Das Problem des Fortschrittdenkens in der modernen Pädagogik. – Am Beispiel der reformpädagogischen Bewegung. – Bull. Grad. School Educ, Hiroshima Univ., Part I, No. 55, 2006, 1-8:

    http://ir.lib.hiroshima-u.ac.jp/metadb/up/kiyo/AA11618554/AA11618554_55_1.pdf

    Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

    Links zum Thema „sexuelle Gewalt“

    Auch, wenn manche Links nicht mehr ganz aktuell sind, gibt es zu diesem Thema immer noch viele funktionierende Links, die helfen, sich mit diesem brisanten Thema auseinanderzusetzen:

    http://www.sexuelle-gewalt.de/links.html

    Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

    Einführung in die Grundbegriffe der Pädagogik

    Eine ganze Reihe lehrreicher Folien zu den pädagogischen Grundbegriffen habe ich auf einer Webseite der Humboldt-Universität zu Berlin entdeckt:

    Dort beschreibt Prof. Tenorth seine Vorlesung wie folgt:

    „In der Vorlesung werden grundlegende Fragestellungen der Erziehungswissenschaft behandelt, v. a. solche, die es erlauben, Erziehung und Bildung als öffentliche Aufgabe zu analysieren. Im Mittelpunkt stehen deshalb die folgenden Themen: Bildung als Funktion von Gesellschaft, Schule als Form institutionalisierten Lernens, Vielfalt und Differenz pädagogisch gestalteter Lernwelten, pädagogische Interaktion als Medium professionellen Handelns, Normierung und Standardisierung als Referenzen der Leistungserbringung im Bildungssystem Varianz und Alternativen öffentlich-staatlicher Bildungsangebote.“

    Quelle:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf

    Kapitel 01: HIer die Planung, die Themen bzw. der Ablauf:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap2berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap1

    Kapitel 02: I. Lernwelten: pädagogische Intentionen, Formen und Wirkungen.
    Schulen – und die pädagogische Intention: „Bildung“:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap2

    Kapitel 03: I. Lernwelten: pädagogische Intentionen, Formen und Wirkungen.
    Schulen und die lebensweltliche Bedeutung: „Sozialisation“:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap3

    Kapitel 04: I. Lernwelten: pädagogische Intentionen, Formen und Wirkungen.
    Schulen und die Modi der Gestaltung: „Erziehung“:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap4

    Kapitel 05: Lernwelten – und die Einheit von Bildung, Sozialisation und Erziehung

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap5

    Kapitel 06: Lernwelten – und die Handlungsräume der pädagogischen Profession:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap6

    Kapitel 7: II. Prämissen pädagogischer Arbeit
    Adressaten: „Kinder“ und „Lerner“ – ihre „Natur“, ihre „Bildsamkeit“ und „Begabung“:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap7

    Kapitel 08: Prozesse: Erziehen, Lehren, Lernen:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap8

    Kapitel 09: Themen: Lehrplan, Kanon, Unterrichtsinhalt:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap9

    Kapitel 10: III. Interventionsformen: Technologie von Bildung und Erziehung
    Interaktion – Methode:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap10

    Kapitel 11: Organisation – Norm:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap11

    Kapitel 12: Gesellschaft – Reform:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap12

    Kapitel 13: IV. Möglichkeiten und Grenzen der Erziehung.
    Pädagogisierung oder die Risiken des Professionalismus.
    Utopien und das Gegebene: Zeit der Erziehung – Zeit der Gesellschaft:

    http://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/historische/lehre/sose2010/einf/folien/kap13

    Erziehung versus Sozialisation

    Der Begriff der Sozialisation konkurriert zum herkömmlichen Erziehungsbegriff. Ob zukünftig wahrscheinlich von Sozialisationswissenschaft anstatt von Erziehungswissenschaft gesprochen wird, erfährt man evtl. hier:

    Grundfragen von Erziehung, Bildung und Schule
    Entwicklungen im Bildungssystem
    Achim Leschinsky
    Sabine Gruehn
    Thomas Koinzer

    http://www2.informatik.hu-berlin.de/~prang/page7/page2/files/02.11.04.pdf

    Und wenn Sie den folgenden Link anklicken, können Sie sich wieder das entsprechende Redemanuskript downloaden:

    http://www2.informatik.hu-berlin.de/~prang/page7/page2/files/Erziehung%20und%20Sozialisation.pdf

    Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

    Theorien der Erziehung und Sozialisation: Interaktionismus & Kognitivismus

    Prof. Dr. Rudolf Tippelt (Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung / LMU München) hat eine 16-seitige Pdf-Datei veröffentlicht, die einen Überblick über die interaktionistische (Mead) und  kognitivistische (Piaget) Theorie zur Erziehung und Sozialisation gibt:

    http://www.paed.uni-muenchen.de/~paed/paed2/lehre/WiSe0607/Tippelt/VL3.pdf

    Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

    5. Familienstudie von VORWERK zum „Familienmanagement“

    Eine interessante Studie zur deutschen Familien-Situation von der Firma Vorwerk. Das bekannte Allensbacher Institut für Demoskopie schreibt dazu: Vorwerk Familienstudie 2009 In der fünften Familienstudie für das Wuppertaler Unternehmen VORWERK hat das Allensbacher Institut erneut Fragen rund um das Thema „Familienmanagement“ gestellt. Im Vordergrund stehen dabei Fragen zur gesellschaftlichen Anerkennung der Familienarbeit, zur Beteiligung der Partner, der Kinder sowie der Großeltern. Obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung glaubt, dass sich in der aktuellen Wirtschaftskrise viele Familien finanziell stark einschränken müssen, sind persönlich nur 7 Prozent ernsthafter von der Krise betroffen.

    Quelle: http://ifd-allensbach.de Die Studie können Sie hier finden: http://www.vorwerk.com/de/html/pressethemenmappe,4.html (Weitere Studien listet das Allensbacher Institut für Demoskopie übrigens unter der Rubrik „Aktuelle Studien“ auf.)

    Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge