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Mittwoch, 19. Oktober 2011
Ein kurzfristiger Film-Tipp für Jugendliche, Eltern, Erziehungsberechtigte, Erzieher, Sozialarbeiter/-pädagogen und Lehrer: Heute (20:15 Uhr) sendet die ARD einen spannenden Film, der das Cyber-Mobbing thematisiert: Der Inhalt ist brisant. Ein Jugendlicher (gespielt von Jonas Nay) filmt, wie er onaniert. Ein Mitschüler gerät an dieses Video und stellt es schnell ins Internet. Die Folgen für den Jugendlichen sind dramatisch.
Mehr Informationen auf der Webseite der ARD:
http://programm.ard.de/TV/Programm/Jetzt-im-TV/homevideo/
eid_281066918207009?monat=&jahr=&datum=2011-10-19&start_
time=20&stop_time=&list=themenschwerpunkt&start=20
Zudem gibt es hier – extra vor Ausstrahlung des Films erstellte – nützliche Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
www.bmfsfj.de/cybermobbing
Im Anschluss an den Film könnten Betroffene oder Eltern mit Experten chatten, sich Rat und Hilfe holen:
www.daserste.de/homevideo
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Nachtrag:
Anne Will: http://programm.ard.de/TV/daserste/anne-will/eid_281066918207050#top
Tags:2011, ARD, Ärger, Computer, Cyber, Cybermobbing, Datenschutz, Drama, Eltern, Fernsehfilm, Freunde, Internet, Jonas Nay, Jugend, Jugendschutz, Jugendsünden, Kamera, Medien, Medienpädagogik, Mobbing, Onanie, Pubertät, Schule, Schulkameraden, Schulpädagogik, Selbstbefriedigung, Sexualität, Sexualpädagogik, Sozialpädagogik, Streit, TV, Verantwortung, Video, virtuell, Würde
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Freitag, 07. Oktober 2011
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Sozialpädagogen und Lehrern viele Medien an, die im Unterricht oder in der Gruppenarbeit benutzt werden können, oftmals gibt es diese Medien auch kostenfrei. So können sich Lehrer – leider keine Sozialpädagogen (warum eigentlich nicht?) – sich kostenfrei ein Buch für den Unterricht bestellen. Allen anderen bleibt wenigstens die Möglichkeit, sich kostenlos die Pdf-Datei mit dem gesamten Buchinhalt herunterzuladen. Wenigstens etwas:
http://www.bzga.de/infomaterialien/unterrichtsmaterialien/unterrichtsmaterialien/achtsamkeit-und-anerkennung-klassen-5-9/
In diesem Buch geht es um die Begriffe “Anerkennung” und “Achtsamkeit”: Hier sollen Kinder und Jugendliche dahingehend geschult werden, miteinander respektvoll und angemessen umzugehen (einige Schlagworte lauten hier: soziales Lernen, Teamfähigkeit, Toleranz, Mobbing etc.).
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
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Dienstag, 20. September 2011
Der No Blame Approach führt zu 87% der Schulgewalt-Fälle zu einer nachhaltigen Konfliktlösung, so heißt es u. a. in dem neu erschienenem Buch “Konzepte zur Gewaltprävention in Schulen” aus dem in der Schulpädagogik bekannten Cornlesen Verlag.
Weitere Informationen zu diesen Titel finden Pädagogen und Interessierte unter: http://www.absolutfamilie.de/?p=15082
Zu diesem erfolgreichen Ansatz gibt es auch eine eigene Webpräsenz:
http://www.no-blame-approach.de/noblameapproach.html
Dort heißt es u. a.:
“Der „No Blame Approach“ (wörtlich „Ohne Schuld Ansatz“) ist eine lösungsorientierte Vorgehensweise in der Tradition systemischer und kurzzeittherapeutischer Ansätze von Steve de Shazer und Insoo Berg.
Er gibt Schulen ein einfaches Instrument an die Hand, bei Mobbing zum Wohl und Schutz der Mobbing-Betroffenen zu handeln mit dem Ziel, Mobbing nachhaltig zu stoppen. “
Quelle: http://www.no-blame-approach.de/noblameapproach1.html?noblame.html
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Tags:2011, Aggression, Amok, Ärger, ausrasten, Beratung, Frieden, Gewalt, Gewalttäter, Heim, Internat, Konflikt, Lösung, No Blame Approach, Opfer, Pädagoge, Pädagogik, Pädagogin, schlichten, Schule, Schulsozialarbeit, Sozialarbeiter, Sozialarbeiterin, Soziale Arbeit, Strategie, Streit, Strövers Paedblog, Täter, Verletzung, Wut, Zorn
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Mittwoch, 20. April 2011
Hat die Wissenschaft ihre Bedeutung in der generellen Vorbereitung auf die Praxis? Oft werfen die Praktiker den Theoretikern vor, nichts von der Wirklichkeit zu verstehen. Umgekehrt gehen viele Theoretiker davon aus, dass Praktiker sich nur auf ihre subjektiven Eindrücke und individuellen Erfahrungen verlassen wollen und glauben, damit ihre (wenigen) Erfahrungen pauschal als allgemeingültig betrachten zu können. Oft ist es auch so, dass es innerhalb einer Disziplin wie der Pädagogik mal eine Tendenz gibt, den Schwerpunkt auf Theoriebildung zu legen, um danach Platz für einen stärkeren Praxisbezug zu machen. Seit den 1970ern gibt es einen stärkeren Bezug zur Lebenswirklichkeit (“Alltagswende” / “realistische Wende”). Doch schließen sich Theorie und Praxis eigentlich nicht aus, sondern können sich gegenseitig ergänzen. Schließlich versteht sich die Theorie nicht als Abbild der Realität, sondern eher als Konstrukt (vgl. GUDJONS, 1997, S. 50). Die Theorie ist auch kein Rezeptbuch für Praktiker. Das heißt jedoch nicht, dass in der Praxis Tätige auf jede Form von Theorie verzichten könnten. Herbarts Konzeption eines stufenartigen Unterrichts ist ein Paradebeispiel dafür, wie aus an sich klugen pädagogischen Ideen ein starres Schulsystem wurde. Eifrig wurde das Stufenmodell gänzlich auf die Gestaltung des Schulunterrichts rigoros angewandt. Schüler der entstehenden bürgerlichen Gesellschaft erfuhren bis ins 20. Jahrhundert hinein Schule als langweilig und spießig. Formalisierter, stets gleich ablaufender Unterricht wurde häufig als inhaltsleer und sinnlos empfunden. Man lernte auswendig, gehorchte und hielt aus. Doch an sich sah Herbarts Modell im Wesentlichen vor, dass Schüler über die Wissensaufnahme sittlich(er) werden. Denn eine andere Möglichkeit der schulischen Erziehung sah Herbart nicht, Schule könne lediglich über den eher – man könnte auch sagen:- kognitiven Weg erzieherisch auf Kinder einwirken. Daher entwarf er die Stufen der Klarheit (Wissensinhalte verstehbar vermitteln), der Assoziation (die einzelnen neu erlernten Inhalte werden im Zusammenhang begriffen), des Systems (das neu erworbene Wissen wird in bekannte Denkstrukturen eingefügt) und schließlich die Stufe der Methode (Erlerntes wird angewendet, Transfer auf andere Bereiche ist möglich) (vgl. GUDJONS, 1997, S. 100-101).
Gerade seit PISA reisst die Kritik nicht ab, die deutsche Bildungslandschaft neuzugestalten. Neue Ideen sind gefragt, Neues soll erprobt und getestet werden. Doch sicher muss bei aller berechtigten Kritik nicht alles über Bord geworfen werden. Hier stimme ich KNOOP und SCHWAB zu, die in ihrer Einführung (KNOOP; SCHWAB: 1999, S. 126) in die Geschichte der Pädagogik darauf verweisen, dass manche Fehler vermieden werden können, wenn man dazu einen Blick in die Historie wirft. Gerade der Kampf der Reformbewegung gegen die “Alte Schule”, gegen die Schule als eine Einrichtung, in der “Wissensmast” betrieben wird, macht schön deutlich, dass Herbart schon zu Lebzeiten oft falsch verstanden wurde, zumal Seiler, Asmus, Nohl, Caselmann in Aufsätzen, Reden und Büchern belegen konnten, dass Herbart einige Ziele der Reformbewegung vorweggenommen hatte und an (päd.) Aktualität nichts verloren hat (KNOOP; SCHWAB: 1999, S. 127-129) . Wer sich weiter über Johann Friedrich Herbart informieren möchte, kann dies auf der Seite der Arbeitsstelle der Internationalen Herbartianismusforschung tun: http://www.uni-due.de/herbartianismus-forschungsstelle/Start.shtml
Alternativ gibt es natürlich auch einen kurzen Überblick über den Pädagogen auf der Wikipedia-Seite:
http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_Herbart
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Benutzte Literatur:
GUDJONS, Herbert: Pädagogisches Grundwissen. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 5., durchgesehene und ergänzte Auflage.
KNOOP, Karl; SCHWAB, Martin: Einführung in die Geschichte der Pädagogik: Pädagogen-Porträts aus vier Jahrhunderten. Wiebelsheim: Quelle und Meyer, 4., durchgesehene und ergänzte Auflage, 1999 (UTB für Wissenschaft: Uni-Taschenbücher; 1100: Pädagogik)
Tags:1776, 1841, Didaktik, Duskussion, Empirie, Formalismus, Geschichte, Herbartianismus, Historie, JohannFriedrich Herbart, Langeweile, Pädagoge, Pädagogik, pädagogische Geschichte, Praxis, Protest, Reformbewegung, Streit, Theorie, Unterricht, Wissen, Wissenschaft
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Donnerstag, 10. Februar 2011
Seit Wochen tobt der Kulturkampf in Amerika: Seitdem eine Mutter asiatischer Abstammung ihre Erziehungsmethoden veröffentlicht hat, streiten sich viele Mütter und Väter um die “richtige” Erziehung. Es zeichnen sich dabei zwei Extreme ab: Die westlich geprägte Erziehung, die vor lauter Gewährenlassen das Kind kaum noch zu erziehen und die chinesische “Drill-Pädagogik”, die skrupellos Hochschulabsolventen heranzuzüchten scheint.
Hier einige Link-Tipps dazu:
DRADIO WISSEN: Aufregung um die Tigermutter.
http://wissen.dradio.de/erziehung-aufregung-um-die-tigermutter.38.de.html?dram:article_id=7899&dram:audio_id=10182&dram:play=1
bzw.
http://wissen.dradio.de/erziehung-aufregung-um-die-tigermutter.38.de.html?dram:article_id=7899&sid=
FAZ: Wie die Tigermutter ihre Kinder zum Siegen drillt.
http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EDFF283E3DCDB48568238B96F9DA29600~ATpl~Ecommon~Scontent.html
NTV: “Elternfalle” statt “Tigermutter”. Chinas Kinder pauken sich krank.
http://www.n-tv.de/panorama/Chinas-Kinder-pauken-sich-krank-article2554876.html
WELT: Bernhard Bueb – “Zu viele Eltern sind konfliktscheu”
http://www.welt.de/politik/deutschland/article12381638/Bernhard-Bueb-Zu-viele-Eltern-sind-konfliktscheu.html
ZEIT: Wer hat Angst vor dieser Frau?
http://www.zeit.de/2011/05/China-Erziehung
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